Die mdw bei Wien Modern


Konzerte mit dem Webern Symphonie Orchester und der Webern Kammerphilharmonie


Vom 31. Oktober – 1. Dezember findet die diesjährige Ausgabe von Wien Modern statt. Zum doppelten Jubiläum (200 Jahre mdw und 30. Festivalausgabe von Wien Modern) finden drei gemeinsame Veranstaltungen statt:


Samstag, 4. November: Claudio Abbado Konzert


Für diese glanzvolle Premiere rücken zwei Weltstädte ungewohnt eng zusammen: Die 200-jährige mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und das sogar schon 222-jährige Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris präsentieren ein gemeinsames Orchester.

Claudio Abbado KonzertFoto: ©Astrid Karger, Montage Pentagram Berlin

Unter Leitung von Ilan Volkov zeigen sich die traditionsreichen Hauptstadtinstitutionen absolut auf der Höhe der Zeit: Interpretiert werden herausragende österreichische Erstaufführungen der Pariser Komponisten Georges Aperghis und Hugues Dufourt sowie eine Uraufführung der in Wien lebenden Iris ter Schiphorst.


Interpreten:

  • Webern Symphonie Orchester, Orchester
  • Orchestre du Conservatoire national supérieur de musique et de danse de Paris, Orchester
  • Jean-Etienne Sotty, Akkordeon
  • Salome Kammer, Sopran
  • Ilan Volkov, Dirigent

Programm:

  • Hugues Dufourt: Le Passage du Styx d'après Patinir (2015)
  • Georges Aperghis: Concerto für Akkordeon und Orchester (2015)
  • Iris ter Schiphorst: Das Imaginäre nach Lacan (Text: Helga Utz) (2017)

Informationen & Tickets:

Samstag, 4. November 2017, 19.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien
 



Donnerstag, 16. November: Les Espaces Acoustiques


"Nur wenige Komponisten können von sich behaupten, eine ganze Stilrichtung erfunden zu haben. Debussy ist einer von ihnen, Webern ein anderer, Gérard Grisey – der 2016 seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte – ein dritter. Grisey war Schöpfer der Spektralmusik (ein Name, den andere erfunden haben), die in Paris in den 1970ern entstand und die die Harmonik in die posttonale Musik auf völlig neue Weise wieder eingefügt hat." (Liam Cagney / Gramophone).

Les Espaces AcoustiquesFoto: ©G. Grisey Estate, Montage Pentagram Berlin

Griseys Musik wirkt in keiner Weise technisch, auch wenn er Obertonspektren mit dem Computer analysierte und überraschend neu zusammensetzte. Entstanden ist dabei ein glitzerndes, irisierendes, regenbogenbuntes Alternativmodell zur Musik der Nachkriegsavantgarde: Selten wirkt Musik so organisch wie bei Grisey, strahlt so viel Gespür für die Natur der Musik und der Wahrnehmung aus. Sein Hauptwerk "Les Espaces acoustiques" (Die akustischen Räume, 1974 – 1985) zelebriert die Kunst des kleinsten Übergangs auf durchaus ekstatische Weise: In sechs Schritten entwickelt sich die Musik vom Bratschensolo über sieben, dann 18 Musiker hin zum Orchester, plus vier Solisten am Ende.


Interpreten:

  • Webern Kammerphilharmonie, Ensemble
  • Rafal Zalech, Viola
  • Simeon Pironkoff, Dirigent

Programm:

  • Gérard Grisey: Les Espaces Acoustiques (1974 – 1985)

Informationen & Tickets:

Donnerstag, 16. November 2017, 19.30 Uhr
Wiener Konzerthaus, Großer Saal
Lothringerstraße 20
1030 Wien
 



Freitag, 1. Dezember: Bilder im Kopf


Im Rahmen eines gemeinsamen Kompositionswettbewerb unter dem Festivalmotto „Bilder im Kopf“ wurde Musik gesucht, die Bilder evoziert. Ohne Filme, Videos oder Projektionen – nur mit den Mitteln des Orchesters. Musik, die Assoziationen im Kopf der Zuhörenden in Gang setzt, die visuelle Vorstellungskraft befeuert, imaginierte bildliche oder filmische Inhalte inspiriert und dem Publikum über die Ohren etwas vor Augen führt.

Teilnahmeberechtigt waren Studierende des Instituts für Komposition und Elektroaktustik sowie Alumni längstens drei Jahre nach Studienabschluss. Die siebenköpfige Jury, bestehend aus Karlheinz Essl, Barbara Gisler-Haase, Reinhard Karger, Johannes Kretz, Jean-Bernard Matter und Simeon Pironkoff (mdw) sowie Bernhard Günther (Wien Modern) hat die Gewinnerwerke ausgewählt, die am 1. Dezember beim Abschlusskonzert im RadioKulturhaus uraufgeführt werden.

Bilder im KopfFoto: ©Meyers Großes Konversations-Lexikon 1905

Interpreten:

  • mdw Orchester Wien Modern, Orchester
  • Jean-Bernard Matter, Dirigent

Programm:

  • Víctor Báez (MEX): An Orchestra Piece for 43 Missing Students

  • Constant Goddard (LUX, DEU, GBR): The Idealist, the Jester and the Troll für großes Orchester

  • Shin Kim (KOR): Landschaftsmalerei 1 für großes Orchester

  • Marko Markuš (CRO): Nebula für großes Orchester

  • Mathias Johannes Schmidhammer (ITA): Silver Linings für Violoncello und Orchester

  • Elias Spricht (UKR): Sonnenfinsternis für Klavier und Orchester

Informationen & Tickets:

Freitag, 1. Dezember 2017, 19.00 Uhr
ORF RadioKulturhaus, Großer Sendesaal
Argentinierstraße 30a
1040 Wien