{"id":9448,"date":"2023-11-27T09:51:56","date_gmt":"2023-11-27T08:51:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9448"},"modified":"2023-12-06T07:47:52","modified_gmt":"2023-12-06T06:47:52","slug":"ausgeloescht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/11\/27\/ausgeloescht\/","title":{"rendered":"\u201eAusgel\u00f6scht!?\u201c"},"content":{"rendered":"<h1>Wiederentdeckung von verfolgten Komponistinnen in der Zeit des NS-Regimes<\/h1>\n<p>Am 26. J\u00e4nner 2024 veranstaltet das Joseph Hellmesberger Institut f\u00fcr Streichinstrumente, Gitarre und Harfe in der Musikp\u00e4dagogik in Kooperation mit dem Exilarte Zentrum ein Gedenkkonzert f\u00fcr acht Komponistinnen, die vom NS-Regime wegen ihrer j\u00fcdischen Herkunft verbannt und vertrieben wurden. Um einen Imaginationsraum f\u00fcr ihr viel zu unbekanntes Schaffen zu er\u00f6ffnen, soll mit diesem Konzertabend, der bewusst am Vorabend des Holocaust-Gedenktages stattfinden soll, an diese au\u00dferordentlichen Talente erinnert werden. Die ausgew\u00e4hlten kammermusikalischen Werke werden von mdw-Studierenden verschiedener p\u00e4dagogischer Institute der mdw aufgef\u00fchrt. In einem Gespr\u00e4ch mit Katja Kaiser, Archivarin am Exilarte Zentrum, wird Ulrike Anton, Musikwissenschaftlerin, Exilforscherin und Direktorin des Arnold Sch\u00f6nberg Center, Biografien sowie Werke der Komponistinnen kontextualisieren. Irmgard Bankl erarbeitet mit Studierenden der Rhythmik- und Bewegungsp\u00e4dagogik Choreografien, die vor Ort im Joseph Haydn-Saal zur Musik aufgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Im Programm werden verschiedene Komponistinnen vertreten sein. Unter anderem die deutsch-chilenische Komponistin von H\u00f6rspielmusik Leni Alexander (1924\u20132005), deren Musik im atonalen Avantgarde-Stil der 1950er- und 1960er-Jahre geschrieben ist. Wohingegen der musikalische Nachlass der \u00f6sterreichischen T\u00e4nzerin und S\u00e4ngerin Anita Bild, geborene Lelewer (1915\u20132012), vor allem Unterhaltungsmusik aus der Zeit vor 1938 enth\u00e4lt. Die niederl\u00e4ndische Komponistin und Pianistin Henri\u00ebtte Bosmans (1895\u20131952) komponierte \u00fcberwiegend Kammermusik im romantischen bis postromantischen Stil. Im Unterschied dazu hat Ursula Mamlok (1923\u20132016), deutsch-amerikanische Komponistin und Dozentin f\u00fcr Komposition an der Manhattan School of Music in New York, wunderbare Kompositionen im Zw\u00f6lftonmusikstil hinterlassen. Von der deutsch-amerikanischen Komponistin, Pianistin und Professorin f\u00fcr Komposition an der New York University Ruth Sch\u00f6nthal (1924\u20132006), werden Minimal-Music-Lieder vorgetragen. Vally Weigl (1894\u20131982), eine \u00f6sterreichisch-amerikanische Komponistin, Pianistin und Mitbegr\u00fcnderin der Musiktherapie als eigenst\u00e4ndige Fachrichtung, kn\u00fcpft musikalisch an die Wiener Sp\u00e4tromantik des ausgehenden 19. Jahrhunderts an. Die franz\u00f6sische Komponistin Germaine Tailleferre (1892\u20131983), das einzige weibliche Mitglied der in den 1920er-Jahren einflussreichen Komponist_innengruppe Groupe des Six und die wohl bekannteste unter den vorgestellten Komponistinnen, ist ebenfalls vertreten. Auch Werke der niederl\u00e4ndischen Pianistin, Komponistin und Musikp\u00e4dagogin Rosy Wertheim (1888\u20131949) werden musikalisch vorgestellt. Wertheim veranstaltete nach dem \u00dcberfall der Nationalsozialisten auf die Niederlande Geheimkonzerte in ihren Kellerr\u00e4umlichkeiten.<\/p>\n<p><strong>Veranstaltungstipp:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/veranstaltung\/?v=2943859&amp;g=58211\">\u201eAusgel\u00f6scht!?\u201c Wiederentdeckung von verfolgten Komponistinnen in der Zeit des NS-Regimes<\/a><br \/>\n26. J\u00e4nner 2024, 18.30 Uhr<br \/>\nJoseph Haydn-Saal<br \/>\nAnton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26. 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