Früchte des Nichts – Diplominszenierung Fritzi Wartenberg !abgesagt!

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#Schauspiel

Donnerstag, 20.1. von 19:00 bis 20:45

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Veranstaltung findet online statt

Das Ende des zweiten Weltkrieges ist gerade mal einen Wimpernschlag her, da scheint die Welt auch schon wieder in voller Blüte zu stehen. Die farbenfrohen 50er haben mit Aufarbeitung nichts am Hut; Verdrängung lautet die Devise. Wie sollte es auch anders sein, wo das Fass des Unbegreiflichen einfach keinen Boden haben will. Statt Konfrontation mit der Vergangenheit, wird auf Zukunft gesetzt. Denn die Erfindung des Kühlschranks ist weitaus praktischer als über Werte wie „Gut“ und „Böse“ zu reflektieren und wer den Maßstab dafür setzen darf.

Vom falschen Lächeln der Nachkriegszeit angeekelt, sind sich die besten Freunde Foss und Gert sicher: Der Mensch ist nichts mehr als „eine Brut, die ausgerottet wird, wie wir unsererseits Ungeziefer ausrotten.“ Befeuert durch die nihilistischen Ansichten Nietzsches und Dostojewskis wächst in den beiden die Lust zum Mord; zur ultimativen Negation des Lebens. Da erweist sich Foss’ drohender Schulausschluss als gelegener Anlass, um sich ein Opfer zu erwählen. Er entscheidet sich für den Klassenkameraden Lebrecht, der ihn denunziert haben soll. Als Foss jedoch mit geladener Waffe vor ihm steht, ist er nicht in der Lage, den Abzug zu betätigen und entschließt sich, zu fliehen. Zusammen mit Gert, der materialistisch eingestellten Adi und der religiösen Creszenz will er nach Italien trampen. Doch mit einem Schlag läuft der Plan völlig aus dem Ruder: Gert macht kurzen Prozess und erschießt den Fahrer, der die Freundesgruppe in sein Auto steigen ließ. So kommen die vier nicht umhin, am Seitenstreifen der Autobahn den Wert eines Lebens zu verhandeln.

Ferdinand Bruckners „Früchte des Nichts“, das er 1951 fertigstellte, also wenige Jahre nach Ende des Krieges, behauptet sich heute als erschreckend aktuell. Denn es scheint, dass Begriffe wie Freiheit, Moral und Resignation in zyklischen Abständen von Grund auf neu gedacht werden müssen, um Krisen überwinden zu können.

Es spielen: Pilar Borower, Nils Hausotte, Katharina Rose, Eren Kavukoglu, Tilman Tuppy, Univ.Prof.in Regina Fritsch

Regie: Fritzi Wartenberg
Bühnenbild: Pauline Stephan
Kostüme: Hanga Balla
Licht: Ralf Sternberg
Musik & Ton: Bernhard Eder
Maske: Lola Roth

Regieassistenz: Hanna Holzner
Inspizienz: Lukas Schöppel

Termine
Do. 20.01.2022 - 19 Uhr
Fr. 21.01.2022 - 19 Uhr
Mo. 24.01.2022 - 19 Uhr
Di. 25.01.2022 - 19 Uhr

Es gelten die 2G-Regel und FFP2-Maskenpflicht!
Bitte beachten Sie die tagesaktuellen Angaben auf der Seite der mdw.

Aufführungsort
Neue Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 7 | 1140 Wien

weitere Infos hier

Eintritt frei

mrs@mdw.ac.at

KONTAKTPERSON
Marion Pumm
pumm@mdw.ac.at
Tel.: +43-1-71155-2802

Zeit & Ort der Veranstaltung

20.01. von 19:00 bis 20:45
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Veranstaltung findet online statt

21.01. von 19:00 bis 20:45
Neue Studiobühne/Neue Studiobühne
Penzinger Straße 7-9
1140 Wien
zum Lageplan in MDWonline

24.01. von 19:00 bis 20:45
Neue Studiobühne/Neue Studiobühne
Penzinger Straße 7-9
1140 Wien
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