Revolution der Künstler

 

Elisabeth Kulman, Dominique Meyer und Roland Geyer diskutierten gestern an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien über eine faire Entlohnung künstlerischer Leistungen sowie den respektvollen Umgang in Kulturbetrieben.

Am 23. Mai, diskutierten an der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Größen der österreichischen Kulturszene zum aktuellen Thema „Revolution der Künstler“. Am Podium saßen nicht nur Mezzosopranistin Elisabeth Kulman, Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Theater an der Wien-Intendant Roland Geyer sondern auch Künstleragentin Samantha Farber, mdw-Professor Peter Edelmann und mdw-Student Christoph Filler. Die Diskussion moderierte Michael Gmasz.

Mindestgehälter für KünstlerInnen war eines der Hauptthemen des Abends. Gerade für junge SängerInnen gestaltet sich der Einstieg ins Berufsleben oft sehr schwierig – Absprachen betreffend der Entlohnung bereits unter den Studierenden sowie die Solidarisierung der KünstlerInnen wurden als erster Ansatz genannt. Für eine bessere Einschätzung der Ausgangssituation wurde vom Verein „art but fair“ eine Umfrage zu den aktuellen Künstlergagen eingeleitet.

Weiters diskutiert wurde über die aktuelle Ausbildungssituation für junge SängerInnen, die Wichtigkeit von Opernstudios als Einstieg für junge KünstlerInnen sowie die Rolle der Kulturpolitik in der Förderung von Kunst.

Elisabeth Kulman, Initiatorin der „Revolution der Künstler“, hob auch die große Eigenverantwortung der Studierenden hervor, die sich nicht einfach auf einen Job vorbereiten, sondern einer inneren Berufung folgen müssten, die sie durch die Anforderungen der Künstlertätigkeit trage. Der Entscheidung für einen Künstlerberuf müsse insofern die Vermittlung eines realen Berufsbildes vorausgehen.

Die „Revolution der Künstler“ verstehe sich als Kommunikator, um alle am Kunst- und Kulturbetrieb Beteiligten in fairem Miteinander tragfähige und nachhaltige Entscheidungen treffen lassen zu können. Dieser mit einem Gespräch zwischen Elisabeth Kulman und dem Intendanten der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, bereits begonnene Weg der offenen Kommunikation habe in der mdw club-Podiumsdiskussion eine gelungene Fortsetzung erfahren.

Seitens des Vereins „art but fair“ wird nun weiter an der Begründung der Goldenen Regeln, für einen respektvollen, wertschätzenden Umgang mit KünstlerInnen gearbeitet. Hierfür wurde eigens eine Internetplattform eingerichtet. www.artbutfair.org

PodiumsteilnehmerInnen

Elisabeth Kulman – Mezzosopranistin
Dominique Meyer – Direktor, Wiener Staatsoper
Roland Geyer – Intendant, Theater an der Wien
Samantha Farber – Künstleragentin, Sono Artists
Peter Edelmann – Bariton, Professor mdw
Christoph Filler – Bariton, Student mdw

Moderator: Michael Gmasz, Radio Stephansdom

 

Fotoalbum

Mehr Fotos der Podiumsdiskussion findest du hier.


onDemand in der mdwMediathek

Einen Video-Mitschnitt der Podiumsdiskussion findest Du in der Mediathek der mdw unter: www.mdw.ac.at/MDWmediathek