
Die vierte Ausgabe des International Journal of Music Mediation (IJMM) widmet sich einem Thema, das in den letzten Jahren zunehmend an Dringlichkeit gewonnen hat: der Transformation. In gesellschaftlichen, kulturellen, technologischen und politischen Bereichen führen tiefgreifende Veränderungen nicht nur zu einer Neugestaltung der Art und Weise, wie Musik geschaffen, aufgeführt und erlebt wird, sondern auch der Rollen von Musiker_innen, Institutionen und Publikum. Vor diesem Hintergrund wird Musikvermittlung zunehmend als eine Praxis diskutiert, die den Wandel nicht nur begleitet, sondern auf künstlerischer, organisatorischer und gesellschaftlicher Ebene aktiv dazu beiträgt.
Die Beiträge dieser Ausgabe gehen auf die internationale Konferenz „Transformation – Musikvermittlung als Game Changer“ zurück, die 2025 an der Bruckner-Universität in Linz (Österreich) stattfand, und werden durch weitere Einsendungen ergänzt, die im Rahmen eines Call for Paper eingereicht wurden. Gemeinsam untersuchen sie Transformation als einen offenen Prozess, der sich auf Mikro-, Meso- und Makroebene entfaltet und individuelle künstlerische Erfahrungen mit strukturellen Entwicklungen in Kulturinstitutionen verbindet. Anstatt Transformation als zielorientiertes oder messbares Ergebnis zu betrachten, betonen die Beiträge ihren kontingenten, emergenten Charakter und die Rolle kollaborativer Praktiken bei der Ermöglichung von Wandel.
