isa22: Kurzfilmnacht "Always Anew"

Heuer werden aktuelle Produktionen von Studierenden der Filmakademie Wien sowohl im Live Stream der mdw Mediathek als auch als Präsenzveranstaltung im Arthouse Kino des Future Art Labs an der mdw gezeigt.

Die isa lädt jedes Jahr Studierende der Filmakademie Wien ein, Filme zum jeweiligen Jahresthema zu realisieren und im Rahmen des isaFestivals zu präsentieren. Die heurige Kurzfilmnacht vereint unter dem Motto „Always anew“ fünf Filme, die auf vielfältige Weise die Themen „Neubeginn“, „Neuerfindung“, „Immer wieder auf’s Neue!“ interpretieren.

Den Auftakt des Kurzfilmprogramms bildet Strings attached von Johann Scholz, der die isa21 begleitet und seine Eindrücke in einem Kurzdokumentarfilm festgehalten hat: Zu sehen ist wie sich anlässlich der 30. Jubiläumsausgabe der isa die gastgebende Tourismusschule am Semmering nach der ersten Corona-Welle wieder mit Musik und Leben füllt. Als exklusive Preview wird der Film Kramuri, der auch die isa22 eröffnet, gezeigt. Der Kurzspielfilm begleitet die Geschwister Gabi und Hubert bei einem Abschied und zugleich Neuanfang im Altwarenladen ihres verstorbenen Vaters. Ebenfalls als Preview läuft der Essayfilm Sieben tote Hunde – der Versuch einer Rekonstruktion anhand von fiktionalisiertem dokumentarischen Material. Auch der „experimentelle Traumfilm mit Krimielementen“ Ein selten entstaubter Teil des Gehirns wird im Rahmen der Kurzfilmnacht zum allerersten Mal als Preview zu sehen sein und erzählt von einer Ermittlung, einem Freispruch und den Zweifeln einer im Zentrum des Verbrechens stehenden Frau. Ebenfalls als Preview wird Der gute Ton für meinen Sohn gezeigt, eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema Vergangenheit und Neuanfang: Ein Gespräch zwischen Sohn, 33, und Vater, 66, das anhand von Archivmaterial nicht nur Privates sondern auch gesellschaftliche Fragen der 70er Jahre aufleben lässt.

Im Anschluss an das Screening findet ein Gespräch mit den Filmteams statt.

Programm

Strings attached, Kurzdokumentarfilm, AT 2022, 10 min

Johann Scholz Konzept, Regie, Schnitt

2021. Die Schüler_innen der Tourismusschule am Semmering sind in den Ferien. Das Schulgebäude steht leer und verlassen, wie jeden Sommer. Desinfektionsmittelspender, Maskenpflicht-Poster und Abstandsregeln, die Zeichen der ersten Corona-Welle, geben der Leere eine zweite Bedeutung.
In diesem Sommer jährt sich auch zum 30. Mal die isa - Internationale Sommerakademie der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Streicher_innen und Musik-Professor_innen aus der ganzen Welt ziehen für zwei Wochen in das Gebäude der Tourismusschule. Sie füllen die leeren Räume mit Musik und Leben.


Der Gute Ton für meinen Sohn, Kurzdokumentarfilm, AT 2022, 10 min


Matteo Sanders Konzept, Regie

Über den Verlauf eines Tages erzählt ein Vater seinem Sohn über seine Lebensjahre bis zur Geburt des Sohnes. Der Sohn wird gerade 33, das gleiche Alter mit dem der Vater ihn als drittes Kind bekam.
Zwischen Küche und Wohnzimmer ergeben sich Gespräche über die Vergangenheit. Die Bilder vermischen sich mit Archivaufnahmen der Familie und es zeichnet sich nicht nur ein privates Bild der Familie, sondern auch das der Zeit der Siebziger Jahre, wo mein Vater meine Mutter, Francesca, in Florenz kennen lernte und 10 Jahre lang zwischen 1975 und 1985 lebte. Doch zwischen dem Vater und dem Sohn sticht ein besonderes Detail hervor welches ihre Beziehung prägt.


Ein selten entstaubter Teil des Gehirns, experimenteller Kurzfilm, AT 2022, 12 min


Luzia Johow Regie

„Ich habe eine Tat begangen... entweder Kinder getötet oder verjagt, oder ich war einfach dabei als es geschah.“
Die Frau in deren Kopf die Sätze laut hallen, sitzt auf einem Holzplateau, das, wie ihr Gehirn, verstaubte Teile zu verstecken versucht. Der Wald rund um sie wird von einem Suchtrupp durchstreift. Die Ermittlung kreist um ihre Schuld. Trotz Freispruch lässt sie dieses Gefühl nicht los.


Kramuri, Kurzspielfilm, AT 2022, 20 min

Florian Moses Bayer Regie, Drehbuch

Gabi will mit dem Altwarenladen ihres verstorbenen Vaters nichts zu tun haben und ihn so schnell wie möglich loswerden. Ihr Bruder Hubert hingegen verfolgt einen anderen Plan und möchte die Raritäten um viel Geld verkaufen. Ihre Pläne werden jedoch auf ungewöhnliche Art und Weise durchkreuzt und zunehmend gerät ihre Situation außer Kontrolle. Die beiden sind davon überrascht, was sie alles über ihren Vater erfahren. Ok, zu viel eigentlich.



 

 

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