Manuel Grandpierre
Mit 1. März trat Manuel Grandpierre seine Professur für Filmton am Institut für Kompositionsstudien, Ton- und Musikproduktion an.
Grandpierre, geboren in La Rochelle (Frankreich), ist Sounddesigner, Mischtonmeister und seit vielen Jahren eine prägende Stimme im österreichischen und internationalen Filmton. Nach seinem Tonmeister_innenstudium an der mdw arbeitete er zunächst in führenden Postproduktionshäusern und als freischaffender Tonmeister. 2022 gründete er das Tonpostproduktionshaus Menura Film mit, das er seither leitet. Dort verantwortet er Sounddesign und Mischung zahlreicher Kino-, Dokumentar- und Serienproduktionen, darunter internationale Koproduktionen und Kunstinstallationen.
Er arbeitete mit Regisseur_innen wie Claude Lanzmann, Elisabeth Scharang, Adina Pintilie, Tizza Covi und Rainer Frimmel, Marvin Kren, Josef Hader, Markus Schleinzer, Chris Kraus und Michael Kreihsl an Projekten verschiedenster Genres. Seine Arbeiten wurden unter anderem mit fünf Nominierungen und zwei Österreichischen Filmpreisen für Beste Tongestaltung (2023, 2024) sowie dem Sounddesign-Preis der Diagonale (2022) ausgezeichnet.
Neben seiner künstlerischen Praxis ist Manuel Grandpierre seit vielen Jahren in der Lehre an verschiedenen Universitäten tätig und engagiert sich in Vorträgen und Gastformaten zum zeitgenössischen Filmton. In seiner Professur für Filmton legt er besonderen Wert auf kritisches Hören, künstlerische Eigenständigkeit sowie die Verbindung von Theorie, Praxis und kollektiven Arbeitsprozessen.
