Das IMS hat sich zum Ziel gesetzt, die Stellung der Musiksoziologie in der nationalen und internationalen Forschungslandschaft weiter auszubauen. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte neben der Grundlagenforschung im Bereich der Veränderungen des Kultur- und insbesondere des Musiklebens unter dem Einfluss neuer Kommunikationstechnologien (Mediamorphose).
Das zeigt sich vor allem in einer verstärkten angewandten Forschung im Bereich der Rezeptionsforschung, der Musik- und Medienpolitik, des Musikerziehungswesens, sowie zu Fragen der Produktion und Reproduktion von Musik, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Aspekt der Geschlechterrollen gelegt wird.
Die bewährten Charakteristika des IMS, nämlich
  • Interdisziplinarität, (Medien, Urheberrecht, Kulturökonomie, Technikentwicklung, Genderforschung etc.)
  • Internationale Ausrichtung, internationale Zusammenarbeit
  • Pflege eines Nahverhältnisses zur künstlerischen Praxis
  • Orientierung an kultur-, gesellschafts- und musikpolitischer Relevanz, dies alles im Sinne einer
  • Integralen Verbindung von Forschung und Lehre
werden weiterhin die Leitlinien der Arbeit des Instituts darstellen, bzw. sie werden nach Möglichkeit und Maßgabe angesichts der dramatischen Umwälzungen der Musikkultur unter dem Einfluss neuer wirtschaftlicher, politischer und technologischer Rahmenbedingungen (Stichworte: Rolle des Staates in Bezug auf die Kulturpolitik, Privatisierung, Globalisierung, Transformation der Musikproduktion und -verbreitung durch digitale Medien – Musikcomputer, Internet,  etc.) zu intensivieren sein.

SCHWERPUNKTE
  • Rezeptionsforschung
Soziologische und sozialpsychologische Grundlagen zu Fragen der  Musikrezeption sollen erhoben werden, relevante theoretische Ansätze und empirische Befunde kontinuierlich aufgearbeitet und dokumentiert werden.
  • Musik und Gender
Die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rolle die Kategorie "Geschlecht" im Musikleben spielt, steht im Zentrum des Lehr- und Forschungsbereichs „Musik und Gender“. Wir fragen u.a. nach den sozio-kulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen für das Musikschaffen von Frauen und Männern in Geschichte und Gegenwart, nach Repräsentationen von Geschlecht, Sexualität und Ethnizität in unterschiedlichen Musik- und Medienformaten oder auch nach dem "Geschlechterwissen" von MusikerInnen und MusikrezipientInnen.
  • Theorie
Das IMS ist das einzige Institut im europäischen Bereich, das sich spezifisch mit Musiksoziologie beschäftigt. Von daher sieht sich das IMS dazu verpflichtet, der theoretischen Grundlegung dieses Faches besonderes Augenmerk zu schenken. Gleichzeitig erfolgt eine verstärkte Befassung mit der Thematik der wissenschaftlichen Erschliessung der Künste.  
  • Mediamorphosen
Im Anschluss an die allgemeine Beschäftigung mit „Musik und Medien“ wird insbesondere die kontinuierliche Beobachtung und Analyse der Digitalisierung, und zwar in den Bereichen Kreation, Produktion (à Arbeitsmarkt), Distribution und (à) Rezeption betrieben.
  • Kulturarbeitsmarkt (insbes. Musik)
Hier steht das unmittelbare Interesse einer Ausbildungseinrichtung für Musikschaffende (aber auch Theater- und Filmschaffende) im Vordergrund, über die Märkte, für die ausgebildet wird (Musikschulen, Schulmusik, etc.), sowie über sich eröffnende berufliche Chancen und bestehende Barrieren (à Frau und Musik) Bescheid zu wissen.

zu den Forschungsprojekten

Dissertationen in Arbeit