{"id":9866,"date":"2024-02-26T15:07:21","date_gmt":"2024-02-26T14:07:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9866"},"modified":"2024-02-27T11:15:42","modified_gmt":"2024-02-27T10:15:42","slug":"haruki-noda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2024\/02\/26\/haruki-noda\/","title":{"rendered":"Alumn\ufeffus im Fokus\ufeff: Haruki Noda"},"content":{"rendered":"Kunst und Wissenschaft sind zwei Bereiche, die Haruki Noda bereits seit seiner Jugend faszinieren \u2013 er ist stark naturwissenschaftlich gepr\u00e4gt und nimmt fr\u00fch Gitarrenunterricht. Diese Dualit\u00e4t ist auch in seinem heutigen Schaffen als Komponist, Multimedia- und Performanceku\u0308nstler sowie Musikwissenschaftler sp\u00fcrbar.<\/p>\n<blockquote><p>Ich komponiere aus Leidenschaft und programmiere mir daf\u00fcr meine eigenen digitalen Instrumente.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zun\u00e4chst studiert Haruki Noda an der Hochschule f\u00fcr Musik und Tanz K\u00f6ln klassische Gitarre und wechselt anschlie\u00dfend f\u00fcr die Studien Komposition, elektroakustische Komposition und Musiktheorie an die mdw. \u201eIch hatte nicht das Gef\u00fchl mich mit der Gitarre entsprechend ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen, daher habe ich mich f\u00fcr Komposition entschieden.\u201c Mit gro\u00dfem Erfolg, denn seine Werke wurden unter anderem bei <i>Wien Modern<\/i> (2020), dem <i>Transparent Sound New Music Festival <\/i>(2021) und den <i>Gustav Mahler Musikwochen<\/i> (2023) aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9868\" aria-describedby=\"caption-attachment-9868\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9868 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-22.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9868\" class=\"wp-caption-text\">Haruki Noda ist Sonderpreistr\u00e4ger des Kompositionswettbewerbs der Tage der neuen Klaviermusik in Graz (2021) sowie Gewinner des Composition Award des Gustav Mahler Research Centre (2023). \u00a9 Anwora (Andreas Rausch)<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eIch komponiere aus Leidenschaft und programmiere mir daf\u00fcr meine eigenen digitalen Instrumente.\u201c Mit seinen elektronischen Kreationen tritt er heute sowohl als Multimedia- und Performancek\u00fcnstler als auch mit seinem K\u00fcnstler_innen-Kollektiv <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/exmachinismusicae\/\">ExMachinisMusicae<\/a> auf. \u201eEntstanden ist das Kollektiv als gemeinsames Corona-Projekt mit meinem Freund und Studienkollegen Alejandro Lopez Alvarez. Wir hatten zu der Zeit beide mit digitalen Effektger\u00e4ten experimentiert und viel Freude daran.\u201c Heute erg\u00e4nzt eine Visual-K\u00fcnstlerin sowie Kooperationen mit verschiedenen K\u00fcnstler_innen die Formation. Das erste Album ist w\u00e4hrend einer Residency in Das Lot in Wien im August 2023 entstanden und eine Zusammenarbeit von insgesamt zehn Musiker_innen aus diversen Sparten, darunter Neue Musik, experimentelle Elektronik, freie Improvisation, Jazz, Drone, Noise und Techno.<\/p>\n<blockquote><p>In der Wissenschaft arbeite ich sehr systematisch und methodisch. Hingegen kann ich mich in der Kunst frei ausleben. Diese beiden Bereiche gleichen einander aus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch seiner zweiten Leidenschaft \u2013 dem wissenschaftlichen Arbeiten \u2013 bleibt Haruki Noda weiterhin treu. Seit 2021 ist er Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Arnold Sch\u00f6nberg und die Wiener Schule sowie Doktorand am Institut f\u00fcr Musikwissenschaft und Interpretationsforschung. \u201eMir ist es wichtig, diese beiden Bereiche \u2013 das K\u00fcnstlerische und das Wissenschaftliche \u2013 klar voneinander zu trennen. In der Wissenschaft arbeite ich sehr systematisch und methodisch. Hingegen kann ich mich in der Kunst frei ausleben. Diese beiden Bereiche gleichen einander aus.\u201c Trotz der klaren Trennung beeinflussen sich Kunst und Wissenschaft gegenseitig, wie etwa die intensive Besch\u00e4ftigung mit Arnold Sch\u00f6nberg im Rahmen seiner Dissertation seine eigene \u00c4sthetik pr\u00e4gt. \u201eAn seinem Kompositionsstil fasziniert mich die Radikalit\u00e4t, das Revolution\u00e4re. Wissenschaftlich gesehen interessieren mich der historische und politische Kontext Sch\u00f6nbergs und der Wiener Schule und wie sie es geschafft haben, sich in der Musikgeschichte zu etablieren.\u201c Mit seiner Dissertation <i>Sich in die Geschichte einschreiben<\/i> besch\u00e4ftigt sich Noda mit der Frage, warum gewisse Komponist_innen in den Musikgeschichtsb\u00fcchern aufscheinen und andere in Vergessenheit geraten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9870\" aria-describedby=\"caption-attachment-9870\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9870 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image2-7.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9870\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Jana Mack<\/figcaption><\/figure>\n<p>Auch nach seiner Dissertation m\u00f6chte sich der engagierte Wissenschaftler weiterhin mit diesem Thema befassen. \u201eSch\u00f6nberg und die Zweite Wiener Schule hatten einen gro\u00dfen Einfluss auf die nachfolgenden Komponist_innen-Generationen. Das ist bis zum heutigen Tag ein wichtiges Thema, nicht nur in der Neuen-Musik-Szene, sondern auch in anderen Genres, wie der Popularmusik.\u201c So findet etwa im Herbst das internationale Symposium <i>Digging Sch\u00f6nberg \u2013 Approaches in Popular Musics<\/i> am Arnold Sch\u00f6nberg Center statt, das die Formen der Sch\u00f6nberg-Rezeption und -Adaption in der popul\u00e4ren Musik in den Fokus stellt.<\/p>\n<blockquote><p>An Sch\u00f6nbergs Kompositionsstil fasziniert mich die Radikalit\u00e4t, das Revolution\u00e4re.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch in Zukunft m\u00f6chte der vielseitige K\u00fcnstler sowohl in der Kunst als auch in der Wissenschaft verankert bleiben. Live-Konzerte mit seinem K\u00fcnstler_innen-Kollektiv stehen dabei ebenso auf dem Programm wie eine Reise nach Kanada, wo zwei seiner Werke zur Auff\u00fchrung gelangen. \u201eGeplant ist zudem ein Workshop, wo gemeinsam mit Bewohner_innen aus der dortigen Region ein Kunstwerk entstehen soll.\u201c Im Laufe des Jahres 2024 m\u00f6chte Haruki Noda mit einer Projekt-F\u00f6rderung des Career Centers sein Musiktheater-Projekt <i>Ecce Homo<\/i>, das bereits im Juni 2023 als Pilot-Projekt im Klangtheater der mdw aufgef\u00fchrt wurde, zu einem abendf\u00fcllenden St\u00fcck erweitern. \u201eVon einer befreundeten Schauspielerin stammt die Textauswahl, f\u00fcr die ich mit Live-Elektronik einen klanglichen Rahmen geschaffen habe.\u201c Das Werk bezieht sich auf einen autobiografischen Text von Friedrich Nietzsche und wird mit Kollaborationen von K\u00fcnstler_innen aus verschiedenen Sparten, wie Schauspiel, Musik, Mode und digitale Kunst realisiert. \u201eF\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist es wichtig, an Projekten zu arbeiten, die mir Spa\u00df machen, und dabei den Fokus nicht nur auf den Erfolg zu legen. Das hat f\u00fcr mich bisher gut funktioniert.\u201c<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\">Musiktheaterprojekt <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wavMBR_c3yY\">Ecce Homo<\/a><\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p data-pm-slice=\"1 1 []\"><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/veranstaltung\/?v=2872837\">Digging Sch\u00f6nberg \u2013 Approaches in Popular Musics<\/a>, Internationales Symposium am Arnold Sch\u00f6nberg Center, Wien, 06.-08.11.2024<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kunst und Wissenschaft sind zwei Bereiche, die Haruki Noda bereits seit seiner Jugend faszinieren \u2013 er ist stark naturwissenschaftlich gepr\u00e4gt und nimmt fr\u00fch Gitarrenunterricht. 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