{"id":9802,"date":"2024-02-27T13:32:20","date_gmt":"2024-02-27T12:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9802"},"modified":"2024-02-28T14:05:19","modified_gmt":"2024-02-28T13:05:19","slug":"learn-to-hear","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2024\/02\/27\/learn-to-hear\/","title":{"rendered":"LEARN TO HEAR"},"content":{"rendered":"Anl\u00e4sslich des 150. Geburtstages von Arnold Sch\u00f6nberg im September 2024 wurde erstmals der Musikvermittlungspreis LEARN TO HEAR vergeben. Dabei handelt es sich um ein vom Arnold Sch\u00f6nberg Center initiierter und in Kooperation mit dem Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung und Praxis der mdw auf f\u00fcnf Jahre konzipierter Preis, der den P\u00e4dagogen Sch\u00f6nberg w\u00fcrdigt. Das ausgezeichnete Konzept ist auf die Vermittlung von Arnold Sch\u00f6nbergs kompositorischem \u0152uvre und interdisziplin\u00e4rem k\u00fcnstlerischen Einfluss gerichtet, die Musik der Wiener Schule sowie deren Erbe in der zeitgen\u00f6ssischen Musik. Die praktische Umsetzung des pr\u00e4mierten Vermittlungskonzeptes erfolgt im Rahmen einer Listening Session am Arnold Sch\u00f6nberg Center und ausgew\u00e4hlten Orten in Wien. Dabei werden gemeinsam mit den Teilnehmer_innen neue H\u00f6rwege er\u00f6ffnet, um das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Musik Sch\u00f6nbergs sowie die seiner Sch\u00fcler_innen und k\u00fcnstlerischen Erb_innen\/Nachfolger_innen zu f\u00f6rdern. Die Ausschreibung erfolgt in j\u00e4hrlich wechselnder Thematik und f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9804\" aria-describedby=\"caption-attachment-9804\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9804 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13-1024x942.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"782\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13-1024x942.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13-300x276.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13-768x707.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13-850x782.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/post-1_image0-13.jpg 1416w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9804\" class=\"wp-caption-text\">Arnold Sch\u00f6nberg im Privatunterricht, Los Angeles, 1948 \u00a9 Richard Fish\/Arnold Sch\u00f6nberg Center, Wien<\/figcaption><\/figure>\n<p>Im Sommer 1948 absolvierte Arnold Sch\u00f6nberg eine mehrw\u00f6chige Lehr- und Vortragsverpflichtung an der Music Academy of the West in Santa Barbara (USA). Im Interview mit einem Lokalredakteur sprach er \u00fcber die Notwendigkeit einer gr\u00fcndlichen, das Geh\u00f6r f\u00fcr Neue Musik schulenden Erziehung des Publikums: \u201eIn my teaching work, I emphasize ear training. The music student needs most to learn to be correctly receptive. We cannot teach everyone to be a creative artist \u2013 that cannot be taught. But we can teach many people to be receptive listeners.\u201c Sch\u00f6nberg wies darauf hin, dass sich die musikalische Sprache so weit entwickelt habe, dass Gedanken pr\u00e4ziser und kondensierter ausgedr\u00fcckt werden k\u00f6nnen. Den Zuh\u00f6rern m\u00fcsse gelehrt werden, fernere harmonische Verbindungen und ungew\u00f6hnliche melodische Abfolgen h\u00f6ren und verstehen zu lernen. Sein Credo lautete daher LEARN TO HEAR (<i>Santa Barbara News Press<\/i>, 18. Juli 1948).<\/p>\n<p>Das durch eine Jury ausgezeichnete Konzept <i>(Grenz)genial \u2013 Arnold Sch\u00f6nberg<\/i> bezieht sich auf das \u00dcberschreiten von Grenzen durch Sch\u00f6nberg, dem Pionier einer neuen Kompositionsmethode und Vorreiter Neuer Musik im 20. Jahrhundert. Ziel des Workshops ist \u201ein die vielf\u00e4ltige Welt Arnold Sch\u00f6nbergs einzutauchen und den Teilnehmer_innen mittels verschiedener Zug\u00e4nge neue Perspektiven auf seinen Nachlass zu geben. Durch das Arbeiten auf diversen kognitiven Ebenen k\u00f6nnen alle Teilnehmer_innen bestm\u00f6glich abgeholt und in den Workshop eingebunden werden. Die Auswahl der H\u00f6rbeispiele ist sehr vielf\u00e4ltig, um die Bandbreite der von Sch\u00f6nberg komponierten Musikstile aufzuzeigen.\u201c Sie reichen vom sp\u00e4tromantischen Streichsextett <i>Verkl\u00e4rte Nacht op. 4<\/i> \u00fcber den freitonalen Liederzylus <i>Buch der h\u00e4ngenden G\u00e4rten op. 15<\/i> und die dodekafonen Werke der 1920er Jahre (<i>Suite f\u00fcr Klavier op. 25, Suite op. 29<\/i>) bis zur ersch\u00fctternden Holocaust-Kantate <i>Ein \u00dcberlebender aus Warschau op. 46<\/i>. Dadurch wird versucht, dem breiten musikalischen Spektrum aus Sch\u00f6nbergs Schaffen zu entsprechen. Angesprochen werden durch mehrdimensionales Lernen: perzeptuelle, sensorische, kognitive, emotionale, visuelle und auditive Ebenen. Eingereicht wurde das Workshopformat <i>(Grenz)genial \u2013 Arnold Sch\u00f6nberg <\/i>von den mdw-Studierenden Julia Berger, Lisa Maria Ha\u010dek, Lena Maria Lazzari und Emma Marjanovic.<\/p>\n<p>Die Finanzierung des Preises erfolgt aus Mitteln des Arnold Sch\u00f6nberg Center Education Endowment. Die Initiative, Idee und das Konzept stammen von Therese Muxeneder vom Arnold Sch\u00f6nberg Center. F\u00fcr die Projektleitung an der mdw ist Axel Petri-Preis vom Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung und Praxis verantwortlich. Die Jury bestand aus Ulrike Anton, Direktorin des Arnold Sch\u00f6nberg Centers, Therese Muxeneder, Christoph Khittl und Axel Petri-Preis.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 150. Geburtstages von Arnold Sch\u00f6nberg im September 2024 wurde erstmals der Musikvermittlungspreis LEARN TO HEAR vergeben. 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