Foxfinder

von Dawn King | Deutsch von Anne Rabe
Diplominszenierung

 

William Bloor Julian Waldner
Samuel Covey Robert Finster
Judith Covey Maren-Sophia Streich
Sarah Box Sophie Reiml
   
Regie Alexandru Weinberger-Bara

Bühnenbild

 

Vasilisa Grebenshchikova,

Dimitrij Muraschov

Kostüme Vasilisa Grebenshchikova
Licht Gerhard Fischer
Sounddesign David Lipp


Termine
Fr 3. November 2017 | Premiere
Sa 4. | Mo 6. | Di 7. November 2017
Beginn jew. 19.30 Uhr

Aufführungsort
Neue Studiobühne im Max Reinhardt Seminar
Penzinger Straße 7 | 1140 Wien

Karten
Bestellung per E-Mail
oder Tel: 01 - 711 55 - 2802
Eintritt: freie Spende

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Eine ländliche Gegend in einem totalitären England leidet nicht nur unter der miserablen wirtschaftlichen Lage, sie wird auch zur Zielscheibe einer behördlichen Untersuchung. Der junge „Foxfinder“ William Bloor quartiert sich beim Ehepaar Samuel und Judith Covey ein, das, verzweifelt über den Tod des Sohnes und die schlechte Ernte, ins Fadenkreuz der Ermittlungen gerät.

Der Fuchs – erklärter Erzfeind des Menschen – ist schuld an all dem Leid: Vernichtete Ernten, kontaminierte Höfe, gesteuertes Wetter und manipulierte Geisteshaltungen im bäuerlichen Volk sorgen für Misstrauen und Angst. Jeder ist ein potenzielles Opfer oder ein potenzieller Kollaborateur und niemand ist unschuldig. Wer sich dieser Ideologie verweigert, wird zur Zwangsarbeit in der Fabrik verurteilt, wo die durchschnittliche Lebenserwartung drei Jahre beträgt.

Die englische Dramatikerin Dawn King schrieb ihr viel gepriesenes Stück im Jahr 2011, als sein Inhalt noch weniger mit der Realität gemein hatte – damals gab es noch keinen Brexit, die Krim gehörte noch der Ukraine, die Türkei war ein säkularer Staat und niemand wäre auf die Idee gekommen, Donald Trump ins Weiße Haus zu bestellen. In den letzten fünf Jahren gewann „Foxfinder“ stetig an Aktualität, während wir beobachten konnten, wie fragil die Grenze zwischen Demokratie und Diktatur eigentlich ist.

Foxfinder ist hier als eBook erhältlich.