Ringvorlesung Musiktherapie Wintersemester 2019/20

Die Wiener Ringvorlesung Musiktherapie an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien beginnt am 4. Oktober 2019.

Das Programm für das Wintersemester 2019/20 finden Sie in Kürze  hier

Das Programmheft für das Wintersemester 2019/20 finden Sie in Kürze hier

 

 

Nächste Ringvorlesung:
Freitag, 4. Oktober 2019  16.00 - 17.30 Uhr Joseph Haydn-Saal
Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Lebensreformbewegungen und Wiener Moderne.
Von der Befreiung des künstlerischen Ausdrucks zur Wiener Schule der Musiktherapie

 

Elena Fitzthum, Wien

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Dr. sc. mus. Elena Fitzthum

Seit 1989 in verschiedenen Funktionen innerhalb der Lehre an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien tätig. Seit 1977 Musiktherapeutin (Wiener Absolventin), seit 1992 Psychotherapeutin (Integrative  Gestalttherapie, ÖAGG) und Supervisorin (VOEPP). Eigene psychotherapeutische Praxis ebenfalls seit 1992. Im Zeitraum 2005 – 2015 Beratung von Eltern mit entwicklungsauffälligen Kindern/Jugendlichen im Rahmen einer klinischen Institution im Waldviertel. Seit 1999 Lehrtherapeutin für Gruppenmusiktherapie an der Züricher Hochschule der Künste, MAS Klinische Musiktherapie.

Gründungsmitglied des WIM, Wiener Institut für Musiktherapie Mitherausgeberin der Buchreihe „Wiener Beiträge zur Musiktherapie“. 2005 bis 2017 österreichische Delegierte im EMTC (European Music Therapy Confederation).

Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Entwicklung der Musiktherapie, insbesondere der Wiener Schule der Musiktherapie; Transfer und Integration psychotherapeutischer Inhalte in die Musiktherapie.

E-Mail: fitzthum@mdw.ac.at

Homepage: www.psychotherapie-fitzthum.at

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In der Zeit zwischen 1890 und dem Ersten Weltkrieg war Wien eine europäische Metropole mit der ihr eigenen Dynamik. Rasante Veränderungen im Bewusstsein der Menschen, welche sich zum Teil von aufkommenden technischen Neuerungen bedroht fühlten, führten zu einer Blütezeit in der Philosophie, Pädagogik und Medizin. Die Aufschrift der Wiener Sezession „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“ aus den Jahren 1897/1898 darf als Programm verstanden werden, dem sich vor allem die Musik, Malerei und Bühnenkunst unterordneten.

In dieser sowohl verstörenden wie auch inspirierenden Periode Wiener Kulturlebens sind die Wurzeln der Wiener Schule zu finden. Diese gipfeln gemäß dem Motto der Sezession in einer Auseinandersetzung, wie sie erst im Jahr 1968 erneut auftauchten konnte. In beiden Fällen, wenn auch mit unterschiedlichen Motivationen galten Befreiung und Emanzipation als Maxime kritischer, meist junger Menschen und generierten massive Generationskonflikte. 

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