Marie Louise Herzfeld-Schild

Mit 1. September trat Marie Louise Herzfeld-Schild ihre Professur für Musikwissenschaft am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung an.

Marie Louise Herzfeld-Schild

Herzfeld-Schild studierte Schulmusik, Musikwissenschaft, Philosophie und Rechtswissenschaften an der Hochschule für Musik Detmold, der Universität Heidelberg und der Yale University. 2007 schloss sie in Heidelberg ihr Magisterstudium ab und wurde 2013 mit einer Arbeit zu antiken Wurzeln bei Iannis Xenakis an der FU Berlin promoviert. Postdoc-Stellen und Fellowships führten sie an das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung Berlin, die Universität zu Köln, das Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld, das Centre for the History of the Emotions der Queen Mary University of London, das Centre for Research in the Arts, Social Sciences and Humanities der Cambridge University und die Universität Luzern.

Zuletzt war sie Assistant Professor an der Universität Utrecht. Als Musikkulturhistorikerin lehrt und forscht sie v. a. zur Verbindung von Musik und Emotionen – wie diese über die Jahrhunderte konzeptualisiert, diskutiert, gelebt und erfahren wurde und kulturhistorisch untersucht werden kann. Dafür arbeitet sie mit methodischen und theoretischen Ansätzen, die sich interdisziplinär von den Geschichts- und Kulturwissenschaften sowie Ethnologie und Anthropologie über Praxeologie, Philosophie und Phänomenologie bis zu den Naturwissenschaften erstrecken. Neben ihrer Professur wird sie an der mdw außerdem das ERC Starting Grant Projekt GOING VIRAL. Music and Emotions during Pandemics (1679–1919) als Principal Investigator leiten.

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