{"id":9124,"date":"2023-09-25T17:11:56","date_gmt":"2023-09-25T15:11:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9124"},"modified":"2023-09-29T09:15:56","modified_gmt":"2023-09-29T07:15:56","slug":"suedafrika-begegnungen-mit-wahrer-passion-fuer-musik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/09\/25\/suedafrika-begegnungen-mit-wahrer-passion-fuer-musik\/","title":{"rendered":"S\u00fcdafrika: Begegnungen mit wahrer Passion f\u00fcr Musik"},"content":{"rendered":"<i>Who No Know Go Know<\/i>: Der Songtitel der nigerianischen Musiklegende Fela Kuti war auch ein Motto f\u00fcr ein Projekt der mdw-Lehrenden Rupert Fankhauser und Philipp Sageder in S\u00fcdafrika. Neue Sichtweisen auf Musik zu er\u00f6ffnen und in Dialog zu treten sind die Pfeiler ihrer Arbeit mit Studierenden der Universit\u00e4t Stellenbosch und mit Kindern und Jugendlichen an Schulen. \u00dcber all dem steht die mitrei\u00dfende Begeisterung f\u00fcr das Musikmachen in S\u00fcdafrika, an der die beiden Lehrenden teilhaben durften.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9129\" aria-describedby=\"caption-attachment-9129\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9129 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-1024x500.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-1024x500.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-768x375.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-1536x750.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-2048x1000.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-3-850x415.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9129\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 musicEmotion<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rupert Fankhauser war 1993\/94 Mitglied des Capetown Orchestra und hat seither Verbindungen nach S\u00fcdafrika. Philipp Sageder und er entwickelten das Projekt \u201emusicEmotion\u201c, mit dem sie 2019 zum ersten Mal an der Universit\u00e4t in Stellenbosch, einer Stadt im S\u00fcdwesten S\u00fcdafrikas, und in dortigen Schulen zu Gast waren. Aufgrund der positiven Resonanz besuchten sie im Februar 2023 S\u00fcdafrika erneut. \u201eMit \u201amusicEmotion\u2018 wollen wir Bewegung, Emotion und musikalische Ausdrucksweise vereinen\u201c, so Fankhauser. Die Idee ist \u00fcber das \u00fcbliche Masterclass-Format hinauszugehen und nicht nur ausgew\u00e4hlte Studierende an der Universit\u00e4t zu unterrichten, sondern auch junge Talente au\u00dferhalb des akademischen Kreises. In ihrem Projekt nutzen sie den Vorteil, unterschiedliche Stilrichtungen abzudecken. Fankhauser ist Klarinettist und kommt somit aus dem klassischen Konzertfach, Sageder aus dem Gesang und der Popularmusik. Beide sehen Teamteaching als gro\u00dfen Mehrwert f\u00fcr Lehrende, weil sie viel voneinander lernen k\u00f6nnen. \u201eTeamteaching ist der Gegenentwurf zur Masterclass. Wir arbeiten stilistisch bunt, mit Ensembles statt mit Einzelnen und mit Musiker_innen unterschiedlicher Levels\u201c, erkl\u00e4rt Sageder.<\/p>\n<p>Die Musikfakult\u00e4t der Universit\u00e4t Stellenbosch versucht ihre k\u00fcnftigen Studierenden \u00fcber ein engagiertes Outreach-Programm an Township-Schulen anzuwerben, um so auch inklusiver und diverser zu werden. \u201eWir haben sehr praktisch mit den jungen Musiker_innen an Improvisationen, am H\u00f6ren und Zuh\u00f6ren gearbeitet\u201c, sagt Sageder \u00fcber die Arbeit mit den Sch\u00fcler_innen. \u201eDie Kinder sind sehr enthusiastisch, mit einem freien Zugang zu Musik. Viele singen regelm\u00e4\u00dfig in Ch\u00f6ren und bei Kirchenmessen und haben daher sehr gute gesangliche F\u00e4higkeiten\u201c, erg\u00e4nzt Fankhauser.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9130\" aria-describedby=\"caption-attachment-9130\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9130 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-1024x500.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-1024x500.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-768x375.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-1536x750.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-2048x1000.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image4-1-850x415.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9130\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 musicEmotion<\/figcaption><\/figure>\n<p>An der Universit\u00e4t Stellenbosch, deren Studienangebot stark auf k\u00fcnstlerische Konzertf\u00e4cher ausgerichtet ist, traten die mdw-Lehrenden mit den Studierenden in einen Austausch \u00fcber den Stellenwert der P\u00e4dagogik. \u201eErfolgreiche Musiker_innen k\u00f6nnen ebenso erfolgreich p\u00e4dagogisch t\u00e4tig sein. An der mdw gibt es eine gro\u00dfe didaktische Expertise, da k\u00f6nnen wir sehr viel vermitteln\u201c, betont Sageder. Austausch soll auch in Form von Mobilit\u00e4ten stattfinden. Lehrende der Universit\u00e4t Stellenbosch waren bereits an der mdw zu Gast, Studierendenmobilit\u00e4ten sollen folgen \u2013 in beide Richtungen. \u201eS\u00fcdafrika ist ein unglaublich sch\u00f6nes Land mit gro\u00dfem Potenzial. Im Bildungsbereich gibt es zahlreiche Initiativen. Dennoch hat sich f\u00fcr die \u00c4rmsten nicht viel gebessert\u201c, meint Fankhauser. Als Folge der Apartheidpolitik gibt es nach wie vor Wohngebiete getrennt nach Hautfarbe und \u00fcberaus gef\u00e4hrliche Regionen mit hoher Kriminalit\u00e4t.<\/p>\n<p>\u201eVon einer Reise wie dieser komme ich mit gro\u00dfer Demut zur\u00fcck und erz\u00e4hle den Studierenden von meinen Erfahrungen. Es ist wichtig f\u00fcr Lehrende sich immer wieder auf neues Terrain zu begeben, um zu sehen, was es hei\u00dft, sich erstmals mit Musik zu befassen und am Anfang zu stehen\u201c, ist Fankhauser \u00fcberzeugt. \u201eIm Projekt wollen wir permanent Fragen stellen, denn es gibt so viel zu lernen und viele Sichtweisen auf Musik. Das Ziel ist es, Automatismen zu verlassen und neue Spielfelder zu er\u00f6ffnen\u201c, erl\u00e4utert Sageder. In der musikalischen Ausbildung erachten es beide als essenziell, nicht nur die Spezialisierung und den Exzellenzgedanken voranzutreiben, sondern den Studierenden vielseitige Kompetenzen mitzugeben, um ihre Musik in die Gesellschaft zu tragen und Barrieren abzubauen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9127\" aria-describedby=\"caption-attachment-9127\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9127 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-1024x500.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"415\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-1024x500.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-300x147.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-768x375.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-1536x750.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-2048x1000.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-10-850x415.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9127\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 musicEmotion<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Projekt bringen die beiden Lehrenden nicht nur nach S\u00fcdafrika. Wichtig ist ihnen, abseits der westlichen Kulturmetropolen zu agieren. Im September waren sie mit ihrem Projekt in Kolumbien zu Gast, ebenso mit dem Ansatz m\u00f6glichst viele Musiker_innen sparten\u00fcbergreifend einzubinden. Im Fr\u00fchjahr 2024 wollen Fankhauser und Sageder nach S\u00fcdafrika zur\u00fcckkehren und ihr Projekt und Netzwerk mit dem gro\u00dfen musikalischen Reichtum S\u00fcdafrikas erweitern \u2013 gem\u00e4\u00df dem Motto \u201eWho no know go know\u201c.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Who No Know Go Know: Der Songtitel der nigerianischen Musik\ufefflegende Fela Kuti war auch ein Motto f\u00fcr ein Projekt der mdw-Lehrenden Rupert Fankhauser und Philipp Sageder in S\u00fcdafrika.<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":9130,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[1365,1431,1430],"class_list":["post-9124","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-music","tag-2023-3","tag-mdwinternational","tag-suedafrika"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9124","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9124"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9124\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9319,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9124\/revisions\/9319"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9130"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9124"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9124"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9124"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}