Sebastian Hamann

Sebastian Hamann erhielt im Alter von sechs Jahren ersten Violinunterricht in Kopenhagen. Sein Studium absolvierte er zunächst bei Uwe-Martin Haiberg und Winfried Rademacher an der Musikhochschule Lübeck, wo er in der Klasse von Nora Chastain sein Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte. Er studierte außerdem privat bei Serge Collot und besuchte Meisterkurse bei Emanuel Hurwitz, Henry Meyer, Miriam Fried, Walter Levin, Heinrich Schiff, William Pleeth und dem Beaux Arts Trio. Hamann war Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg und 1994 Stipendiat des Deutschen Musikrates beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn. Er ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, unter anderem beim Possehl-Wettbewerb, beim Gian Battista Viotti Wettbewerb in Italien (1995) sowie beim Hochschulwettbewerb der Deutschen Musikhochschulen (1993).

Im Jahr 1989 wurde Hamann stellvertretender Konzertmeister der Deutschen Kammerakademie Neuss. 1991 wechselte er zu den Lübecker Philharmonikern (Theater Lübeck), wo er zunächst als 2. Konzertmeister und ab 1995 als 1. Konzertmeister wirkte. Von 1998 bis 2005 spielte er als 1. koordinierter Konzertmeister im Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Ab 2007 war er Gastkonzertmeister des Mahler Chamber Orchestra. Des Weiteren arbeitete Hamann als Konzertmeister mit Orchestern zusammen wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, den Festival Strings Lucerne, der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, den Philharmonikern Hamburg, den Essener Philharmonikern und dem WDR Sinfonieorchester Köln.

Zu seiner vielfältigen solistischen Tätigkeit zählte zum Beispiel die Interpretation des 1. Violinkonzertes von Hans-Werner Henze anlässlich des 75. Geburtstages des Komponisten in der Alten Oper Frankfurt. Zudem trat er als Solist und Konzertmeister beispielsweise bei den Salzburger Festspielen, beim Beethovenfest Bonn und beim Musikfest Bremen mit dem Balthasar-Neumann-Ensemble auf.

Als Kammermusiker spielte er mit dem Miró Trio bzw. dem Amati Quartett im Konzertsaal der New Yorker Frick Collection und bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Ravinia Festival in Chicago, dem Rheingau Musik Festival, dem Gstaad Menuhin Festival, dem Sion Festival sowie der Biennale de quatuors à cordes in Paris und außerdem mit dem Wolfgang Bauer Consort bei den Klosterkonzerten Maulbronn. Er arbeitete außerdem mit dem Kammerorchester Camerata Hanseatica in Danzig zusammen und ist seit 2015 Mitglied des von Hans-Christian Schweiker gegründeten Ensembles Trio Testore in Aachen.

Hamann ist Gründer und künstlerischer Leiter der Camerata Lübeck und war künstlerischer Leiter des Lucerne Chamber Orchestra. 

Lehrtätigkeit:
 

Hamann nahm 1992 eine Lehrtätigkeit an der Musikhochschule Lübeck und 1998 an der Musikhochschule Frankfurt auf. 

Er war von 2003 bis 2007 Gastprofessor für Streichquartett an der Musik-Akademie der Stadt Basel. 

Von 2004 bis 2018 lehrte er als Professor für Violine und Kammermusik an der Musikhochschule Luzern. 

Seit 2014 ist er Professor für Violine an der Hochschule für Musik Freiburg. 

Zusätzlich ist er seit 2022 Gastprofessor für Kammermusik an der Musikakademie Danzig in Polen, wo er zuvor bereits in Meisterkursen unterrichtete.

Meisterkurse gibt er auch zum Beispiel beim Allegra Festival in Bulgarien[ oder bei der Hamburger Schlossakademie. 

Er ist Jurymitglied bei internationalen Musik-Wettbewerben.

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