Ulrike Ottawa
Österreichische Popmusik und Ö3
Ein gestörtes Verhältnis?
Band 1 der Reihe extempore
Wien: Institut für Musiksoziologie 2000
Preis: vergriffen
Seit der Gründung des österreichischen Pop-Musik-Senders Ö3 im Jahr 1967 herrscht ein gespanntes Verhältnis zwischen österreichischen Pop-Musikschaffenden und den Betreibern des Österreichischen Rundfunks-ORF. Welche Verantwortung hat ein öffentlich-rechtlicher Sender gegenüber heimischen Musikschaffenden, was können diese von ihm erwarten bzw. fordern – und: was kann ein Radioprogramm überhaupt zur Förderung eines bestimmten Musikgenres beitragen? Besteht z.B. eine Verpflichtung des ORF einen bestimmten Anteil heimischer Musik im Programm zu haben?
Ulrike Ottawa befasst sich in der vorliegenden Arbeit, deren Grundlage neben der Analyse von Sekundärliteratur ausführliche Gespräche mit Vertreter/inne/n beider Seiten bilden, „mit diesem jahrelangen Kampf um einen höheren Österreicheranteil“ auf Ö3. Sie dokumentiert für den Zeitraum von der Gründung von Ö3 (1967) bis zum Ende des öffentlich-rechtlichen Radiomonopols Ende der 1990er Jahre die Aktionen und Proteste der Musikschaffenden ebenso wie die einschlägigen Aktionen des ORF bzw. von Ö3 zur Förderung der österreichischen Pop-Musik. So bietet das Buch, dem die Diplomarbeit der Autorin zugrunde liegt, eine umfassende Bestandaufnahme eines nicht unwesentlichen Teils der jüngeren Musikgeschichte und  Musikpolitik in Österreich.
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