Pressemitteilungen


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„Digital Heroes“ bei der isa20 – Internationale Sommerakademie der mdw

28.05.2020

Wien, 28. Mai 2020

Vom 18. bis 24. August 2020 werden die Meisterkurse und Konzerte der isa – Internationale Sommerakademie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in digitalen Formaten angeboten. Inhaltlicher Schwerpunkt: Ludwig van Beethoven.


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Die isa20 präsentiert sich vom 18. bis 24. August in neuem Gewand: Sie verbreitet sich über die Bildschirme und bietet eine digitale Experimentierwerkstatt.

Mehr als 300 beteiligte Studierende und Lehrende aus über 40 Nationen in Meisterkursen und zahlreichen Konzerten – das ist die isa, wie sie seit 29 Jahren in der Semmering-Rax-Region stattfindet. Zu viele Unsicherheiten betreffend die internationale Reisefreiheit und die Durchführung von Veranstaltungen in Österreich machen eine isa in der ursprünglichen Form in diesem Sommer leider nicht möglich. In der Covid-19-Krise müssen der künstlerische Leiter Johannes Meissl und sein Team die isa ganz neu entwickeln.

Johannes Meissl: „Wir haben in den letzten Wochen die Vorarbeiten für ein Format geleistet, das weit über einen digitalen Notfallplan hinaus auch einen Impuls für eine nachhaltige zusätzliche Schiene für die isa und damit auch für die Zukunft des internationalen künstlerischen Betriebs geben soll.“

isaDigital: Workshops, Vorträge, Unterricht und vieles mehr

Die neuen digitalen Formate der isa sind vom 18. bis 24. August verfügbar. Dabei umfasst die breite Palette Workshops, Vorträge, Konzerte und Dokumentationen bis hin zu einem Wettbewerb für den kreativsten musikalischen Online-Auftritt, einem Kompositionspreis für ein Soundlogo sowie informellen Vernetzungstreffen. Die Teilnahme ist für nationale und internationale Studierende sowie alle Interessierten nach Online-Anmeldung möglich. „Heroes?“, das Jahresthema der isa20, wird dabei aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, hierbei besonders Ludwig van Beethovens Werk in die großen musikgeschichtlichen Linien und Interpretationstraditionen eingeordnet. Wesentliche Impulse kommen dabei von führenden ExpertInnen im Bereich der Aufführungspraxis. Die internationale Wissenschaftskonferenz isaScience wird auf August 2021 verschoben, ist aber 2020 mit einem Beitrag zum Jahresthema vertreten.

Weitere inhaltliche Schwerpunkte der isaDigital sind instrumentenspezifische und musikphilosophische Themen, außerdem Webkurse zu Karriereplanung und Körpertraining (Yoga, Alexandertechnik).

isaFestival: Konzertstreamings und Schätze aus dem Archiv

Für das Festivalpublikum, darunter viele treue Stammgäste, wird es jeden Abend vom 18. bis 24. August Veranstaltungen im Internet geben. Live gestreamte Konzerte sowie bisher unbekannte Schätze aus dem Archiv, Dokumentationen und Filmpräsentationen sind im Angebot und lassen Fans der Kammermusik auf ihre Kosten kommen. Dabei wird auch das besondere Ambiente der Semmering-Rax-Region und der isa-Veranstaltungsstätten zwischen Wien und Baden über filmische Einspielungen transportiert.

Über die isa

Aus einem Meisterkurs für StreicherInnen mit 13 Studierenden im Gründungsjahr 1991 ist in Jahrzehnten konsequenter Entwicklung ein weltweit einzigartiges Projekt geworden. Neben den seit Langem bestehenden Kursen für Soloinstrumente, Kammermusik, Klavier, Gesang, Komposition und zeitgenössische Musik finden seit einigen Jahren auch Angebote für Musikvermittlung (isaOutreach) sowie die Wissenschaftskonferenz isaScience statt.

Anmeldung und Informationen: www.isa-music.org

 

Rückfragen & Kontakt::
Mag. Monika Mistlbachner, BA
isa – Internationale Sommerakademie der
mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
1030 Wien
Tel. +43 664 887 90 819
Email: mistlbachner@mdw.ac.at

 

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Startschuss zur Online-Kampagne von Österreichs Universitäten

25.05.2020

uniko-Präsidentin Seidler: „Ideen, die unser Leben verbessern, werden verständlich präsentiert“

Aussendung uniko, Wien 25. Mai 2020

UNInteressant

UNInteressant? – Ideen, die unser Leben verbessern“: Unter diesem Motto startet am heutigen Montag, 25. Mai, die Österreichische Universitätenkonferenz (uniko) erstmalig eine Online-Kampagne, an der sich alle 22 öffentlichen Universitäten gemeinsam mit dem Wissenschaftsfonds FWF beteiligen. Ziel der Kampagne sei es, so uniko-Präsidentin Sabine Seidler, „eine leicht verständliche Information über den direkten Nutzen von Universitäten und universitär erzeugtem Wissen für die individuelle Lebenssituation zu präsentieren“, und damit auch eine erhöhte Sichtbarkeit der Bedeutung von Forschung, Wissenschaft und Universitäten zu erreichen.

Die ausgesuchten Themen Gesundheit, Kultur & Sport, Technologie, Umwelt, Wirtschaft & Arbeit, Zusammenleben werden jeweils mit Personen verknüpft – und einer direkten Aufforderung auf der Startseite der Homepage: „Schau dir an, was an österreichischen Universitäten geforscht wird, und was das mit deinem Alltag zu tun hat.“ Seidler: „Die vorrangigen Zielgruppen der Kampagne sind Wissbegierige, die sich online informieren, also nicht unbedingt die traditionellen Printmedien nutzen und all jene, die im Alltag nicht mit Universitäten zu tun haben.“

Der Ausbruch der globalen Krise, bedingt durch COVID-19, machte es zwingend notwendig, dass die genannten sechs Themenbereiche auf der Website www.uninteressant.at/ durch einen weiteren, nämlich „Corona Forschung“, ergänzt werden. Dieser enthält nicht nur medizinische Aspekte; so wie auch in allen anderen Wissensgebieten melden sich die wissenschaftlichen, technischen, medizinischen und Kunstuniversitäten mit Beiträgen zu Wort. Die 22 Universitäten und der FWF bewerben die Kampagne mit heutigem Tag auf ihrer jeweiligen Homepage und über Social Media. Das Projektmanagement übernimmt die Universitätenkonferenz gemeinsam mit der Agentur Monopol, die auch das erfolgreiche uniko-Projekt Schrödingers Katze www.schroedingerskatze.at/ betreut.

„Österreichische Universitäten liefern jene Erkenntnisse, die entscheidend dafür sind, wie wir in den nächsten Jahrzehnten leben werden“, hält die uniko-Präsidentin fest. „Es geht um die Fragen: Wie gehen wir mit lebenswichtigen Ressourcen um? Wie gestalten wir unser Zusammenleben? Wie können wir uns vor Krankheiten schützen? Dieses Wissen ist der Schlüssel für unsere Zukunft“, fügt Seidler hinzu. Klement Tockner, Präsident des Wissenschaftsfonds FWF, der als Kooperationspartner die Kampagne unterstützt, ergänzt: „Gerade in der Krise zeigt sich, worauf es ankommt – Wissenschaft und Forschung zählen dazu. Forschende liefern Wissen und Werkzeuge, die unser Leben in vielen Bereichen verbessern und für die Zukunft vorsorgen. Die thematische Vielfalt und hohe Qualität der universitären Forschung ist nicht nur beeindruckend, sondern auch entscheidend für die Innovationskraft und wirtschaftliche Entwicklung Österreichs.“

 

Rückfragehinweis::
Manfred Kadi
Pressereferent
Österreichische Universitätenkonferenz
Floragasse 7/7
1040 Wien
Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24
Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22
Email: manfred.kadi@uniko.ac.at
Homepage: www.uniko.ac.at

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

together now! – The Austrian Soundcloud

27.04.2020

The Austrian Soundcloud

Wien, 1. Mai 2020

Gemeinsam Musik erleben und mitmachen – auch in Zeiten der physischen Distanz durch die Coronakrise : Mit „together now! The Austrian Soundcloud“ gibt die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien gemeinsam mit dem ORF den Menschen in ganz Österreich mit einem virtuellen Konzert die Gelegenheit, ihre Verbundenheit von ihren Fenstern, Balkonen und Wohnzimmern aus musikalisch sicht- und hörbar zu machen. Ganz Österreich ist aufgerufen, am 1. Mai 2020 um 18.00 Uhr Teil einer gigantischen „Klangwolke“ zu werden, mit einem gemeinsamen Programm zu musizieren und zu singen, um ein unüberhörbares Zeichen des Zusammenseins zu setzen.

Aus weit über hundert Homerecordings von Studierenden und Lehrenden der mdw ist in Zusammenarbeit zahlreicher Institute und Einrichtungen der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien eine künstlerisch hochwertige Produktion entstanden, die bei ihrer Ausstrahlung am 1. Mai in ORF III um 18 Uhr zum Mitspielen und Mitsingen einlädt.

 

Programm:

  • Ouvertüre aus Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart
  • Day Tripper von den Beatles (Arr. Sebastian Schneider/Steve Sidwell)
  • Live is life von Opus (Idee & Projektleitung: Judit Varga für die Klasse

Medienkomposition: Herbert Pichler, Philipp Sageder, Patrik Thurner & Benjamin Wuthe für das ipop
Orchesterarrangement: Judit Varga nach Christian Kolonovits

 

Ein Projekt der mdw in Zusammenarbeit von:

  • Rektorat/Vizerektorat für Internationales und Kunst
  • Webern Symphonie Orchester der mdw
  • Institut für Film und Fernsehen – Filmakademie Wien
  • Institut für Komposition, Elektroakustik und TonmeisterInnen-Ausbildung
  • AV-Zentrum
  • Joseph Haydn Institut für Kammermusik, Alte Musik und Neue Musik
  • Institut für Popularmusik – ipop
  • Institut für Schauspiel und Schauspielregie – Max Reinhardt Seminar

Mit Unterstützung des ORF (ORF III)

 

Weitere Details:
mediathek.mdw.ac.at/togethernow
mdw.ac.at/theaustriansoundcloud/

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Lieblingslied gegen Isolation – Musiktherapie als Unterstützung in der Krise

17.04.2020

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und der Österreichische Berufsverband der MusiktherapeutInnen (ÖBM) starten ab 20.04.2020 die Initiative „lieblingslied.at“. Sie soll Menschen in Zeiten der Coronakrise und sozialer Isolation mit Musik und Gespräch unterstützen.

„Das Leben ist kein Wunschkonzert – aber manchmal spielt es dein Lieblingslied.“ So lautet das Motto der Initiative „lieblingslied.at“, das von MusiktherapeutInnen in Österreich ins Leben gerufen wurde. Die Initiative will einen gesellschaftlichen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise (Covid-19) leisten und Menschen in der Isolation unterstützen. Mit den seit Mitte März in Österreich bestehenden Verordnungen, die ein „Physical Distancing“ der Gesellschaft vorsehen, hat sich das öffentliche und private Leben schnell und radikal verändert. Viele Menschen wurden mit einer abrupten Lebensumstellung konfrontiert, die vor dem Hintergrund der sozialen Isolation mit Ängsten und Einsamkeit einhergehen kann. Die Musiktherapie und ihre spezielle Methodik kann diesen Personen eine wichtige und wertvolle Unterstützung bieten. 

Kostenloses Online-Angebot

Das musiktherapeutische Projekt ist ein kostenloses Online-Angebot, das aus Musik und einem Gespräch besteht. Dafür geben TeilnehmerInnen auf der Webseite „lieblingslied.at“ ihren ganz speziellen Musikwunsch bekannt (für Personen ohne Internet auch via Telefonnummer 0043 0664 841 43 43 möglich). Bei einem gemeinsam vereinbarten Termin spielt ein/e MusiktherapeutIn der betreffenden Person das Musikstück am Telefon oder über Videotelefonie vor. Bei komplexen Kompositionen wird das Stück gemeinsam angehört. Auf Wunsch des/der TeilnehmerIn, gibt es im Anschluss die Möglichkeit für ein halbstündiges Gespräch darüber, warum dieses Lied ausgewählt wurde und welche persönliche Bedeutung es für die Person hat.

„Unser Angebot richtet sich an jene Menschen, die von den Ausgangsbeschränkungen am stärksten betroffen sind – etwa ältere Personen, alleinlebende Menschen, Personen mit Corona-assoziierten Risikofaktoren oder psychischen Erkrankungen. Es geht darum, ihnen mit ‚ihrem’ Lied Wertschätzung, Freude und ein positives Erlebnis zu vermitteln und den Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und Verständnis für ihre Ängste und Sorgen zu schenken,“ so Thomas Stegemann, Mit-Initiator von lieblingslied.at und Professor für Musiktherapie an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Mit dem Projekt „lieblingslied.at“ möchte auch die Musiktherapie-Profession ein Zeichen setzen in dieser krisenhaften Zeit: „Wir als Musiktherapeuten_innen können auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen reagieren, notwendige Angebote schaffen und somit die Gesellschaft – ein Stück weit – mitgestalten“, so Stegemann weiter.

Musiktherapie

Musiktherapie ist eine eigenständige, wissenschaftlich-künstlerisch-kreative Therapieform und dient zur Wiederherstellung, Erhaltung oder Förderung seelischer, geistiger und körperlicher Gesundheit. Sie wird für alle Altersgruppen angeboten. Musikalische Vorkenntnisse sind für die Musiktherapie nicht erforderlich.

Im Rahmen der therapeutischen Behandlung fließt Musik aktiv ein. Die KlientInnen bringen durch Klänge, Melodien, Rhythmen von verschiedenen Instrumenten oder der Stimme das eigene Spüren, Erleben und Empfinden zum Ausdruck.

Seit über 50 Jahren werden am Institut für Musiktherapie der mdw MusiktherapeutInnen ausgebildet, die Ausbildung ist damit die älteste akademische Musiktherapieausbildung Europas. Darüberhinaus ist das Institut auch im Forschungsbereich tätig, seit 2013 besteht zudem die Möglichkeit, im Rahmen des PhD-Programms der mdw ein Doktoratsstudium in Musiktherapie zu absolvieren.

www.lieblingslied.at

Telefonnummer: 0043 0664 841 43 43

Start: 20.04.2020

 

Über die mdw

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien.

Über den ÖBM

Der österreichische Berufsverband der MusiktherapeutInnen vertritt seit 1984 die Interessen der in Österreich berufsberechtigten MusiktherapeutInnen. Ende 2019 waren über 400 ausgebildete MusiktherapeutInnen in Österreich sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in Institutionen wie Krankenhäusern, Rehabilitationszentren, etc. tätig. Derzeit werden die Kosten für Musiktherapie im niedergelassenen Bereich von den Sozialversicherungsträgern nicht übernommen (keine Kassenverträge, kein Kostenersatz).

 

Kontakt mdw:

Dr. Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Kontakt zum Projektteam der Initiative lieblingslied.at:

E-Mail: lieblingslied@oebm.org
www.lieblingslied.at

Offener Brief der Universitäten der Künste an die österreichische Bundesregierung

24.04.2020

Die sechs öffentlichen Kunstuniversitäten wenden sich an die Bundesregierung und bieten ihre Expertise an

Wien, 23. April 2020

Sehr geehrte Damen und Herren der Österreichischen Bundesregierung!

Die österreichischen Kunstuniversitäten haben einen gesellschafts-, kultur- und bildungspolitischen Auftrag. Als verantwortliche RektorInnen sind wir aufgrund der derzeitigen COVID-bedingten Entwicklungen des Kunst- und Kultursektors in großer Sorge, dass diese den gesamten Bereich nachhaltig zu beschädigen und Kulturschaffende in existenzielle Not zu stürzen drohen. Wir rufen die gesamte Bundesregierung dringend auf, den Kunst- und Kultursektor mit der gleichen Sorgfalt zu behandeln wie die übrigen gesellschaftlichen Teilbereiche.

Der Kunst- und Kultursektor

  • ist nicht nur der zentrale Pfeiler unseres Selbstverständnisses als Kulturstaat,
  • er ist ein großer Wirtschaftsfaktor (mit ca. 6 Mrd. € jährlicher Wertschöpfung) von dessen Qualität und Vielfalt große Teile der Realwirtschaft existenziell abhängen,
  • er ist mit Sicherheit ebenso relevant für die “Standortqualität” Österreichs, wie die Bildungs- und die Verkehrsinfrastruktur, 
  •  er bietet mehr als 100.000 Personen Beschäftigung, die von den Auswirkungen der Covid-Krise überaus hart betroffen sind und 
  • er ist nicht zuletzt jener Sektor, der unverzichtbar ist für das Funktionieren einer lebendigen Gesellschaft, die aus Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Ansprüchen, Träumen, Hoffnungen, Ängsten und Wahrnehmungen besteht, einer Gesellschaft, die mit Widersprüchen und Gemeinsamkeiten jenseits technokratischer Mechanismen konstruktiv und sozial verträglich umgehen muss.

Wir wollen daher Vorschläge für das Jetzt mit Blick auf das Morgen machen, damit Österreichs Kunst- und Kultursektor auch weiterhin eine wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle im und für den Kulturstaat Österreich haben kann.

In diesem Sinne adressieren wir aus unserer Kompetenz heraus folgende essentielle Forderungen an die gesamte Bundesregierung. Sie wissen aus Ihrer täglichen Arbeitserfahrung wohl am besten, dass angesichts der Komplexität der aktuellen Herausforderungen die Zuständigkeiten der einzelnen Mitglieder der Bundesregierung stärker miteinander verflochten sind, als der bloße Text des Bundesministeriengesetzes vermuten ließe.

Deshalb richten wir diesen Appell an die gesamte Bundesregierung, denn ein wirkungsvolles und zeitgerechtes Handeln erfordert jedenfalls ein konstruktives Zusammenwirken vieler Beteiligter.


Wir wollen dieses Zusammenwirken im Rahmen unserer Möglichkeiten auch gern aktiv unterstützen, indem wir unsere Expertise bei der konkreten Umsetzung der nachstehenden Dringlichkeitsmaßnahmen zur Verfügung stellen:

  1. Sofortige Sicherstellung und Auszahlung der materiellen Existenzgrundlage für freiberuflich oder als EPU tätige Kulturschaffende und für gemeinnützige Kulturvereine jedenfalls bis zum Jahresende 2020,
  2. Ausfallshaftung des Bundes für finanzielle Einbußen all jener Kulturstätten, die aufgrund der Verordnungen im Zusammenhang mit COVID-19 geschlossen oder ihre Ticketkontingente reduzieren müssen,
  3. Finanzierung von Sonderprojekten in öffentlichen Kulturinstitutionen für KünstlerInnen unter 35,
  4. Steuerbefreiung von Kunstankäufen und Künstlerlnnenhonoraren bis Jahresende 2021 (bis zu einem noch zu definierenden Höchstbetrag)

Die österreichischen Kunstuniversitäten halten diese sicher noch nicht abschließend dargestellten Maßnahmen für unverzichtbar, um irreparable Schäden für den Kunst- und Kultursektor abzuwenden. Speziell die noch nicht etablierten KünstlerInnen brauchen besondere Unterstützung. Wir laufen sonst Gefahr eine ganze Generation zu verlieren, die aufgrund ihrer Karrierephase noch weniger auf finanzielle Reserven zurückgreifen können, als etablierte KollegInnen.

Wir bauen in unseren Häusern auf breite Kompetenz in Lehre und Forschung sowie viele Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Sicherung von Kunst und Kultur in Österreich. Mit dieser Expertise stehen wir jederzeit sehr gerne den Mitgliedern der Bundesregierung und ihren Stäben beratend in geeigneter Form zur Verfügung, mit Blick auf große Zusammenhänge, Detailplanungen, Folgenabschätzung geplanter Maßnahmen und anderes mehr.

Die Rektor_innen der österreichischen öffentlichen Kunstuniversitäten:

Gerald Bast (Universität für angewandte Kunst Wien) / Elisabeth Gutjahr (Universität Mozarteum Salzburg) / Johan F. Hartle (Akademie der bildenden Künste Wien) / Brigitte Hütter (Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz) / Georg Schulz (Universität für Musik und darstellende Kunst Graz) / Ulrike Sych (mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

Dirigentin Marin Alsop tritt Residency an der mdw an

05.03.2020

RSO-Chefdirigentin als erste Frau im Bereich Orchesterdirigieren

Wien, 5. März 2020

 

Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst konnte ab dem Sommersemester 2020 RSO-Chefdirigentin Marin Alsop als Artist in Residence gewinnen und damit weitere Schritte in ihrem Bemühen um Chancengleichheit setzen. Maestra Alsop wird im Rahmen dieser Kooperation in regelmäßigen Masterclasses mit Studierenden der mdw arbeiten und ihr Wissen weitergeben. Marin Alsop ist die erste Frau, die in der mehr als 200-jährigen Geschichte der mdw im Bereich Orchesterdirigieren unterrichtet.

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den ausgezeichneten Studierenden und Lehrenden der mdw, einer Institution, die unter der Leitung von Rektorin Ulrike Sych im 21. Jahrhundert Zeichen setzt. Das Engagement der mdw für Vielfalt mit der Unterstützung von Vizerektorin Gerda Müller ist beispielgebend für Institutionen weltweit. Junge Dirigentinnen und Dirigenten mit den inneren Mechanismen eines Orchesters wie dem RSO vertraut zu machen, ist eine Chance, die anderswo unübertroffen ist und sie exponentiell in ihrer beruflichen Karriere voranbringt“, so Marin Alsop.

Rektorin Ulrike Sych freut sich außerordentlich über diese Kooperation: „Mit Marin Alsop als einer der herausragenden Dirigentinnen unserer Zeit schaffen wir Sichtbarkeit für ein nach wie vor von vorwiegend männlichen Dirigenten besetztes Berufsfeld. Als international erfolgreiche Dirigentin hat sie Vorbildwirkung für die junge Generation, vor allem für Nachwuchskünstlerinnen.“

Intensive Zusammenarbeit mit dem RSO Wien und Marin Alsop

Die mdw intensiviert damit ihre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Radio Symphonieorchester Wien und dessen neuer Chefdirigentin. Marin Alsop ist die erste weibliche Chefdirigentin eines großen Symphonieorchesters in Österreich und wählte für ihre Eröffnungskonzerte im Oktober mehrere zeitgenössische Werke von Frauen. Rund um Alsops Antritt in Wien organisierte die mdw in Kooperation mit dem RSO Wien, Wien Modern und dem Wiener Konzerthaus die Veranstaltungsreihe „fifty fifty in 2030. Gender equality in music, ten years from now“ mit Lectures für Komponistinnen, Masterclasses für Dirigentinnen und eine Podiumsdiskussion über die fehlende Gleichstellung in der klassischen Musik.

„Die Zusammenarbeit zwischen dem RSO Wien und der mdw hat sich schon seit vielen Jahren bewährt und nun intensiviert. Wir freuen uns sehr, dass unsere Chefdirigentin Marin Alsop an der mdw unterrichtet. Sie ist eine fantastische Dirigentin und eine hervorragende Lehrerin, die den jungen Dirigentinnen und Dirigenten mit einem nachahmenswerten Beispiel voran geht“, so RSO Wien-Intendant Christoph Becher.

Frauen in Musikberufen

Marin Alsop steht seit 2007/08 dem Baltimore Symphony Orchestra vor und leitete damit als erste Frau ein großes amerikanisches Orchester. 2013 dirigierte sie ebenfalls als erste Frau die Last Night of the Proms in London. Alsop engagiert sich intensiv für die Förderung der Karrieren junger Dirigentinnen und plädiert für konkrete Unterstützungsangebote in der Ausbildung. Sie gründete 2002 die Taki Concordia Conducting Fellowship (www.takiconcordia.org), um Dirigentinnen zu ermutigen, zu fördern und zu unterstützen. Von den 23 Preisträgerinnen sind derzeit 16 Musikdirektorinnen weltweit.

Ulrike Sych setzt als Rektorin der mdw gezielt auf mehr Gender- und Diversitätsförderung für Bereiche in der klassischen Musik, in denen Frauen nach wie vor eklatant unterrepräsentiert sind wie Dirigieren und Komponieren. An der mdw lag der Frauenanteil in der Studienrichtung Dirigieren 2019 bei 23,2 Prozent.

Veranstaltungstipp

„...im Dialog mit Marin Alsop“ – Gespräch mit Marin Alsop zu ihrer Arbeit in der Community

12. Mai 2020
18.00 Uhr
Fanny Hensel-Saal
mdw– Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Anton-von-Webern-Platz 1
1030 Wien

 

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

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Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
Tel.: +43 1 71155-7430
E-Mail: piller@mdw.ac.at

 

„Big Seller“ - Das Beethoven-Jahr 2020 an der mdw

20.01.2020

Mit einer Reihe von unterschiedlichen Projekten feiert die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag.

Wien, 20. Jänner 2020

Ludwig van Beethoven, „Big seller“ des Klassikbetriebs und der Komponist mit den wohl unterschiedlichsten Gesichtern: Einerseits vom Adel gefördertes Modell-Genie und Rebell gegen Konventionen, genauso aber erste Adresse, wenn Staatstragendes und Affirmatives gebraucht wurde und wird. Darüber hinaus klassischer Vollender und Visionär, Improvisator und penibler Ausarbeiter, Bestseller und Herrscher über alle musikalischen Kanons. Doch wer ist diese übergroße Figur und der gleichzeitig doch so allzu-menschliche Mensch? Mit diesen Fragen setzen sich Angehörige/Studierende/Lehrende der mdw das ganze Beethoven-Jahr über in unterschiedlichen Formen auseinander.

Rektorin Ulrike Sych: „Das vielseitige Programm des Beethoven-Jahres an der mdw widerspiegelt die thematische Diversität der Universität. Das historische Erbe des Künstlers wird aus einer Gegenwartsperspektive heraus beleuchtet.“

Das Phänomen

Die KünstlerInnen und Wissenschaftlerinnen nähern sich dabei in Kooperation mit zahlreichen internationalen Gästen und Wiener Kulturinstitutionen dem „Phänomen“ Ludwig van Beethoven aus verschiedensten Perspektiven an. So feiern etwa die MusikpädagogInnen den Komponisten in Form der „Beethoven Gassenhauer“. Im Schlosstheater Schönbrunn, einem der schönsten Barocktheater Österreichs, wird unter dem Namen Akademie ein Konzert stattfinden, „wie Beethoven es gegeben haben könnte“. „Looking 4 Ludwig“ wiederum ist ein Stationen-Konzert im Rahmen des Beethoven-Festes des Theaters an der Wien „Beethoven 250“. Das internationale Symposium „Beethoven-Geflechte“ beleuchtet Beethoven vor dem Hintergrund adeliger und anderer Netzwerke. Und nicht zuletzt findet der 16. Internationale Beethoven Klavierwettbewerb statt, dessen Finale im Großen Saal des Wiener Musikvereins einen weiteren Höhepunkt im Beethoven-Jahr der mdw darstellt. Der Internationale Beethoven-Klavierwettbewerb ist der älteste und wichtigste internationale Klavierwettbewerb Österreichs.

 

Ausgewählte Highlights:

 

  • 22.4.2020, 18.30: Beethoven Gassenhauer Studierende & Lehrende der Musikpädagogik feiern Beethoven Neuer Konzertsaal Rennweg 8, 1030 Wien
  • 14.5.2020: Finale des Internationalen Beethoven Klavierwettbewerbs Musikverein, Großer Saal, Musikvereinsplatz 1, 1010 Wien
  • 25.5.2020, 19.00: „Akademie“ – ein Konzert wie Beethoven es gegeben haben könnte Schlosstheater Schönbrunn, Schönbrunner Schlossstraße 47, 1130 Wien
  • 6.7.2020 (18.30) & 7.6.2020 (11.00): „Beethoven et cetera“ Konzerte „Best-of-Session“ und Mettis Quartet (ECMA Alumni) als Abschluss der Session der European Chamber Music Academy (ECMA) Grafenegg, Grafenegg 10, 3485 Grafenegg
  • 15.12.2020, 18.00: UNSTERBLICH–GELIEBT – Beethoven und die Weltliteratur Joseph Haydn-Saal, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

 

Weitere Details:
mdw.ac.at/beethoven2020

Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 24 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien. Weitere Informationen unter: www.mdw.ac.at/

 

Kontakt:

Doris Piller
mdw Presse/Büro der Rektorin
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E-Mail: piller@mdw.ac.at