Auftakt ins Jubiläumsjahr: „Ligeti 100“ an der mdw

Die Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien stehen ab 28. Jänner 2023 unter dem Motto „Ligeti 100“ und präsentieren eine Erstaufführung unveröffentlichter Jugendwerke des Jahresjubilars György Ligeti.

Wien, 25. Jänner 2023

Seit 1993 veranstaltet das Ludwig van Beethoven Institut für Klavier in der Musikpädagogik die jährlichen Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik, in denen Studierende des Instituts mit renommierten internationalen Komponist_innen ein künstlerisches Programm erarbeiten und dann im Rahmen eines Abschlusskonzerts dem Publikum vorstellen. Ab 28. Jänner stehen die „Wiener Tage“ 2023 anlässlich des 100. Geburtstag des 2006 verstorbenen ungarischen Komponisten mit einem dichten und anspruchsvollen Programm ganz im Zeichen von „Ligeti 100“. „György Ligeti war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Musik nach 1945 und unter seinen Klavierwerken faszinieren besonders die Etüden, die zu den herausforderndsten ihrer Gattung zählen“, so die Organisatoren Johannes Marian und Albert Sassmann, die für das Abschlusskonzert der „Wiener Tage“ am 1. Februar ein „echtes Highlight“ ankündigen: die österreichische Erstaufführung von bislang unveröffentlichten Jugendwerken Ligetis, die Schott Music im Laufe des Jubiläumsjahres herausgeben wird und den Studierenden des Ludwig van Beethoven Instituts für die Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik exklusiv vorab zur Verfügung stellt.

Als Gastdozent der Klavier-Tage ist der ungarische Pianist Gábor Csalog eingeladen, der mit den Studierenden besagte frühe, aber auch weitere bedeutende Klavierwerke Ligetis in dreitägigen Masterclasses erarbeiten wird: darunter die Chromatische Phantasie – Ligetis einziger Ausflug in die Zwölftontechnik, aber auch seinen deutlich später entstandenen Zyklus Études – hochvirtuose Konzertetüden in der Tradition von Chopin, Liszt und Debussy, die zugleich eine „Projektionsfläche für Ligetis weiten Horizont und sein Interesse für die unterschiedlichsten Gebiete aus Kunst, Wissenschaft oder Musikethnologie dienen“, so Albert Sassmann.

Zu den weiteren Highlights aus dem György Ligeti gewidmeten Jubiläums-Programms an der mdw zählt das Konzert „Ligeti 100“ am 30. Jänner im Joseph Haydn-Saal der mdw mit Werken aus verschiedenen Schaffensperioden des Komponisten, darunter das Konzert für Violoncello und Orchester aus dem Jahr 1966 sowie das Klavierkonzert, komponiert zwischen den Jahren 1985 bis 1988. Das Konzert wird über die mdw-Mediathek live gestreamt.

Im Fokus der Wissenschaft steht György Ligeti von 10.-13. Mai 2023 in einem in Wien und Budapest veranstalteten Symposium des Instituts für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der mdw in Kooperation mit dem Institut für Musikwissenschaft des Research Center for the Humanities in Budapest und der Paul Sacher Foundation in Basel.

Programm
„Wiener Tage der zeitgenössischen Klaviermusik“
Eröffnungskonzert mit Gábor Csalog
Werke von Béla Bartók, György Ligeti, Johann S. Bach und György Kurtág
Samstag, 28. Januar, 19 Uhr

Schlusskonzert mit Studierenden des Ludwig van Beethoven Instituts für Klavier in der Musikpädagogik 
Mittwoch, 1. Februar, 19 Uhr

Neuer Konzertsaal, Rennweg 8, 1030 Wien


„Ligeti 100“
30. Jänner 2023, 18 Uhr

Konzert für Violoncello und Orchester
Ramifications für Streichorchester
Kammerkonzert für 13 Instrumentalisten
Konzert für Klavier und Orchester

Manuel Schager (Cello) und Sang Ah Park (Klavier)
Webern Ensemble Wien
Leitung: Jean-Bernard Matter, Jaime Wolfson

Joseph Haydn-Saal, Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien
Live-Stream: live.mdw.ac.at


Über die mdw
Die mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien zählt zu den weltweit größten und renommiertesten Universitäten für Musik, Theater und Film. Über 3.000 Studierende aus mehr als 70 Ländern genießen in 115 Studienrichtungen aus den Bereichen Musik, darstellende Kunst, Wissenschaft, Forschung und Pädagogik ihre Ausbildung. Zu den insgesamt 25 Instituten der mdw gehören u.a. das Max Reinhardt Seminar sowie die Filmakademie Wien.


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