{"id":3456,"date":"2024-07-08T12:09:48","date_gmt":"2024-07-08T10:09:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mdwpress\/?p=3456"},"modified":"2024-07-08T17:09:10","modified_gmt":"2024-07-08T15:09:10","slug":"mdwp005-ch7-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mdwpress\/mdwp005-ch7-2\/","title":{"rendered":"7.2 Das kulturelle Feld"},"content":{"rendered":"<p><head><\/p>\n<style>\n        .tsquotation strong {\n            font-weight: bold;\n        }\n        blockquote.tsquotation p em {\n            font-style: italic !important;\n        }\n        figure {\n            margin: 0;\n        }\ntd {\n  border: 1px solid black; !important;\npadding-left: 5px; !important;\n}\n    <\/style>\n<p><\/head><br \/>\n<div class=\"one_third\">\n<p style=\"text-align: left;\"><span class='bdaia-btns bdaia-btn-medium' style=\"background:#e191be !important;color:#000000 !important;\"><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mdwpress\/mdwp005-ch7-1\/\" style=\"color:#000000 !important;\">&#129028;<\/a><\/span><\/div>\n<div class=\"one_third\">\n<p style=\"text-align: center;\"><span class='bdaia-btns bdaia-btn-medium' style=\"background:#e191be !important;color:#000000 !important;\"><a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/9783839467015-007\/pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" style=\"color:#000000 !important;\">PDF Download<\/a><\/span>\n<\/div><div class=\"one_third last\">\n<p style=\"text-align: right;\"><span class='bdaia-btns bdaia-btn-medium' style=\"background:#e191be !important;color:#000000 !important;\"><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mdwpress\/mdwp005-ch7-3\" style=\"color:#000000 !important;\">&#129030;<\/a><\/span><\/div><div class=\"clear-fix\"><\/div>\n<hr>\n<p>Von den als labil und unstrukturiert gedachten Szenen,<a href=\"#fn23\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref23\" role=\"doc-noteref\"><sup>23<\/sup><\/a> die \u00fcber keine verbindlichen Regeln oder Handlungsnormen verf\u00fcgen, unterscheidet sich Pierre Bourdieus Konzept des kulturellen Feldes in mehrfacher Hinsicht. Gem\u00e4\u00df den Konnotationen des Feldbegriffs, der aus der Physik in die Sozialwissenschaften \u00fcbernommen wurde, schwingt bei seiner Verwendung der Gedanke an Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse mit, die auf einen \u00f6rtlich bestimmbaren Bereich wirken und auf die darin befindlichen Akteur*innen, Objekte und Ereignisse Einfluss nehmen. Sie selbst bleiben dabei jedoch unsichtbar und erschlie\u00dfen sich nur aufgrund der von ihnen generierten Effekte.<a href=\"#fn24\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref24\" role=\"doc-noteref\"><sup>24<\/sup><\/a> Bourdieu beschreibt das kulturelle Feld als Konfiguration von Stellungen<a href=\"#fn25\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref25\" role=\"doc-noteref\"><sup>25<\/sup><\/a> (\u203apositions\u2039) und Stellungnahmen (\u203aprises-de-position\u2039), wobei mit Ersteren die Standorte der Akteur*innen gemeint sind, w\u00e4hrend in Letzteren (bei denen es sich um Artefakte bzw. \u203aWerke\u2039, aber auch um Texte oder Diskursbeitr\u00e4ge handeln kann) deren kulturelles Handeln zum Ausdruck kommt<em>.<\/em> Stellungen und Stellungnahmen sind f\u00fcr Bourdieu nur gemeinsam zu untersuchen \u2013 eine \u00dcberzeugung, die werkimmanenten Ans\u00e4tzen eine Absage erteilt.<a href=\"#fn26\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref26\" role=\"doc-noteref\"><sup>26<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Die Positionen der Akteur*innen sind durch deren jeweiliges Kapital bestimmt, dessen Verteilung die Struktur des Feldes determiniert. Der Kapitalbegriff ist bei Bourdieu \u2013 anders als bei Marx \u2013 nicht auf \u00f6konomische Mittel im engeren Sinn beschr\u00e4nkt, sondern meint schlicht diejenigen Merkmale und F\u00e4higkeiten, die innerhalb des jeweiligen Feldes Erfolg verhei\u00dfen.<a href=\"#fn27\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref27\" role=\"doc-noteref\"><sup>27<\/sup><\/a> Felder sind Bourdieu zufolge gem\u00e4\u00df der Logik des Kampfes strukturiert, in welchem die Akteur*innen nach der bestm\u00f6glichen Position streben.<a href=\"#fn28\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref28\" role=\"doc-noteref\"><sup>28<\/sup><\/a> Beim Feldbegriff handelt es sich also um eine Interpretation der kulturellen Produktion in Begriffen der Auseinandersetzung zwischen Individuen und Gruppen, die um Anerkennung und die legitime Definition des Feldes selbst rivalisieren.<a href=\"#fn29\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref29\" role=\"doc-noteref\"><sup>29<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Wiewohl sich Bourdieu vehement gegen eine Auffassung des kulturellen Feldes als autonomer Entit\u00e4t verwehrt, besitzt jedes Feld \u2013 so auch das der Kultur bzw. der Kunst \u2013 eine Teilautonomie und funktioniert nach seiner je spezifischen Logik.<a href=\"#fn30\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref30\" role=\"doc-noteref\"><sup>30<\/sup><\/a> Zur Beschreibung sozialer Felder bedient sich Bourdieu der Analogie des Spieles, in dem die Akteur*innen, soll das Spiel funktionieren, die Regeln einhalten und vom Wert des jeweiligen Einsatzes \u00fcberzeugt sein m\u00fcssen. Diese \u00dcberzeugung \u2013 den Glauben an die feldeigenen Regeln \u2013 bezeichnet Bourdieu als \u203aIllusio\u2039.<a href=\"#fn31\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref31\" role=\"doc-noteref\"><sup>31<\/sup><\/a><\/p>\n<p>Neben der Beschreibung kultureller Vergemeinschaftungen in Begriffen von Feld und Szene haben sich in der Kunstsoziologie des sp\u00e4ten 20. und fr\u00fchen 21.\u00a0Jahrhunderts interaktionistische Ans\u00e4tze, die sich auf Howard S. Beckers Theorie der Kunstwelten<a href=\"#fn32\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref32\" role=\"doc-noteref\"><sup>32<\/sup><\/a> (\u203aart worlds\u2039) beziehen, als einflussreich erwiesen. Becker begreift Kunst als kollaborative Handlung, wobei im Zentrum nicht das Werk oder der*die K\u00fcnstler*in als einsame*r Schaffende*r steht, sondern das arbeitsteilig organisierte Ereignis (\u203aevent\u2039), an dessen Zustandekommen eine Vielzahl von Personen \u2013 Produzierende wie Rezipierende \u2013 gleicherma\u00dfen beteiligt sind. Im Bereich der Musiksoziologie wurde dieser Ansatz etwa von Tia DeNora weiterentwickelt.<a href=\"#fn33\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref33\" role=\"doc-noteref\"><sup>33<\/sup><\/a> Weiters sind netzwerktheoretische und systemtheoretische Zug\u00e4nge zu nennen, wobei Letztere mit Bezug zur E-Musik zwar in musikphilosophischen Arbeiten, aber kaum im Bereich der Musiksoziologie zur Anwendung gelangen.<a href=\"#fn34\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref34\" role=\"doc-noteref\"><sup>34<\/sup><\/a> Im Gegensatz zu interaktionistischen oder ethnografischen Zug\u00e4ngen, die sich auf die m\u00f6glichst \u203adichte Beschreibung\u2039<a href=\"#fn35\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref35\" role=\"doc-noteref\"><sup>35<\/sup><\/a> von Einzel\u00adph\u00e4nomenen beschr\u00e4nken und auf eine Darstellung des sozialen Raumes in seiner Gesamtheit verzichten, ist das soziale Feld bei Bourdieu von objektiven Relationen determiniert.<a href=\"#fn36\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref36\" role=\"doc-noteref\"><sup>36<\/sup><\/a> Anders als etwa in Beckers \u203aKunstwelten\u2039-Theorie liegt der Fokus also nicht ausschlie\u00dflich auf den Akteur*innen und deren Interaktionen. Hinter diesen Relationen sieht Bourdieu ein zugrunde liegendes Prinzip am Werk, das durch die Verteilung von Macht und Kapital bestimmt ist.<a href=\"#fn37\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref37\" role=\"doc-noteref\"><sup>37<\/sup><\/a> Bourdieu bedient sich somit einer von Hakan G\u00fcrses \u00bbdas Unsichtbare\u00ab<a href=\"#fn38\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref38\" role=\"doc-noteref\"><sup>38<\/sup><\/a> genannten diskursiven Figur, die suggeriert, dass die sichtbaren Ph\u00e4nomene durch eine zugrunde liegende, der Wahrnehmung nicht unmittelbar zug\u00e4ngliche Tiefenstruktur determiniert werden. Dennoch verf\u00fcgt auch Bourdieu \u00fcber keinen geschlossenen Gesellschaftsbegriff. Zwischen akteursbasierten Ans\u00e4tzen und makrosoziologischen Systementw\u00fcrfen nimmt Bourdieus Konzept der sozialen Felder eine Mittelposition ein.<a href=\"#fn39\" class=\"footnote-ref\" id=\"fnref39\" role=\"doc-noteref\"><sup>39<\/sup><\/a><\/p>\n<h4>Endnoten<\/h4>\n<hr>\n<ol start=\"23\">\n<li id=\"fn23\">\n<p>Hitzler, Bucher, Niederbacher, <em>Leben in Szenen<\/em>, S.\u00a023-24.<a href=\"#fnref23\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn24\">\n<p>Boike Rehbein und Gernot Saalmann, \u00bbFeld (champs)\u00ab, in: <em>Bourdieu-Handbuch<\/em>, hg. von Gerhard Fr\u00f6hlich u.a., Stuttgart 2009, S.\u00a099-103.<a href=\"#fnref24\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn25\">\n<p>Zur deutschen \u00dcbersetzung der Begriffe vgl. Bourdieu, <em>Praktische Vernunft<\/em>, S.\u00a062.<a href=\"#fnref25\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn26\">\n<p>Pierre Bourdieu, \u00bbThe Field of Cultural Production, or:\u00a0The Economic World Revised\u00ab, in: <em>The Field of Cultural Production. Essays on Art and Literature<\/em>, hg. von Randal Johnson, Cambridge 1993, S.\u00a029-73, hier S.\u00a030. Der Aufsatz erschien im Original auf Englisch und wird daher auch auf Englisch zitiert.<a href=\"#fnref26\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn27\">\n<p>Boike Rehbein und Gernot Saalmann, \u00bbKapital (capital)\u00ab, in: <em>Bourdieu-Handbuch<\/em>, hg. von Gerhard Fr\u00f6hlich u.a., Stuttgart 2009, S.\u00a0134-140, hier S.\u00a0134-135.<a href=\"#fnref27\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn28\">\n<p>Rehbein, Saalmann, \u00bbFeld (champs)\u00ab, S.\u00a0101; Vgl. Bourdieu, \u00bbThe Field of Cultural Production, or:\u00a0The Economic World Revised\u00ab, S.\u00a030.<a href=\"#fnref28\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn29\">\n<p>Ebd., S.\u00a033, 42.<a href=\"#fnref29\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn30\">\n<p>Ebd., S.\u00a033; vgl. Rehbein, Saalmann, \u00bbFeld (champs)\u00ab, S.\u00a0100.<a href=\"#fnref30\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn31\">\n<p>Ebd., S.\u00a0100.<a href=\"#fnref31\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn32\">\n<p>Howard S. Becker, <em>Kunstwelten,<\/em> Hamburg 2017.<a href=\"#fnref32\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn33\">\n<p>DeNora, <em>Music in Everyday Life,<\/em> S.\u00a039.<a href=\"#fnref33\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn34\">\n<p>Vgl. etwa Harry Lehmann, <em>Gehalts\u00e4sthetik. Eine Kunstphilosophie,<\/em> Paderborn 2016.<a href=\"#fnref34\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn35\">\n<p>Clifford Geertz, <em>The Interpretation of Cultures. Selected Essays,<\/em> New York 1973, S.\u00a06.<a href=\"#fnref35\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn36\">\n<p>Bourdieu, \u00bbThe Field of Cultural Production, or:\u00a0The Economic World Revised\u00ab, S.\u00a029; vgl. Pierre Bourdieu, Lo\u00efc J. D. Wacquant und Hella Beister, <em>Reflexive Anthropologie,<\/em> Frankfurt a.M. 2006, S.\u00a0127.<a href=\"#fnref36\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn37\">\n<p>Bourdieu, \u00bbThe Field of Cultural Production, or:\u00a0The Economic World Revised\u00ab, S.\u00a034-35.<a href=\"#fnref37\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn38\">\n<p>Hakan G\u00fcrses, <em>Funktionen der Kultur. Zur Kritik des Kulturbegriffs,<\/em> <a href=\"https:\/\/www.hakanguerses.at\/online-texte\/\">https:\/\/www.hakanguerses.at\/online-texte\/<\/a> (Zugriff am 24. Oktober 2020), S.\u00a015-17.<a href=\"#fnref38\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li id=\"fn39\">\n<p>Rehbein, Saalmann, \u00bbFeld (champs)\u00ab, S.\u00a0100.<a href=\"#fnref39\" class=\"footnote-back\" role=\"doc-backlink\">\u21a9\ufe0e<\/a><\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von den als labil und unstrukturiert gedachten Szenen,23 die \u00fcber keine verbindlichen Regeln oder Handlungsnormen verf\u00fcgen, unterscheidet sich Pierre Bourdieus Konzept des kulturellen Feldes in mehrfacher Hinsicht. 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