{"id":994,"date":"2017-05-02T11:16:05","date_gmt":"2017-05-02T09:16:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=994"},"modified":"2017-05-02T16:13:59","modified_gmt":"2017-05-02T14:13:59","slug":"happy-birthday-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/05\/02\/happy-birthday-erasmus\/","title":{"rendered":"Happy Birthday, Erasmus!"},"content":{"rendered":"<strong>1987 vom Rat der Europ\u00e4ischen Union ins Leben gerufen, feiert das F\u00f6rderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universit\u00e4ten <em>Erasmus<\/em> heuer sein 30-j\u00e4hriges Bestehen. Die mdw ist seit 1993\/94 mit dabei.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_995\" aria-describedby=\"caption-attachment-995\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-995\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/internationales_team_beitragsbild.jpg\" alt=\"B\u00fcro f\u00fcr Internationale Beziehungen\" width=\"800\" height=\"462\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/internationales_team_beitragsbild.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/internationales_team_beitragsbild-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/internationales_team_beitragsbild-768x444.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-995\" class=\"wp-caption-text\">Das Team vom B\u00fcro f\u00fcr Internationale Beziehungen an der mdw \u00a9Sabine Hauswirth<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend zu Beginn der Fokus vor allem auf der \u00a0Mobilit\u00e4t von Studierenden lag, also der Aufenthalt von Studierenden der mdw im Ausland oder von im Ausland lebenden Studierenden an der mdw, kam im Laufe der Jahre auch die Mobilit\u00e4t der Lehrenden und die Fortbildungsmobilit\u00e4t f\u00fcr MitarbeiterInnen der Verwaltung hinzu. In den vergangenen Jahren verzeichnete die mdw eine kontinuierliche Steigerung der <em>Erasmus(+)<\/em>-Partnerhochschulen und z\u00e4hlt aktuell mehr als 150 aktive Programmpartnerschaften in ganz Europa und zahlreiche Kooperationsprojekte werden immer wieder erfolgreich durchgef\u00fchrt. Auch die Anzahl der Austauschstudierenden, die an die mdw kommen, steigt kontinuierlich und die mdw ist bei Fortbildungsmobilit\u00e4ten extrem beliebt. Rudolf Pietsch, ehemaliger Mitarbeiter der mdw, gibt dem <em>mdw-Magazin<\/em> Einblick in seine ganz pers\u00f6nlichen Erfahrungen mit <em>Erasmus<\/em>.<\/p>\n<h3>Im Geiste des &#8222;ersten bewussten Europ\u00e4ers&#8220;<\/h3>\n<p>Eine heterogene und vor allem kulturell vielschichtige Staatengemeinschaft wie jene der Europ\u00e4ischen Union in friedlicher Koexistenz zu f\u00fchren, kommt der Quadratur eines Kreises nahe. Zu unterschiedlich sind sowohl die wirtschaftlichen Voraussetzungen als auch die historisch bedingten Gegens\u00e4tzlichkeiten der Mitgliedsstaaten und somit des gesamten komplexen Staatengebildes, als dass man von einer gegebenen Einheit sprechen k\u00f6nnte. Da die Idee eines geeinten Europas heute von einem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung prim\u00e4r als ein Friedensprojekt gesehen wird, so kommt dem urspr\u00fcnglichen Konzept einer Wirtschaftsgemeinschaft die Wertegemeinschaft gleichrangig in seiner Bedeutung hinzu. Ein Austausch der Werte beziehungsweise deren Angleichung kann nur durch gegenseitiges Kennen und Verstehen erfolgen. <em>Erasmus<\/em> mit all seinen Vorl\u00e4uferprogrammen und Entwicklungsstadien verfolgt als Studierenden- und Lehrendenaustausch konsequent und h\u00f6chst erfolgreich das Ziel eines m\u00f6glichst konfliktfreien Zusammenlebens innerhalb der Europ\u00e4ischen Union auf Grundlage des Wissens- und Erkenntnistransfers.<\/p>\n<p>Als Assistent am Institut f\u00fcr Volksmusikforschung und Ethnomusikologie war ich drei Jahrzehnte an der mdw t\u00e4tig und es war mir wiederholt m\u00f6glich, die Lehrendenmobilit\u00e4t von <em>Erasmus+<\/em> zu n\u00fctzen. Wenn ich \u2013 nun im Ruhestand \u2013 auf diese Reisen zum Zweck der Lehre und Forschung u.\u2009a. nach Cagliari, Luzern, Klaip\u0117da, Odense, Oslo, Riga, Vilnius und Zagreb zur\u00fcckblicke, so bin ich \u00fcberzeugt, dass diese Auslandsaktivit\u00e4ten besonders attraktiv und erfolgreich waren \u2013 in jeglicher Hinsicht. Findet sich bei kleinen Konferenzen oft kaum Zeit, sich wirklich eingehend mit \u201eLand und Leuten\u201c auseinanderzusetzen \u2013 oft reicht die Zeit gerade f\u00fcr etwas Small Talk \u2013, erm\u00f6glicht <em>Erasmus+<\/em> ein tieferes Kennenlernen der\u00a0Partnerinstitutionen. Das Programm bietet gen\u00fcgend Raum f\u00fcr eine eingehende Auseinandersetzung mit den Ideen und Gedanken sowie dem Wissen und K\u00f6nnen der Lehrenden und Studierenden vor Ort. An den von mir gew\u00e4hlten Partneruniversit\u00e4ten erfuhr ich immer eine besonders herzliche Betreuung: individuelle F\u00fchrungen durch die besuchten Einrichtungen, ausgiebige und instruktive Rundg\u00e4ngen durch die betreffende Stadt und deren Umgebung, M\u00f6glichkeiten zu Konzert-, Opern- und unterschiedlichsten Veranstaltungsbesuchen, Studien in Archiven und bei Instrumentenerzeugern, etc.! F\u00fcr mich selbst war aber die Arbeit vor Ort mit den Studierenden der H\u00f6hepunkt \u2013 meine eigene Neugierde f\u00fcr das besuchte Land wurde immer durch die meist jungen studentischen Interessentenkreise erwidert. Mehrmals fanden Gegenbesuche in Wien an der mdw von KollegInnen aus den besuchten L\u00e4ndern statt. Die ausgezeichnete und unerm\u00fcdliche Arbeit aller Erasmus-Beauftragten in der EU zeigt sich am litauischen Beispiel: Auf Initiative von Kristina Valentonien\u0117 kam es 2007 zu einem jeweils einw\u00f6chigen Besuchsaustausch von Studierenden aus Vilnius von der LMTA (Litauische Musik- und Theaterakademie) mit einer Studierendengruppe im Rahmen meiner Seminarlehrveranstaltung am Institut 21 der mdw. 2015 erfolgte \u2013 aus der Lehrveranstaltung Volksmusikpraktikum heraus\u2013 das Gemeinschaftsprojekt mit LMTA- und mdw-Studierenden, n\u00e4mlich eine f\u00fcnft\u00e4gige Konzertreise nach Vilnius und Kaunas. Im laufenden Sommersemester besucht wiederum eine Gruppe der LMTA die mdw.<\/p>\n<p>Im Geiste des Namensgebers dieses besonders wichtigen EU-Austauschprojektes, des Humanisten und des \u201eersten bewussten Europ\u00e4ers\u201c (Stefan Zweig) Erasmus von Rotterdam (etwa 1466\u20131536), macht es mich stolz und gl\u00fccklich, dass ich in meinen von Erasmus+ gest\u00fctzten Aktivit\u00e4ten \u201ejedweden Fanatismus, ob auf religi\u00f6sem, ob auf nationalem oder weltanschaulichem Gebiet, als den geborenen und geschworenen Zerst\u00f6rer jeder Verst\u00e4ndigung\u201c (Stefan Zweig) entgegenwirken konnte. Ich bin f\u00fcr diese M\u00f6glichkeit mehr als dankbar!<\/p>\n<hr \/>\n<h3>Statements<\/h3>\n<p><strong>Doris P.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was hast du von Erasmus+ f\u00fcr dein berufliches Leben mitgenommen?<\/strong><\/p>\n<p>\u201eZu sehen, wie andere KollegInnen an \u00e4hnliche Aufgaben herangehen, ist unglaublich fruchtbar und bereichernd f\u00fcr eigene Denk- und Arbeitsans\u00e4tze. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4sst ein Aufenthalt in einer anderen Kultur und anderen Traditionen einen \u00fcber den eigenen Tellerrand hinaus sehen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Was ist dein pers\u00f6nliches &#8222;Plus&#8220; von der Erasmus+ Fortbildungsmobilit\u00e4t? (Vergleich Erasmus+ STA (Teaching Assignment)&#8230;)<\/strong><\/p>\n<p>\u201eWas ein Arbeitsaufenthalt und ein Urlaub in der Ferne gemeinsam haben ist, dass sie den eigenen Horizont erweitern. Worin sie sich jedoch unterscheiden, ist, dass ein Arbeitsaufenthalt, in dem man neue Strukturen und Herausforderungen des Arbeitslebens in einer anderen Umgebung meistern muss, einen noch viel mehr pers\u00f6nlich wachsen l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n<p><strong>Monika M.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Was haben Sie von Erasmus+ f\u00fcr Ihr berufliches Leben mitgenommen?<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Der Aufenthalt in Manchester erm\u00f6glichte mir die mdw aus der Sicht einer anderen Institution zu erleben und die Herausforderungen eines universit\u00e4ren Betriebes in einem anderen Land kennenzulernen.&#8220;<\/p>\n<p><strong>Was ist Ihr pers\u00f6nliches &#8222;Plus&#8220; von der Erasmus+ Fortbildungsmobilit\u00e4t? (Vergleich Erasmus+ STA (Teaching Assignment)&#8230;)<\/strong><\/p>\n<p>Ich konnte mein Netzwerk erweitern, sammelte Auslandserfahrung und bin mit neuen Ideen und einem erweiterten Horizont an meinen Arbeitsplatz an der mdw zur\u00fcckgekehrt.&#8220;<\/p>\n<ul>\n<li>Noch mehr Statements und Erfahrungsberichte finden Sie auf unserem International Blog: <a href=\"http:\/\/www.mdw.ac.at\/internationalblog\" target=\"_blank\">www.mdw.ac.at\/internationalblog<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1987 vom Rat der Europ\u00e4ischen Union ins Leben gerufen, feiert das F\u00f6rderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universit\u00e4ten Erasmus heuer sein 30-j\u00e4hriges Bestehen. Die mdw ist seit 1993\/94 mit dabei. 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