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Liebe Lesende!
 
Das Sommersemester hat Fahrt aufgenommen und wir von der ub.mdw haben wieder Einiges anzubieten, was Ihr geschätztes Interesse wecken könnte und die eine oder andere Hilfestellung für Ihr Studium beinhaltet.
 
Zugleich steht auch ein Abschied ins Haus: Ich durfte viele Jahre den Newsletter betreuen, was mir sehr viel Freude bereitet hat. Am 1. April gehe ich allerdings in Pension und werde mich anderen Dingen zuwenden, Schreibarbeiten zu Literatur, Film und Musik inklusive.
Ich wünsche allen Lesenden weiterhin eine wunderbare Zeit hier an der mdw - wenn sie nur halb so schön und inhaltlich bereichernd ausfällt wie jene, die ich hier verbringen durfte, kann ja eigentlich nichts schiefgehen.
Für mich heißt's jedenfalls wie in einer alten Jazznummer: "The song is ended but the melody lingers on ..."
 
Herzliche Grüße (& Frohe Ostern),
 
das Bibliotheksteam freut sich auf Sie,
 
Ihr Thomas Fröhlich
 

Veranstaltung

Tag der Provenienzforschung 2026

Beispiele aus dem Bestand der ub.mdw

Am 8. April wird der internationale Tag der Provenienzforschung begangen. Bibliotheken, Archive, Museen und Sammlungen nützen diesen Tag, um Schlaglichter auf ihre Aktivitäten in diesem Bereich vorzustellen. An der mdw läuft seit dem Frühjahr 2025 ein Provenienzforschungsprojekt, das sich in einem ersten Schritt den Beständen der ub.mdw widmet.

Am Tag der Provenienzforschung startet die ub.mdw eine Dauer­aus­stellung in den Vitrinen im Freihandbereich Noten, in denen drei beispielhaften Bände und deren Geschichte ausgestellt werden. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 8. April um 11 Uhr im Bruno-Walter-Lesesaal statt.

 


Ausstellung

Hans Swarowsky 

Der Nachlass an der ub.mdw

Der Dirigent Hans Swarowsky zählt zu den bedeutendsten Lehrern seines Faches im 20. Jahrhundert. Selbst Schüler von herausragenden Größen der Musikgeschichte wie etwa Arnold Schönberg, Anton Webern oder Richard Strauss wirkte er ab 1946 an der mdw als Professor für Dirigieren und prägte dort eine ganze Generation von später weltberühmten Dirigenten wie etwa Claudio Abbado, Zubin Mehta, Mariss Jansons oder Giuseppe Sinopoli.

Im Jahr 2019 erwarb die mdw den Nachlass von Hans Swarowsky, der neben einer umfangreichen Notenbibliothek mit zahlreichen Einzeichnungen auch aus vielen Schriften, Notizen, Analysen und Übersetzungen besteht.

Ab 16. April zeigt die ub.mdw nun erstmals besonders interessante Objekte aus diesem Nachlass im Foyer der Bibliothek am Anton-von-Webern-Platz.
Zu sehen bis Ende des Jahres während der Öffnungszeiten der Bibliothek und in der Langen Nacht der Forschung am 24. April 2026.

 


Webinare des Schreibzentrums

Citavi & Zotero

Hilfreiche Programme zur Literaturverwaltung

Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi und Zotero unterstützen bei der Recherche, Verwaltung und korrekten Angabe von Literatur. Sie helfen dabei, Quellen übersichtlich zu sammeln und zu organisieren. Außerdem erleichtern sie das Strukturieren von Wissen sowie die Planung von Aufgaben während des Schreibprozesses.
Solche Programme sind besonders hilfreich beim Verfassen von Abschlussarbeiten oder wissenschaftlichen Publikationen. Sie ermöglichen es, Literatur systematisch zu verwalten und Zitate sowie Literaturverzeichnisse automatisch zu erstellen.
In den Kursen werden die beiden Literaturverwaltungsprogramme Citavi und Zotero vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über ihre wichtigsten Funktionen und Einsatzmöglichkeiten. Das Angebot richtet sich an alle, die diese Programme für ihre wissenschaftliche Arbeit nutzen möchten.
Termine:
Citavi:
Montag, 20.04.2026 10.00-12.00 | Webinar
Zotero:
Dienstag, 21.04.2026, 10.00-12.00 | Webinar
Anmeldung über das Zentrum für Weiterbildung

 


Schreibtipp des Monats / von Barbara Fuchslehner

Ohne Ablenkung beim Text bleiben

Do not disturb!

Sie haben es geschafft, den inneren Schweinehund zu überwinden und mit dem Schreiben anzufangen? Wunderbar! Doch nun wartet eine weitere Herausforderung auf Sie: dranzubleiben und sich nicht ablenken zu lassen.

Vielleicht waren Sie schon so klug und haben das Handy aus dem Zimmer verbannt, das Internet ausgeschaltet und ein "Bitte-nicht-Stören"-Schild an die Tür gehängt. Mitunter reicht das aber nicht und Sie ertappen sich dabei, wie Sie aus dem Fenster starren anstatt konzentriert zu arbeiten. Dann hilft es vielleicht, die Schreibzeit besser zu strukturieren, denn Routine und Rhythmus erleichtern unserem Gehirn die Arbeit. Dafür gibt es Time-boxing-Methoden, die auf kurze Phasen hoher Konzentration klar begrenzte Regenerationszeiten folgen lassen. Bei der Pomodoro-Technik etwa schreiben Sie 25 Minuten und machen dann 5 Minuten Pause. Dieses Intervall wiederholen Sie viermal, danach folgt eine längere Pause von 20 Minuten. Lesen Sie dazu mehr ...

Übrigens: Geradezu ein Wundermittel gegen Ablenkung ist für viele auch das gemeinsame Schreiben in einer Gruppe. Mit anderen Gleichgesinnten in einer ruhigen Umgebung zu festgelegten Zeiten am eignen Schreibprojekt zu arbeiten, fördert Konzentration und Motivation. Möchten Sie das ausprobieren? Die Schreibgruppe der ub.mdw trifft sich dienstags alle zwei Wochen von 13:00-15:00 im Gruppenraum 1 der Bibliothek.

 


Schulung

BiblioFit

Für Erstnutzer:innen

Unsere Einführung für Erstnutzer:innen der Bibliothek findet in diesem Monat am Dienstag, 28. April, um 14 Uhr, statt. Treffpunkt ist im Foyer der Bibliothek. Dauer: etwa eine 3/4 Stunde.

 
Inhalte sind: Kurzführung durch die Bibliothek, Einführung in die Nutzung von dacapo (Suchportal) und e-Ressourcen, Vorstellung unserer Services, Informationen zur Benutzung, Ausleihe u. v. m.

 


Neuerwerbungen der ub.mdw

Kyjiwer Avantgarde

Anthologie der Kammermusik

Diese Anthologie widmet sich der ukrainischen Avantgarde-Musik der 1960er-Jahre und beleuchtet eine künstlerisch wie historisch hochspannende Phase zwischen Aufbruch und Restriktion. Im Zentrum stehen Komponisten der sogenannten Kyjiwer Avantgarde wie Witalij Hodsjazkyj, Leonid Hrabowskyj und Wolodymyr Sahorzev, deren Werke im Spannungsfeld zwischen westlichen Einflüssen und sowjetischer Kulturpolitik entstanden.

Enthalten sind experimentelle Klavier- und Kammermusikwerke für unterschiedliche Besetzungen. Die Stücke zeichnen sich durch innovative Techniken wie Serialismus, Klangfarbenkomposition und strukturelle Verdichtung aus und geben einen unmittelbaren Einblick in die klangliche Vielfalt dieser Epoche.

Damit richtet sich der Band gezielt an Studierende, Lehrende und Forschende: Er ermöglicht nicht nur die analytische Auseinandersetzung mit einer bislang wenig bekannten musikalischen Strömung, sondern lädt ausdrücklich zur praktischen Umsetzung ein. 

 


Librarian's Choice # 106

Abschiede

Eine unendliche Geschichte ...

Abschied von gestern postulierte der Filmemacher Alexander Kluge in den 1960ern. Franz Schubert war etwa 150 Jahre davor ein Meister melancholischer musikalischer Abschiede. Im ORF Big Band Radio Archiv, das bei uns an der ub.mdw aufliegt, häufen sich die Abschiede geradezu. Und in Irving Berlins "The song is ended" geht's natürlich auch um einen - wie auch immer gearteten - Abschied.

In Musik, Literatur, Film oder Theater ist der Abschied immer wieder ein zentrales Thema, ähnlich wie Geburt, Tod oder die erste Verliebtheit. Manche Abschiede gelten nur vorübergehend, doch die meisten sind von Dauer. Und jeder freudige Aufbruch zu neuen Ufern beinhaltet auch damit einhergehende Abschiede und ein wenig Traurigkeit darüber. Doch wie meinte Georges Sand, die einen nicht unwesentlichen Teil mit Frederic Chopin verbrachte: "Traurigkeit ist nicht ungesund - sie hindert uns abzustumpfen."

Ein schöner Satz ... zum Abschied!

 


Und zum Schluss ...

Das Stück des Monats

Besondere Fundstücke aus dem Bestand der ub.mdw

Diesmal: Rhizom von Claus Steffen Mahnkopf

Hören/Sehen - In der Bibliothek finden

Claus Steffen Mahnkopf, geboren 1962 in Mannheim, studierte Komposition, Musiktheorie, Klavier, Musikwissenschaft, Philosophie und Soziologie, unter anderem bei Brian Ferneyhough und Jürgen Habermas - seinen Hochschulabschluss hatte er als Doktor der Philosophie. Er erhielt zahllose Preise - zu seinen Hauptwerken zählen (neben Büchern und Aufsätzen) etwa Medusa, Angelus Novus und eben Rhizom.

 


 


Impressum

ub.mdw - Universitätsbibliothek der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
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