Internationales Symposium „Between Research and Activism: Futures of Music and Minority Studies”

12. bis 14.02.2026 am Music and Minorities Research Center (MMRC) der mdw.

Wien, 29. Jänner 2026

Das Music and Minorities Research Center (MMRC), das 2019 von Wittgenstein-Preisträgerin Ursula Hemetek gegründet wurde, begibt sich mit dem internationalen Symposium „Between Research and Activism: Futures of Music and Minority Studies“ in seine nächste Phase und feiert gleichzeitig sein siebenjähriges Bestehen. Forscher:innen, Musiker:innen sowie außerakademische Akteur:innen kommen in einer Vielzahl wissenschaftlicher Panels, Roundtables, künstlerisch-aktivistischer Diskussionsformate und musikalischer Performances zusammen.

„Musik ist ein wesentlicher sozio-politischer Faktor: Sie ist wirkmächtig, kann als Mittel der Identifikation ebenso wie der Repräsentation dienen und spielt eine entscheidende Rolle im Kontext sozialer Ungleichheit“, so MMRC-Begründerin Ursula Hemetek.

Im Zentrum des Symposiums steht daher die Diskussion von Forschungsansätzen zu Musik und Minderheiten im Spannungsfeld zwischen akademischer Wissenschaft sowie gesellschaftlich relevanter und aktivistischer Forschung. Ziel ist es, aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen der Forschung zu diskutieren, weiterzudenken und Synergien aufzubauen.

Symposium und zukünftige Ausrichtung
Das mehrtägige internationale Symposium setzt sich zum Ziel, die Entwicklungen der musikalischen Minderheitenforschung am Center und in der internationalen Forschungscommunity in den letzten Jahren zu reflektieren und vor allem die aktuellen Herausforderungen und die zukünftige Entwicklung dieses Forschungsbereichs im Spannungsfeld von Wissenschaft, künstlerischer Praxis und gesellschaftlichem Engagement in den Blick zu nehmen.

In diversen wissenschaftlichen und künstlerischen Formaten wird die Vergangenheit wie auch die Zukunft fokussiert. Dabei werden etwa in zwei Roundtables die bisherigen Projekte des MMRC gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen des Zentrums reflektiert und die Besonderheiten der einzelnen Projekte wie auch ihre thematischen Berührungspunkte diskutiert. In einem Key Roundtable kommt das internationale Advisory Board des MMRC zusammen und wird - moderiert von Ursula Hemetek - miteinander aktuellen Fragen aus einer globalen Perspektive nachgehen. Das Advisory Board: Georgia Curran (University of Sydney), Marko Kölbl (mdw), Svanibor Pettan (University of Ljubljana), Mayco Santaella (Sunway University) und Deborah Wong (The University of California, Los Angeles).

In weiteren Panels - unter anderem eines kuratiert von der NGO Initiative Minderheiten - werden spezifisch künstlerisch-aktivistische Perspektiven diskutiert, und in mehreren Konzerten wird lokale sowie globale Musik aufgeführt. Den Abschluss des Symposiums bildet ein gemeinsames Fest mit Musik und Tanz.

Damit zeichnet das Symposium „Between Research and Activism: Futures of Music and Minority Studies“ eine Zukunft der Minderheitenforschung vor, die auf einer erfolgreichen Vergangenheit aufbaut und durch lokale Verankerung wie auch internationalen Dialog das MMRC in eine neue Phase seines Wirkens führt.

Rektorin Ulrike Sych: „Das Music and Minorities Research Center steht für Forschung, die wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Es zeigt, wie musikwissenschaftliche Forschung demokratische Werte, Teilhabe und kritische Reflexion stärkt – und dabei Räume schafft, in denen marginalisierte Perspektiven sichtbar und hörbar werden. Diesen Weg verfolgt das MMRC konsequent seit seiner Gründung und ist damit an der mdw zu einem bedeutenden Ort für kritische Reflexion über Musik in ihren gesellschaftlichen Kontexten geworden.“

Gründung und Profil des MMRC
Das 2019 gegründete Music and Minorities Research Center (MMRC) unter der Leitung der Wittgensteinpreisträgerin Ursula Hemetek setzt sich entschieden für die Sichtbarmachung und Stärkung von Minderheiten innerhalb der Gesellschaft und der musikwissenschaftlichen Forschung ein. Dabei ist es dem MMRC ein zentrales Anliegen, Räume der Begegnung durch Musik zu schaffen und diese durch wissenschaftliche Methoden und Praktiken zu kontextualisieren. Das MMRC beschäftigt sich auch mit der zentralen Frage, welche Rolle Musik im Kontext der Beziehungen zwischen hegemonialen und marginalisierten sozialen Gruppen innerhalb von Gesellschaften spielt und hält es für notwendig, dass Wissenschaft gesellschaftspolitische Verantwortung übernimmt.

Symposium „Between Research and Activism: Futures of Music and Minority Studies”
12. bis 14. 02.2026
Fanny Hensel-Saal (u.a.)
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien und Online via Stream

Eintritt frei!

Das Symposium wird von der Stadt Wien und dem Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) gefördert.


Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Rund 3.000 Studierende aus 72 Ländern genießen in 123 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 25 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien.

Die mdw ist Teil von IN.TUNE - Innovative Universities in Music & Arts in Europe.

www.mdw.ac.at


Kontakt

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mdw Presse/Büro der Rektorin

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