22. Internationales Symposium des Österreichischen Orgelforums in Klagenfurt vom 10. bis 13. Oktober 2019

"Orgelland Kärnten - ökumenisch und vielfältig"

Vorträge, Diskussionen, Exkursionen, Konzerte – ein bunt gemischtes Programm erwartet Sie beim 22. Internationalen Orgelsymposium des Österreichischen Orgelforums in Klagenfurt.

Man darf gespannt sein, welche Spezifika dieses Bundesland zu bieten hat. Es beginnt damit, dass die evangelische Glaubensgemeinschaft hier stärker vertreten ist als in anderen österreichischen Regionen (das Burgenland ausgenommen). Wir haben den Kärntner Superintendenten Mag. Tomas Sauer für den Eröffnungsvortrag gewonnen; bei den aufgesuchten Kirchen werden sich evangelische und katholische diesmal fast die Waage halten. Nicht zuletzt werden wir das Instrument in der evangelischen Kirche von Zlan sehen und hören, das sowohl von der Baugeschichte als auch von der Anlage her völlig aus dem Rahmen fällt. In Kärnten trifft man von jeher Überschneidungen in der Bevölkerung und im Kulturellen an (oft mehr als man annimmt!). Daher finden sich im Tagungsprogramm Referate zu den Verbindungen in den kroatischen, den friaulischen und den slowenischen Raum. Was letzteren betrifft, so hat die Gottesdienstgestaltung dieser Bevölkerungsgruppe auch zu einer speziellen Orgelpraxis geführt. Im Landeskonservatorium kann man eines der wenigen erhaltenen Instrumente des eigenwilligen Orgelbauers Hubert Neumann besichtigen, was ein Anstoß ist, sich mit dem Aufbruch in der Kärntner Orgellandschaft zu beschäftigen, den es zwischen 1950 und 1980 gegeben hat. Eine weitere Klagenfurter Besonderheit sind die beiden Orgeln im Dom, die klanglich gesehen fast als Partner agieren; das wird man im ersten der drei Orgelkonzerte und beim abschliessenden Gottesdienst erleben können.

Mathisorgel des Domes zu Klagenfurt (Quelle: Zentrum für Orgelforschung)