Lied und Oratorium

Wurde in Rotterdam geboren. Robert Holl gewann im Alter von 24 Jahren den ersten Preis beim „Internationalen Gesangswettbewerb in s’Hertogenbosch“. Danach studierte er bei Hans Hotter in München; 1972 gewann er den ersten Preis beim ARD Wettbewerb allda.

1973 wurde er an die Bayrische Staatsoper München engagiert, wo er bis 1975 blieb. Robert Holl trat in den folgenden Jahren vorwiegend als Konzertsänger in Erscheinung und arbeitete regelmäßig mit Dirigenten wie Eugen Jochum, Karl Richter und Wolfgang Sawallisch. Seit einiger Zeit ist er wieder mehr in Opernproduktionen zu hören und zu sehen. Er war Gast an der Wiener Staatsoper, der Brüsseler Oper und seit 1991 am Zürcher Opernhaus mit Partien wie Sprecher und Sarastro  („Die Zauberflöte“) und Basilio („Barbier von Sevilla“) unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Nikolaus Harnoncourt, Franz Welser-Möst, Karajan, Giulini, Leinsdorf, Bernstein, Chailly, Fedoseev und Pretre.

An der Deutschen Staatsoper Berlin trat Robert Holl unter Daniel Barenboim als Landgraf Hermann („Tannhäuser“), als Hans Sachs („Die Meistersinger von Nürnberg“), als Daland („Der Fliegende Holländer“) und als Komtur („Don Giovanni“) auf. An der Wiener Staatsoper sang er unter Christian Thielemann die Partie des Landgraf Hermann und den König Marke („Tristan und Isolde“). Auch in den kommenden Spielzeiten wird Robert Holl an der Deutschen Staatsoper Berlin, an der Wiener Staatsoper und an der Hamburgischen Staatsoper mit großen Partien des Wagnerfaches wie Landgraf Hermann, Hans Sachs oder König Marke gastieren. Bei den Bayreuther Festspielen war Robert Holl seit 1996 als Hans Sachs („Die Meistersinger von Nürnberg“) zu hören und wurde für seine Leistung hoch gelobt. Im Sommer 2004 verkörperte er in Bayreuth erstmals die Partie des Gurnemanz in einer Neuproduktion von Wagners „Parsifal“ unter der künstlerischen Leitung von Pierre Boulez. Ab 2008 sang er in Bayreuth den König Marke in "Tristan".

Neben seinem Engagement an diversen Opernhäusern hat sich Robert Holl einen Namen als erfolgreicher Konzertsänger gemacht. Er hat unter den renommiertesten Dirigenten Europas und den USA in Europa, Amerika und Japan gesungen. Robert Holl gilt als einer der großen Liedsänger unserer Zeit. Seine besondere Vorliebe gilt dem deutschen und dem russischen Lied. Mit der Plattenfirma Preiser Records verbindet ihn eine lange Zusammenarbeit mit zahlreichen Liedaufnahmen. Liederabende führen den Künstler regelmäßig in die internationalen Musikzentren.

Robert Holl komponiert selbst Lieder und Klavierstücke, die zum Teil vom renommierten Musikverlag Doblinger herausgegeben und auf CD erschienen sind. Neben seiner Tätigkeit als Sänger hält er regelmäßig Meisterkurse. Weiters ist Robert Holl künstlerischer Leiter von „Schubertiaden“ in Holland und Österreich.

Im Oktober 1990 wurde Robert Holl der Kammersänger Titel verliehen. Im März 1997 wurde er Ehrenmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, im Juli 1997 Ehrenmitglied des Festivals „Carinthischer Sommer“. 1998 wurde er zum ordentlichen Professor für Lied und Oratorium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (Institut für Gesang und Musiktheater) ernannt.

Robert Holl wurde in Österreich mit dem Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft 1. Klasse ausgezeichnet.

 

 

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em.o.Univ.-Prof. Km.Sgr. Robert Holl

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