Es geht nicht ohne: Zukunftspotenzial Kunst

Zukunftspotenzial Kunst (ZPK) ist eine Pilotstudie über 12 Kunstprojekte von 5 österreichischen Kunstuniversitäten. Sie dient der Auslotung von Möglichkeiten der Erhebung und Darstellung des transformativen Potenzials von künstlerischen, künstlerisch-wissenschaftlichen oder künstlerisch-pädagogischen Formaten und wurde 2025/26 durchgeführt. Das Ziel ist die Sichtbarmachung des Potenzials und Stärkung der Zusammenarbeit der Künste mit Öffentlichkeit, Politik und Wissenschaft für ein kreatives Mitgestalten lebenswerter Zukünfte.

Anlässlich des Projektabschlusses werden die Ergebnisse durch die Ausstellung „Was kann Kunst?” und eine Performance präsentiert.

 

Stephanie Guse

Stephanie Guse ist Designerin, bildende Künstlerin und Kunstphilosophin. Sie promovierte 2015 an der Universität für angewandte Kunst Wien über ihre künstlerische Methode Thinking Hands in Bezug zu Social Design.

In Projekten wie ¡vamos, simbiosis! und Zukunftspotenzial Kunst entwickelt und erforscht sie die multidisziplinäre Zusammenarbeit für komplexe Herausforderungen unserer Zeit durch Kunst. Dabei liegen ihr besonders die Meere am Herzen, und wie Kunst hierfür Bewusstsein wecken, Ocean Literacy stärken, und eine Transformation in Wissenschaft und Gesellschaft bewirken kann.

Re_Form

knüpft unmittelbar an die zentralen Anliegen von Zukunftspotenzial Kunst an. Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerische Prozesse als transformative Prozesse verstanden und erfahrbar gemacht werden können. Die Teilnehmenden erleben Kunst dabei nicht nur als Ergebnis, sondern als Methode gemeinsamer Forschung, des Austauschs und der Veränderung. Das Projekt macht das transformative Potenzial von Kunst sichtbar und zeigt, wie durch künstlerische Zusammenarbeit neue Formen des Denkens, Wahrnehmens und Handelns entstehen.

Besonders relevant sind dabei die Dimensionen Co-Creation, Verkörperung und Inspiration. Die Performance entsteht durch gemeinsame Entscheidungen und kollektive Autorenschaft. Unterschiedliche Perspektiven und künstlerische Praktiken treten in einen offenen Dialog und werden zu einem gemeinsamen Werk weiterentwickelt. Gleichzeitig spielt Verkörperung eine zentrale Rolle: Musik, Bewegung und körperliche Präsenz dienen als Mittel der Kommunikation, Wahrnehmung und künstlerischen Forschung. Der Prozess lebt von gegenseitiger Inspiration und eröffnet Möglichkeiten, bestehendes Material neu zu denken, zu transformieren und durch die Begegnung mit anderen Disziplinen weiterzuentwickeln.

Darüber hinaus unterstützt Re_Form die Ziele von Zukunftspotenzial Kunst durch die Vernetzung von Künstlerinnen und Künstlern, den Aufbau nachhaltiger Kooperationen sowie die Förderung von Reflexion und Austausch. Das Projekt schafft einen Raum für künstlerisch-forschende Praxis, in dem Methoden gemeinsam erprobt, reflektiert und weiterentwickelt werden. Dadurch entstehen nicht nur neue künstlerische Ausdrucksformen, sondern auch Erkenntnisse darüber, wie Kunst gesellschaftliche und persönliche Transformationsprozesse anregen und begleiten kann. Dieses Performance-Projekt versteht Kunst als offenen, gemeinschaftlichen und transformativen Prozess. Es leistet einen Beitrag dazu, das Zukunftspotenzial künstlerischer Praxis sichtbar, erfahrbar und nachhaltig wirksam zu machen.

Das Projekt findet im Rahmen von pas: trans_form – hier unter der künstlerischen Leitung von Alexander Okhotnikov – statt.