Die Klimakrise fordert nicht nur neue politische und technologische Lösungen, sondern auch neue Formen des Denkens, Wahrnehmens und Forschens. Der Vortrag stellt das EcoArtLab als transdisziplinären Experimentierraum vor und diskutiert anhand von Fallbeispielen, wie durch künstlerisch forschende Ansätze ökologische Zusammenhänge erfahrbar macht, relationale Perspektiven eröffnet und alternative Zukunftsvorstellungen erprobt werden. Klima-Kunst-Forschung erscheint dabei weniger als Wissenschaftskommunikation denn als eigenständige epistemische Praxis im Umgang mit den Herausforderungen der Klimakrise.

 

Yvonne Schmidt

(sie/ihr) ist Professorin und Leiterin des EcoArtLab sowie verantwortlich für das Forschungsfeld Kunstvermittlung an der Hochschule der Künste Bern (HKB). In Lehre und Forschung beschäftigt sie sich mit künstlerischer Forschung, Transdisziplinarität, Performance und Disability, Kunstvermittlung und Klimawandel, Kuratieren als politische Praxis sowie der (digitalen) Transformation von Kulturinstitutionen. Zu ihren aktuellen Forschungsprojekten zählen „Accessibility in Children’s theatre as a Learning Tool" und „EcoArtLab. Relationale Begegnungen zwischen den Künsten und der Klimaforschung“, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert werden. Weitere Informationen: www.ecoartlab.ch.