BENUTZUNGSORDNUNG: Netzwerk und E-Mail*


I. Verpflichtungen des Benutzers:

 

  1. Der Benutzer ist verpflichtet, die Benutzungsordnung zu beachten und den Anweisungen des zuständigen Personals (Zentraler Informatikdienst (ZID)) Folge zu leisten.
  2. Der Benutzer hat dafür Sorge zu tragen, dass die ihm zur Verfügung gestellte Netzwerkinfrastruktur und die angebotenen Dienste nicht von Dritten in unzulässiger Weise verwendet werden.
  3. Der Benutzer trägt die volle Verantwortung für die Verwendung seiner Benutzungsbewilligung. Eine Weitergabe der Benutzungsbewilligung an andere Personen ist nicht gestattet. Der Benutzer hat sein Passwort geheim zu halten.
  4. Bei Verdacht auf Missbrauch der eigenen bzw. anderer Benutzungsbewilligungen hat der Benutzer den ZID auf den Verdacht hinzuweisen.
  5. Wenn ein Benutzer Dienste der Universität in Anspruch nimmt, um Zugang zu anderen Netzwerken oder Diensten zu erlangen, dann muss der Benutzer auch die Regelungen für dieses andere Netzwerk einhalten.
  6. Ein Benutzer kann für alle Schäden, die er am Netzwerk, den Diensten der Universität und Diensten von Dritten verursacht, verantwortlich und haftbar gemacht werden.
  7. Der Benutzer darf keine Manipulationen an der Infrastruktur und an den Diensten des Netzwerkes der Universität vornehmen.
  8. Das widerrechtliche Kopieren von EDV-Programmen ist untersagt. Werden Kopien widerrechtlich angefertigt, haftet der Benutzer für vom Lizenzgeber an die Universität gestellte Ansprüche.


II. Unzulässige Verwendung:

 

  1. Eine Verwendung für kommerzielle oder gewerbliche Zwecke ist nicht gestattet.
  2. Eine Verwendung mit dem Ziel von illegalen Handlungen sowie der Versuch, unberechtigten Zugang zu Systemen, Software, Diensten oder Informationen zu erlangen, ist unzulässig.
  3. Das Verbreiten von kommerzieller Werbung ist unzulässig.
  4. Jede Nachrichtenübermittlung, welche die öffentliche Ordnung und Sicherheit oder die Sittlichkeit gefährdet oder welche gegen Gesetze verstößt, ist unzulässig.
  5. Jegliche Verwendung, die andere Benutzer oder Anbieter von Diensten behindert oder das gute Funktionieren der Dienste oder daran angeschlossener Netzwerke stört, ist unzulässig.
  6. Die unberechtigte Vervielfältigung und Verteilung von Software sowie jede Art der Verwendung, die im Widerspruch zum Urheberrechtsgesetz steht, sind unzulässig.


III. Entzug der Benutzungsbewilligung:

 

  1. Der ZID behält sich das Recht vor, aktive Netzwerkverbindungen eines Benutzers zu unterbrechen, wenn eine unzulässige Verwendung entdeckt wird. Im Wiederholungsfall kann dem Benutzer die Benutzungsbewilligung entzogen werden.


IV. Weitere einzuhaltende Bestimmungen:

 

  1. Datenschutzgesetz
  2. Österreichische Strafgesetze (insbesondere § 126 StGB, "Datenbeschädigung" und § 148 a StGB, "Betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch")
  3. Fernmeldegesetz 1993
  4. Urheberrechtsgesetz
  5. Bestehende Benutzungsordnungen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien sind zu beachten.


Datenbeschädigung

§ 126 a. (1) Wer einen anderen dadurch schädigt, dass er automationsunterstützt verarbeitete, übermittelte oder überlassene Daten, über die er nicht oder nicht allein verfügen darf, verändert, löscht oder sonst unbrauchbar macht oder unterdrückt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
(2) Wer durch die Tat an den Daten einen 3000 € über-steigenden Schaden herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen, wer einen 50.000 € übersteigenden Schaden herbei-führt, mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

Betrügerischer Datenverarbeitungsmissbrauch

§ 148 a. (1) Wer mit dem Vorsatz, sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, einen anderen dadurch am Vermögen schädigt, dass er das Ergebnis einer automationsunterstützten Datenverarbeitung durch Gestaltung des Programms, durch Eingabe, Veränderung, Löschung oder Unterdrückung von Daten oder sonst durch Einwirkung auf den Ablauf des Verarbeitungsvorgangs beeinflusst, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.
(2) Wer die Tat gewerbsmäßig begeht oder durch die Tat einen 3000 € übersteigenden Schaden herbeiführt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, wer durch die Tat einen 50.000 € übersteigenden Schaden herbeiführt, mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren zu bestrafen.

* Es sei darauf hingewiesen, dass diese Benutzungsordnung geschlechtsneutrale Formulierungen verwendet.