{"id":9502,"date":"2023-11-23T18:05:10","date_gmt":"2023-11-23T17:05:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9502"},"modified":"2023-11-27T13:40:05","modified_gmt":"2023-11-27T12:40:05","slug":"alumnaimfokus-bainac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/11\/23\/alumnaimfokus-bainac\/","title":{"rendered":"Alumna im Fokus\ufeff: Josipa Bainac-Hausknecht"},"content":{"rendered":"<h5>2020 ist die mdw-Absolventin erstmals f\u00fcr das Exilarte Zentrum f\u00fcr verfolgte Musik t\u00e4tig. Das nach wie vor aktuelle Thema der Exilmusik nimmt seither einen wichtigen Stellenwert in der wissenschaftlichen und k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit der geb\u00fcrtigen Kroatin ein.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_9505\" aria-describedby=\"caption-attachment-9505\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9505 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/post-1_image1-14.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9505\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Shirley Suarez<\/figcaption><\/figure>\n<p>Inspiriert durch ihre k\u00fcnstlerische Familie beginnt Josipa Bainac-Hausknecht schon in jungen Jahren zu musizieren. \u201eIch habe schon sehr fr\u00fch angefangen zu singen. Gesang war als Kind meine seelische Heimat.\u201c In den 1990er-Jahren in Kroatien aufgewachsen, war der Krieg f\u00fcr Josipa Realit\u00e4t. Musik-Momente beschreibt sie als seltene Augenblicke, in denen ihre Familie und sie zusammen gl\u00fccklich sein konnten. Nach dem Besuch des Musikgymnasiums in Vinkovci entscheidet sich die talentierte S\u00e4ngerin f\u00fcr das Studium Gesang und Gesangsp\u00e4dagogik an der Musikakademie der Universit\u00e4t in Zagreb. \u201eViele meiner Studienkolleg_innen haben mir von Wien vorgeschw\u00e4rmt und davon, wie stark das Musikleben dort ausgepr\u00e4gt ist.\u201c Sie absolviert die Aufnahmepr\u00fcfung an der mdw und setzte nach ihrem Abschluss in Zagreb das Masterstudium Lied und Oratorium (Gesang) an der mdw fort. Ihr besonderes Interesse gilt der Urauff\u00fchrung zeitgen\u00f6ssischer Musik, dies zeigt sich auch in der jahrelangen musikalischen Zusammenarbeit mit K\u00fcnstler_innen wie Johanna Doderer, Gabriele Proy, Michael Berkeley, Nicholas Ansdell-Evans und Akos Banlaky. \u201eMusikschaffende haben die Gabe, den Alltag aus einer anderen Perspektive zu beobachten, sie kreieren zeitgem\u00e4\u00dfe Portr\u00e4ts und gew\u00e4hren uns Einblicke in das heutige Leben. Man sollte jede M\u00f6glichkeit der Zusammenarbeit nutzen.\u201c Die ausgebildete Gesangsp\u00e4dagogin hat dabei viel \u00fcber den Umgang mit der eigenen Stimme gelernt, aber auch \u00fcber neue Ausdrucksformen und Ideen. \u201eWenn ich mit Komponist_innen gemeinsam ein Werk zur Urauff\u00fchrung bringe, ist das immer eine einzigartige Erfahrung. Wir \u00fcberschreiten die Grenzen unserer bekannten Welt hin zu unbekanntem Terrain.\u201c Das Thema der Grenz\u00fcberschreitung spiegelt sich auch in ihrer Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium f\u00fcr europ\u00e4ische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) wider. Eine Reihe ihrer Konzertprojekte auf Einladung von verschiedenen Kulturforen und Botschaften f\u00fchrte sie bereits nach Riyad, Jakarta, London, Budapest, Sarajevo, Luxemburg und New York. \u201eDiese Plattformen bieten eine M\u00f6glichkeit sich mit anderen K\u00fcnstler_innen auszutauschen, dabei entstehen interessante Diskurse. Und wir lernen das dortige Publikum und seine jeweiligen Bed\u00fcrfnisse kennen. Das ist sehr spannend.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Gesang war als Kind meine seelische Heimat. In gemeinsamen Musik-Momenten konnten meine Familie und ich gl\u00fccklich sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Seit M\u00e4rz 2023 ist die S\u00e4ngerin als Projektmanagerin f\u00fcr k\u00fcnstlerische und wissenschaftliche Projekte am Exilarte Zentrum der mdw t\u00e4tig. Bereits seit dem Jahr 2020 wirkt sie immer wieder als Interpretin an Projekten des Zentrums mit, angefangen mit einer Weihnachts-CD mit Werken von Hans G\u00e1l und Wilhelm Grosz. Die Zusammenarbeit entwickelte sich weiter und sie kam mit ersten Nachl\u00e4ssen in Kontakt. \u201eAls S\u00e4ngerin liegt mein Fokus auf Liedern und anderen Vokalwerken. Mein Anliegen ist es, die Nachl\u00e4sse zu studieren und die Musik zu interpretieren.\u201c Bevor die Werke zur Auff\u00fchrung gelangen, ist es jedoch ein langer Weg. Die Werke werden nach Einlangen katalogisiert und geordnet, schlie\u00dflich kommen die Noten zu einem Verlag und werden f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung vorbereitet. Erst danach k\u00f6nnen die Werke zur Auff\u00fchrung gebracht werden. \u201eAls Interpretin suche ich nach passenden F\u00f6rderungen, aber auch nach geeigneten Auff\u00fchrungsorten. Wir betreuen die Musik von Anfang an.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Jede_r Musiker_in hat sich durch die Arbeit mit Exilmusik k\u00fcnstlerisch, aber vor allem pers\u00f6nlich bereichert gef\u00fchlt. \u2013 Das bekommen wir st\u00e4ndig als Feedback.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Interesse an Exilmusik w\u00e4chst laut der engagierten K\u00fcnstlerin und Wissenschaftlerin stetig. \u201eWir bekommen w\u00f6chentlich neue Anfragen und arbeiten laufend an einer raschen Ver\u00f6ffentlichung der Nachl\u00e4sse.\u201c Das wachsende Bewusstsein f\u00fcr dieses Thema schreibt sie auch der Arbeit des Exilarte Zentrums zu. \u201eEs kommen immer mehr Menschen zu unseren Symposien und Konzerten, denn Exilmusik ist und bleibt ein aktuelles Thema. Ich merke, wie diese Musik als Br\u00fccke funktioniert \u2013 zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.\u201c Durch die Besch\u00e4ftigung mit der Vergangenheit und den pers\u00f6nlichen Schicksalen der Musiker_innen entwickelt man laut der ausgebildeten S\u00e4ngerin eine besondere Empathief\u00e4higkeit, die f\u00fcr K\u00fcnstler_innen eine zentrale Rolle in der Vermittlung von Kunst darstellt. \u201eEmpathie ist eine der wichtigsten Komponenten, wenn man sich als K\u00fcnstler_in an das Publikum wendet. Und mit dieser Empathiekraft versuchen wir im Team von Exilarte diese Musik zu erforschen, zu publizieren und zu interpretieren.\u201c<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungstipp:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/exilarte.org\/konzertreihe-echo-des-unerhoerten-12-dezember-2023-i-hans-winterberg-und-andre-singer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Konzertreihe Echo des Unerh\u00f6rten: Sch\u00e4tze aus dem Exilarte Zentrum<\/a><br \/>\n12. Dezember 2023, 19 Uhr<br \/>\nKleiner Ehrbar Saal<br \/>\nM\u00fchlgasse 28, 1040 Wien","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2020 ist die mdw-Absolventin erstmals f\u00fcr das Exilarte Zentrum f\u00fcr verfolgte Musik t\u00e4tig. 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