Jahrestagung in Feldkirch

Einblicke in den Vortrag von Mag. Karin-Regina Florey

 

Grifftechnik auf der Violine bei atonaler Musik

 

Im Rahmen der ESTA Tagung am 13. 10 2018 in Feldkirch stellte Mag. Karin-Regina Florey, Violindozentin am dortigen Konservatorium, zusammen mit em. Univ. Prof. Gerhard Zeller von der Musikuniversität Graz ein neu entdecktes Zwölftonspiel für Violine und Klavier (3.4.1955) von Josef Matthias Hauer vor. Anhand von Beispielen aus dem Manuskript sprach K.- R. Florey über die Orientierung der Grifftechnik auf der Violine jenseits des diatonischen Lagensystems. Unterstützt von graphischen Darstellungen und einem Verweis auf die Quantenphysik argumentierte sie, dass das ganzheitliche Überblicken einer Menge (seien es Töne oder Saitenabteilungspunkte) erst dann positiv erlebt wird, wenn die Bewegung der Intervallbeziehungen im Vordergrund steht. So zeigte sie die Korrelation zwischen Notations-unabhängigen temperierten Intervallen und Lagen-unabhängigen Griffabständen auf, erwähnte die dafür erforderliche Trennung von Hören und Tasten im bewussten Wahrnehmen und schlug (in Anlehnung an die Farbtheorie ihres Vaters Hans Florey) die Zahl als verbindenden Ordnungsfaktor vor. Prof. Zeller ergänzte die Violin-bezogenen Ausführungen mit Erläuterungen zum Aufbau des Zwölftonspiels bevor die beiden Musiker das klangvolle Werk abschließend noch einmal zu Gehör brachten.

 

Hier können Sie sich das Programm der Jahrestagung herunterladen

 

Programm der Jahrestagung 2018 in Feldkirch
Mag. Karin-Regina Florey mit Prof. Gerhard Zeller (Foto: Helmut Müller)