Häufig gestellte Fragen


Musik- und Bewegungspädagogik / Rhythmik 
STAND  23.02.2017

 

das Fach 

 

Was ist Musik- und Bewegungspädagogik / Rhythmik?

Unser Körper ist unser Ur-Instrument. Mit ihm spüren, hören, sehen und erfahren wir die Welt. Mit unserem Körper reagieren wir indem wir uns bewegen und indem wir handeln. In der Musik- und Bewegungspädagogik/Rhythmik werden auf künstlerisch-pädagogische Weise Basisfunktionen wie Konzentration, Bewegungssteuerung, Koordination, Balance, Flexibilität, Improvisations- und Gestaltungsfähigkeit gefördert und entwickelt.

Musik- und Bewegungspädagogik/Rhythmik verbindet Musik und Bewegung und zielt auf die Ausbildung und Differenzierung musikalischer und motorischer Kompetenzen. Als ein integrativer Fachbereich hat MBP/Rhythmik sowohl musikpädagogische, bewegungspädagogische, sozialpädagogische, allgemeinpädagogische als auch sonderpädagogische Inhalte und Ziele.

Durch MBP/Rhythmik werden Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Wahrnehmung, Körpererfahrung / Körperbewusstsein, Improvisation und Gestaltung in Musik und Bewegung sowie kommunikative und soziale Kompetenzen entwickelt.

 

nach dem Studium / Berufsaussichten

 

Was kann ich mit dem fertigen Studium alles machen?

Mit dem Bachelorstudium erwirbt man die berufliche Vorbildung für ein breit gefächertes Berufsfeld zwischen Kunst, Pädagogik und Therapie. Musik- und BewegungspädagogInnen / RhythmiklehrerInnen erlangen während ihres Studiums die berufliche Vorbildung für das breit gefächerte Aufgabengebiet von Erziehung und Bildung im Bereich der Vorschulerziehung (Kindergarten, Gruppen für Mutter und Kind), an Musikschulen (Musikalische Früherziehung, Elementare Musik- und Bewegungserziehung, Elementare Musikpädagogik u.ä.), im schulischen und außerschulischen Bereich, in den vielfältigen Einrichtungen der Sonderpädagogik, in der Jugend- und Erwachsenenbildung, in der Sozialpädagogik, in Einrichtungen für SeniorInnenen, an Volkshochschulen, in Privatstudios, in Integrationsprojekten und Kulturprogrammen.

 

Wo arbeiten Musik- und BewegungspädagogInnen, RhythmiklehrerInnen sonst noch?

Musik- und BewegungspädagogInnen /  RhythmiklehrerInnen arbeiten in der berufsbezogenen Aus- und Weiterbildung (Multiplikation):

an Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, Pädagogischen Hochschulen, Konservatorien und Musikuniversitäten, an Fachschulen für Sozialberufe, Bildungsanstalten für Sozialpädagogik, in sonderpädagogischen Einrichtungen, Gymnastik-, Tanz- und Schauspielausbildungen sowie als freiberufliche LeiterInnen von Lehrgängen, Seminaren, Workshops u.ä. für die genannten Berufsgruppen.

 

Wie ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt?

Derzeit gibt es sehr viele Arbeitsangebote, vor allem im Bereich der Sonder- und Heilpädagogik. Viele AbsolventInnen arbeiten zunächst mit einigen Stunden an mehreren Institutionen, eine gewisse „Patchwork-Arbeitssituation“ ist anfangs typisch, aber es gibt nach wie vor unbesetzte Stellen, die etwas weiter von Wien entfernt liegen. Dort wird immer wieder händeringend nach Fachkräften gesucht, auch im Bereich der Multiplikatorenstellen.

Durch Weiterbildungen oder ein zusätzliches Studium erhöhen sich die Chancen enorm, im Multiplikatorensektor (Hochschulbereich, Ausbildungsbereiche im allgemeinen) Arbeitsmöglichkeiten zu finden.

 

Voraussetzungen zur Aufnahme des Studiums

 

Wenn Sie folgende drei Fragen mit „ja“ beantworten können:

1. „Spielen Sie ein Instrument?“ 

2. „Bewegen Sie sich gerne?“ 

3. „Sind Sie gerne im Kontakt mit anderen Menschen?“

dann haben Sie gute Voraussetzungen für das Studium Musik- und Bewegungspädagogik.

 

Die präzisen und formalen Zulassungsbedingungen sind folgende:

- Bestandene Zulassungsprüfung:

Qualifizierte musikalische Vorbildung, qualifiziertes Instrumentalspiel, sowie körperliche Eignung und pädagogische Motivation.

Reifeprüfung einer Höheren Schule ist nicht Bedingung, aber äußerst vorteilhaft wegen besserer dienstrechtlicher Einstufung in staatlichen Institutionen.

 

Gibt es eine Zulassungsprüfung?

Es gibt eine anspruchsvolle Zulassungsprüfung auf die man sich gründlich vorbereiten sollte. Wir empfehlen, fachliche Unterstützung durch entsprechenden Unterricht, durch Beratung und Kurse in Anspruch zu nehmen.

 

Wie sind die Anforderungen für die Zulassungsprüfung?

Die detaillierten Informationen zur Zulassungsprüfung und ihre Anforderungen finden Sie hier

 


Inhalte und Aufbau des Studiums

 

Was sind die wichtigsten Inhalte des Studiums?

Studienfelder sind das zentrale künstlerische Fach: Rhythmik, Klavier- und Instrumentalimprovisation/Bewegungsbegleitung, Bewegungsimprovisation und -gestaltung, Improvisation mit der Stimme, Didaktik der Rhythmik, Angewandte Rhythmik und ihre Didaktik in der Musik- und Sozialpädagogik und der Erwachsenenbildung, Hospitation in der Inklusions- und Heilpädagogik sowie Einblick in MBP/Rhythmik mit SeniorInnen.

Des Weiteren Praxis und Theorie von Musik und Bewegung und ein vertiefender Schwerpunktbereich.

 

Wie ist das Studium aufgebaut?

1. Studienjahr: Grunderfahrungen in MBP/Rhythmik; Instrumentalunterricht Literatur und Improvisation; Percussion; Unterricht in Bewegung durch Training, Analyse, Improvisation und Gestaltung; Arbeit an der Stimme; Seminararbeiten;

2. Studienjahr: Weiterführung der künstlerischen Fächer aus dem 1.Studienjahr; künstlerische Aufgabenstellungen und Aufführungen; Arrangement; Einführung in pädagogische Aufgabenstellungen, Fächer aus dem Bereich Didaktik;

3. Studienjahr: Weiterführung der künstlerischen Fächer aus dem 2.Studienjahr; didaktische Aufgabenstellungen, Seminararbeiten, Praktikum, Studienschwerpunkte, Lehrproben mit Kindern, Fächer aus dem Bereich Didaktik; Komposition und Performance

4. Studienjahr: Praktikum, Studienschwerpunkte, Lehrproben mit Erwachsenen, schriftliche Bachelorarbeiten, Vorbereitung zum  pädagogischen Teil der Bachelorprüfung und zum künstlerischen Teil der Bachelorprüfung

 

Außerdem: Freie Wahlfächer, mündliche und schriftliche Prüfungen in einigen Lehrveranstaltungen.

 

Wie sieht der Stundenplan aus?

Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten. Pro Woche gibt es zwischen 24 und 27 Unterrichtsstunden. Die meisten Lehrveranstaltungen haben Anwesenheitspflicht. Dazu kommen noch Übungsstunden für die Bereiche Instrumente, Stimme und Bewegung.

Bitte siehe unter:

www.mdw.ac.at/mbm/mbe/Studium

 

Wie lange dauert das Studium?

Das Bachelorstudium Musik- und Bewegungspädagogik dauert 8 Semester und schließt mit der Lehrbefähigung ab. Darauf aufbauend kann zudem das 2-4-semestrige Masterstudium Musik- und Bewegungspädagogik studiert werden.

Der Studienplan des Bachelorstudiums sieht Lehrveranstaltungen im Gesamtumfang von 213 Semesterwochenstunden vor. Abschluss: Bachelor der Künste (Bacc.art.)

Nach erfolgreichem Abschluss des Masterstudiums im Umfang von weiteren zwei bis vier Semestern wird gemäß Universitäts-Studiengesetz § 66 Abs. 1 der Titel „Master der Künste“ verliehen.

 


Organisation und zeitlicher Aufwand des Studiums

 

Kann ich daneben ein Zweitstudium absolvieren?

Das Studium ist ein zeit- und arbeitsintensives Vollstudium. Ein Zweitstudium lässt sich daneben nicht absolvieren.

 

Werden mir Lehrveranstaltungen aus einem anderen Studium angerechnet?

Gleiche oder vergleichbare Lehrveranstaltungen werden auf Antrag an die Studiendirektion angerechnet.

 

Wie intensiv ist das Studium, kann ich nebenbei arbeiten?

In beschränktem Umfang ist dies möglich.

 

Kann man das Studium auch (nur) als Aufbau oder Ergänzungsstudium verkürzt studieren?

Nein, diese Möglichkeit besteht nicht.

 

Ergänzende Hinweise für InteressentInnen 

 

Gibt es Informationsmaterial?

Bitte siehe online unter:

www.mdw.ac.at/mbm/mbe/Studium

 

Gibt es Kurse oder Seminare in Musik- und Bewegungspädagogik, die für StudieninteressentInnen geeignet sind?

Ja, z.B.: 

- Rhythmikwoche Wien im Juli, siehe www.rhythmik.at

- Lehrproben für Erwachsene: Unterricht, der von den Studierenden des 4.Jahrganges MBP/Rhythmik 1mal wöchentlich gehalten wird.

Siehe Homepage: Angebote

 

Gibt es Hospitationsmöglichkeiten?

Es gibt den „Tag der offenen Tür“, den Informationstag sowie das Schnupperseminar MBM/Rhythmik. Angebote siehe bitte unter: www.mdw.ac.at/mbm/mbe/?PageId=3015


 

Was ist der Unterschied zwischen Musik- und Bewegungspädagogik und Musiktherapie?

Die/der MusiktherapeutIn arbeitet vor allem im klinischen Bereich, die RhythmiklehrerIn an (sonder-)pädagogischen Institutionen.

Die/der MusiktherapeutIn arbeitet in der Regel mit einem Ärzte- und PsychologInnenteam. Der Fokus liegt vor allem auf den Defiziten und Bedürfnissen der PatientInnen, die mit den Methoden der Musiktherapie ausgeglichen werden. Eigenverantwortliches Arbeiten ist ebenfalls möglich.

 

Der/die RhythmiklehrerIn arbeitet in der Regel selbständig in verschiedenen Institutionen. Der Fokus liegt auf der Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten im motorischen, sozialen und künstlerischen Bereich. Das Arbeiten in einem Team ist ebenfalls möglich.