Korrepetition

.....Es ist schon wichtig, dass man an gewissen Stellen dem Sänger unbedingt akustisch Vortritt lässt. Aber musikalisch hat der Pianist in sehr vielen Fällen – also ab Schubert und dann immer mehr in der späten Romantik – mehr zu sagen als der Sänger. Heute sei es nicht mehr gängig, dass sich der Pianist dem Sänger unterordne. Die Sänger seien sich heute bewusst, was das Klavier zu sagen hat und musikalisch zu bestimmen hat. (Helmut Deutsch: Gesang auf Händen tragen, 2019). Die russische Liedpianistin Elena Larina sieht sich am Klavier als Partnerin mit ausgeprägtem Teamgeist. Wie ihr Mentor und Lehrer Helmut Deutsch spricht sie von Gleichberechtigung von Gesang und Klavier.

Ihre Begeisterung für Musik und Literatur zeigte sich bereits in jungen Jahren. Nachdem sie das Lysenko-Musikgymnasium in Kiew besuchte, absolvierte sie dort ihr Klavier- und
Musikwissenschaftsstudium an der Nationalen Tschaikowsky-Musikakademie. Die Passion für die deutsche Liedkunst brachte sie 1997 an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie bei David Lutz studierte: ...er hat mich Stiltreue, die Musik der Wiener Klassik und Schuberts gelehrt und von Helmut Deutsch habe ich an der Münchner Musikhochschule gelernt, meine eigene Klangfarbe am Klavier zu finden und meine Persönlichkeit als Liedpianistin zu entfalten.


Die Klaviermanufaktur Bösendorfer hat sie 2003 als weltweit erste Liedbegleiterin in der Nachfolge vieler bedeutender Künstler wie David Lutz und Helmut Deutsch zum Bösendorfer Artist ernannt. 2005 erhielt sie einen Lehrauftrag für Korrepetition am Institut für Gesang der Wiener Musikuniversität. Larina versteht ihre Lehrtätigkeit als Vokalcoaching, welches vor allem das Vermitteln von stilistisch präziser Interpretation, korrekter Intonation und Aussprache und Sprachgestaltung umfasst.

Aufgrund ihrer Mehrsprachigkeit ist es ihr möglich, mit den jungen Sängerinnen und Sängern Werke auf Italienisch, Deutsch und Französisch ebenso wie das slawische Gesangsrepertoire (von Komponisten wie Tschaikowsky, Dvořák, Szymanowski u.a.) zu erlernen, ein Fach, das an der Wiener Musikuniversität - in Österreich einmalig - von Elena Larina angeboten wird. In den letzten fünf Jahren hat für die Künstlerin neben dem Liedcoaching das Operncoaching zunehmend an Bedeutung gewonnen. Anerkannte Solistinnen und Solisten der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera, des Bolschoi und der Mailänder Scala wie z.B. Lybov Petrova, Maija Kovalevska und Dmitry Korchak kommen nach Wien, um mit ihr neue Opernpartien einzustudieren.


Thomas Hampson, für dessen Liederabend sie 2007 kurzfristig mit Mathias Hausmann in der Kölner Philharmonie eingesprungen ist, lobte ihre Fähigkeiten als Liedbegleiterin: In my experience and exposure to Ms. Larina’s talents, it is clear that she possesses outstanding pianistic abilities, a fine technique, exceptional musicality, and the serious determination required for a musical profession. Seit 2007 wird die Pianistin regelmäßig als Liedcoach des Young Singers Project, als Korrepetitorin und Solistin von den Salzburger Festspielen eingeladen. Ihre Konzerttätigkeit führte sie außerdem in den Musikverein, ins Wiener Konzerthaus, in die Londoner Wigmore Hall, die Kölner Philharmonie, ins Opernhaus Riga, nach Südkorea und in die USA.

Heute gibt sie ihr in Meisterkursen bei Dietrich Fischer-Dieskau, Christa Ludwig, Roger Vignoles und Brigitte Fassbaender erworbenes Wissen weiter und ist als Liedpianistin von Sängern wie Daniel Johannsen, Mathias Hausmann, Robert Holl, Klemens Sander, Markus Werba und Andrei Bondarenko sehr gefragt.

©zur Verfügung gestellt

E-Mail-Adresse:
larina@mdw.ac.at

Homepage
www.elenalarina.com