Ringvorlesungen

Sommersemester 2016:

3. Ringvorlesung, 8. April 2016:

"Fit on Stage - das ist kein Zufall - Individuelles Coaching und Performing Science an der mdw"


Sich am Podium wohlzufühlen und die erforderliche Leistung souverän abliefern zu können setzt viele Kompetenzen voraus: Haltungs- und Bewegungskompetenz, Konzentrationsfähigkeit, mentales Training, Stressresistenz und mehr.  Das kann man lernen!

 

 

 

Bernhard Riebl

Klavierkammermusiker (Diplom Instrumentalstudium) Atem- und Bewegungslehrer, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation (Schwerpunkte Musikermedizin, Osteopathie). Vorträge Atem- und Musikphysiologie, Workshops Atem- und Bewegungsarbeit. Unterrichtet seit 1986 an der mdw (VL, Seminare, EU). Leitung der Abteilung für Integrative Atem-, Stimm- und Bewegungsschulung am Institut 13.

www.MusikundGesundheit.at

Foto: ©privat

 

 

Matthias Bertsch

Biofeedbacktrainer und Trompeter. Seine Schwerpunkte sind Forschungen zu akustischen, psychoakustischen und physiologischen Aspekten der Tonerzeugung auf Musikinstrumenten. Seit 1992 an der mdw, Promotion 1998 in den Fachbereichen Musikalische Akustik sowie Musikalische Physiologie, Habilitation 2003. Seit 2008 Dozent an der Abteilung IASBS und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Musik und Medizin.

www.DrTrumpet.eu

Foto: ©Christoph Stantejsky

 


 

Wintersemester 2015/16:

2. Ringvorlesung, 4. Dezember 2015

"Ich spielte mit Schmerz, aber ich spielte doch" - Schmerzhafte Überlastungen bei Musikern: Mechanismen, Rehabilitation und Vorbeugung

Prof. Dr. med. Dipl. Mus. Hans-Christian Jabusch, Leiter des Instituts für Musikermedizin (IMM) an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden

 


 


Hans-Christian Jabusch

Hans-Christian Jabusch leitet neben der klinischen Tätigkeit am IMM das Kursprogramm zur Musikergesundheit an der Hochschule für Musik Dresden.

Er studierte Klavier (Hochschule für Musik Würzburg; Klasse Prof. Norman Shetler) und Medizin und war zunächst für drei Jahre am Uniklinikum Regensburg in der Inneren Medizin ärztlich und wissenschaftlich tätig. Anschließend verbrachte er acht Jahre als klinischer und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und habilitierte sich in der systematischen Musikwissenschaft.

Sein wissenschaftliches Interesse gilt musikphysiologischen Themen und der Performanzforschung, so z.B. dem sensomotorischen Lernen bei Musikern und der Evaluation und Optimierung musikalischer Übestrategien. Klinische Forschungsschwerpunkte bilden die Pathophysiologie, Diagnostik, Therapie und Prävention spielbedingter Gesundheitsstörungen bei MusikerInnen.


Foto: ©Privat
 
 
 
 

Nachlese zur 2. Ringvorlesung

Am 4. Dezember 2015 fand im Clara Schumann-Saal der mdw die Ringvorlesung „Ich spielte mit Schmerz, aber ich spielte doch" statt. Den Titel der Vorlesung entnahm Hans-Christian Jabusch einem Brief von Clara Schumann an ihren Freund, den Komponisten, Pianisten und Dirigenten Johannes Brahms. Mit "Ich spielte mit Schmerz, aber ich spielte doch" beschrieb Schumann jene Handschmerzen, die sie beim Klavierspiel zu Brahms Kompositionen bekam und ihre Laufbahn als Musikerin in Folge beeinflussten. Im Laufe der Vorlesung erzählte Hans-Christian Jabusch über Clara Schumann als Künstlerin und ihre Freundschaft zu Johannes Brahms.

 

v.l.n.r.: Prof. Thomas Stegemann (Steuerungsgruppe "Kunst und Gesundheit"), Norman Shetler (Pianist, Puppenspieler und Hochschullehrer), Prof. Hans-Christian Jabusch, Prof. Bernhard Riebl (Leiter d. Abteilung Integrative Atem-, Stimm- und Bewegungsschulung am Institut f. Musik- u. Bewegungserziehung sowie Musiktherapie) ©Sandra Bruckschwaiger

 

Unter den Gästen im Auditorium befand sich auch Norman Shetler (siehe Gruppenfoto), ehemaliger Klavierlehrer von Hans-Christian Jabusch und von 1991 bis 1999 ordentlicher Professor für Klavier an der damaligen Abteilung für Sologesang der mdw.

Um Schmerzen beim Musizieren vorzubeugen empfahl Prof. Hans-Christian Jabusch gegen Ende seines Vortrags unter anderem:
"Mehrere Pausen während des Übens, aber vor allem: ein Üben mit Freude!"

 
 

 

1. Ringvorlesung, 9. Oktober 2015:

"Das rechte Maß an Spannung: vom Lampenfieber zur Auftrittsangst - und zurück!"

Prof.in Dr.in med. Maria Schuppert, Leiterin des Bereichs "Musik & Gesundheit" der Hochschule für Musik Würzburg

 


 

Maria Schuppert

Maria Schuppert studierte Medizin in Würzburg, Hannover und San Francisco. Die Promotion zum „Dr. med.“ erfolgte 1988 an der Universität Würzburg. Ihre Schulzeit und das Studium waren von intensiven musikalischen Aktivitäten begleitet, insbesondere mit den Instrumenten Blockflöte und Viola.

Seit 1993 befasst sie sich in Lehre, Sprechstunde und Forschung mit den physiologischen und psychologischen Grundlagen des Musizierens und des musikalischen Lernens. Ihr Schwerpunkt ist die Prävention, Diagnostik und Therapie musikerspezifischer Belastungen und Erkrankungen.
Von 1993 – 1999 war sie ärztlich-wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover mit Forschungen zur Biomechanik der Musikerhand sowie zur zentralnervösen Musikverarbeitung, von 2002 - 2008 Dozentin für Musikphysiologie und Stimmphysiologie am Institut für Musik der Hochschule Osnabrück, von 2001 – 09/2014 Dozentin für Musikphysiologie und Musikermedizin an der Hochschule für Musik Detmold sowie von 2009 - 2014 Professorin und Leiterin des Zentrums für Musikergesundheit dieser Hochschule.

Seit Oktober 2014 vertritt Maria Schuppert den Bereich „Musik & Gesundheit" an der Hochschule für Musik Würzburg. Sie ist Mitherausgeberin der Fachzeitschrift „Musikphysiologie und Musikermedizin“ und hat zahlreiche musikphysiologische und musikermedizinische Fachartikel und Buchbeiträge publiziert.

Seit November 2011 ist Maria Schuppert Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin (DGfMM).

 
Foto: ©privat