{"id":9173,"date":"2023-09-25T14:16:48","date_gmt":"2023-09-25T12:16:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9173"},"modified":"2023-09-29T13:16:02","modified_gmt":"2023-09-29T11:16:02","slug":"alumna-im-foku-johanna-ensbacher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/09\/25\/alumna-im-foku-johanna-ensbacher\/","title":{"rendered":"Alumna im Fokus\ufeff: Johanna Ensbacher"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_9176\" aria-describedby=\"caption-attachment-9176\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-9176\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17-850x1133.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-17.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9176\" class=\"wp-caption-text\">Johanna Ensbacher ist Direktorin der Zentralmusikschule Neusiedl am See sowie der Joseph Joachim Musikschule Kittsee und Konzertmeisterin im Haydnorchester Eisenstadt. \u00a9 privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>mdw-Absolventin und Musikschuldirektorin Johanna Ensbacher ist als gelernte Instrumentalp\u00e4dagogin Expertin auf dem Gebiet der Nachwuchsf\u00f6rderung. Welche Bedeutung dabei den Jugendorchestern zukommt und welchen Herausforderungen sich das Musikschulwesen stellt, verr\u00e4t sie im Gespr\u00e4ch mit dem<i> mdw-Magazin. <\/i><\/p>\n<p>Johanna Ensbacher wird fr\u00fch durch ihr musikalisches Umfeld gepr\u00e4gt. Ihre 19\u00a0Jahre \u00e4ltere Schwester, die Geige lernt, motiviert die geb\u00fcrtige Burgenl\u00e4nderin ebenfalls zum Geigenunterricht an der \u00f6rtlichen Musikschule. Rasch wird ihr Talent erkannt und gef\u00f6rdert. \u201eIch bin immer an die richtigen Leute gekommen, daf\u00fcr bin ich sehr dankbar. R\u00fcckblickend ist es das Wichtigste, dass diese Wege begleitet werden, sei es durch Eltern, die Musikschule, die Universit\u00e4t oder Mentor_innen. Jetzt bin ich in der gl\u00fccklichen Lage, das f\u00fcr junge Menschen selbst leisten zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>An der Musikschularbeit sch\u00e4tzt die erfahrene P\u00e4dagogin die Flexibilit\u00e4t im Lehrplan sowie den Einzelunterricht, der es den Lehrenden erm\u00f6glicht, individuell auf die Bed\u00fcrfnisse der Kinder einzugehen. Diese profitieren nicht nur durch die Verbesserung der motorischen F\u00e4higkeiten, sondern auch durch das gegenseitige R\u00fccksichtnehmen, etwa im Ensemblespiel, oder das Pr\u00e4sentieren von Inhalten. \u201eDie Kinder lernen im Instrumentalunterricht so viel \u2013 etwa Geduld oder auch das Scheitern. Sie lernen, wie sie auf sich selbst achten m\u00fcssen, um gut \u00fcben zu k\u00f6nnen. Diese Tools erhalten sie ma\u00dfgeschneidert von ihren Instrumentalp\u00e4dagog_innen.\u201c Heute ist Johanna Ensbacher Direktorin der Zentralmusikschule Neusiedl am See sowie der Joseph Joachim Musikschule Kittsee und hat sich der F\u00f6rderung junger Talente verschrieben. \u201eMusikschule ist f\u00fcr die breite Basis da, aber auch f\u00fcr die absolute Spitze. Aktuell haben wir vier Sch\u00fcler_innen beim Bundeswettbewerb, die alle eine Silbermedaille erspielt haben. Das ist f\u00fcr eine Musikschule unserer Gr\u00f6\u00dfe eine besondere Leistung.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Ich m\u00f6chte m\u00f6glichst viele f\u00fcr Musik begeistern. Musikschule soll f\u00fcr alle da sein. Ein Instrument zu lernen soll f\u00fcr jede_n erm\u00f6glicht werden \u2013 am besten ohne Warteliste!<\/p><\/blockquote>\n<p>Die gelernte Elementarmusikp\u00e4dagogin wei\u00df, wie wichtig es f\u00fcr den musikalischen Nachwuchs ist, die Kinder bereits im Vorschulalter f\u00fcr Musik zu begeistern. \u201eMit elementaren Musikp\u00e4dagogik-Kursen muss man sehr in die Breite gehen, dabei ist ein gutes und begeistertes Lehrpersonal besonders wichtig. Anschlie\u00dfend muss man die Kinder gut beraten, welches Instrument das passende ist, sie viel ausprobieren lassen und ihnen die verschiedenen M\u00f6glichkeiten aufzeigen.\u201c Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen dabei ist die Kommunikation zwischen Eltern, Musikschule und Kind sowie der Stellenwert der Musikschule in der Freizeitgestaltung der Kinder. \u201eDie Kinder haben heute sehr wenig Freizeit. Hier einen Raum f\u00fcr den Musikschulunterricht zu finden, ist nicht immer einfach. Zudem h\u00f6ren viele Kinder wieder auf, wenn ihnen das \u00dcben keinen Spa\u00df mehr macht.\u201c Die Zugeh\u00f6rigkeit zu einem Orchester oder Ensemble kann dabei unterst\u00fctzen, das Interesse der Kinder am Instrument zu erhalten. Wichtig sind dabei ad\u00e4quate Angebote f\u00fcr die entsprechende Altersgruppe. \u201eIch habe mich fr\u00fch f\u00fcr das Jugendsinfonieorchester Burgenland eingesetzt und dort die Projektleitung \u00fcbernommen, denn zu meiner Zeit gab es kein eigenes Jugendorchester. Man musste direkt mit den Erwachsenen mithalten.\u201c Entsprechende M\u00f6glichkeiten und Ziele aufzuzeigen, treibt die erfahrene P\u00e4dagogin bis heute an. \u201eIch kann mich daran erinnern, dass meine eigene T\u00e4tigkeit im Ensemble der Musikschule sowie sp\u00e4ter im Haydnorchester Eisenstadt Motivation war, mehr zu lernen. Denn dort habe ich erfahren, was man k\u00f6nnen muss, um seine Ziele zu erreichen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Als Musikschuldirektorin ist es mir wichtig, einen Rahmen f\u00fcr meine Lehrenden zu schaffen, in dem sie gut arbeiten k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Neben ihrer p\u00e4dagogischen Arbeit ist Johanna Ensbacher als Konzertmeisterin im Haydnorchester Eisenstadt und der Kirchenmusik Eisenstadt t\u00e4tig. Programmatische Gestaltung z\u00e4hlt dabei ebenso zu ihren Aufgabenbereichen, wie die Vernetzung der Orchester untereinander sowie mit dem Jugendsinfonieorchester Burgenland. Welche Bedeutung der eigenen k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit als P\u00e4dagog_in zukommt, wei\u00df die erfahrene Geigerin. \u201eJe h\u00f6her das eigene Level der Lehrenden am Instrument ist, desto besser k\u00f6nnen sie die Sch\u00fcler_innen auf dieses Niveau bringen. Das finde ich ganz wichtig, denn man agiert als Vorbild der Kinder.\u201c Ein weiteres Anliegen der engagierten P\u00e4dagogin ist die regionale Verbundenheit. \u201eUnsere l\u00e4ndliche Gegend braucht gute Leute, die zur\u00fcckkommen und die musikalische Tradition im Ort pflegen. Wenn alle in Wien bleiben, k\u00fcmmert sich niemand um die l\u00e4ndliche Struktur und den dortigen Nachwuchs. Das w\u00e4re mein Wunsch an alle, die p\u00e4dagogisch t\u00e4tig sind.\u201c Umso mehr freut es die Musikschulleiterin, dass viele ihrer Sch\u00fcler_innen auch heute noch in ihrem Umfeld mitwirken. Eine Entwicklung, die sie dem pers\u00f6nlichen und langj\u00e4hrigen Kontakt, der in der Musikschule m\u00f6glich ist, zuschreibt. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnscht sie sich mehr Ressourcen und Flexibilit\u00e4t in Personalangelegenheiten, um jedem Kind und Erwachsenen den entsprechenden Musikschulunterricht erm\u00f6glichen zu k\u00f6nnen. \u201eIch m\u00f6chte m\u00f6glichst viele f\u00fcr Musik begeistern. Musikschule soll f\u00fcr alle da sein. Ein Instrument zu lernen soll f\u00fcr jede_n erm\u00f6glicht werden \u2013 am besten ohne Warteliste!\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mdw-Absolventin und Musikschuldirektorin Johanna Ensbacher ist als gelernte Instrumentalp\u00e4dagogin Expertin auf dem Gebiet der Nachwuchsf\u00f6rderung. 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