{"id":9099,"date":"2023-09-25T17:29:34","date_gmt":"2023-09-25T15:29:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9099"},"modified":"2023-09-29T09:55:51","modified_gmt":"2023-09-29T07:55:51","slug":"wir-werden-paedagog_innen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/09\/25\/wir-werden-paedagog_innen\/","title":{"rendered":"\u201eWir werden P\u00e4dagog_innen und K\u00fcnstler_innen\ufeff\u201c"},"content":{"rendered":"<h1>Der Weg zum musikp\u00e4dagogischen Studium<\/h1>\n<p>Mittlerweile studiert Norbert Polek seit einem Jahr an der mdw das Hauptfach Tasteninstrumente Popularmusik (Musikerziehung \u2013 ME). Die Entscheidung, sein Hobby zum Beruf zu machen, war keine leichte. Die Liebe zur Musik und zum Unterrichten war schon lange da, denn Norbert leitete bereits vor seinem Studium Ch\u00f6re, unterrichtete selbst und spielte in Kirchen regelm\u00e4\u00dfig Orgel. Der Schritt hin zu einer musikalischen Hochschulausbildung war trotzdem gut \u00fcberlegt. Gro\u00df war vor allem der Respekt vor einer Universit\u00e4t, an der Musik gelehrt wird. \u201eMusikmachen auf einer akademischen Ebene macht auf den ersten Blick Angst, da es einfach etwas komplett anderes ist.\u201c Schlussendlich \u00fcberzeugten ihn Freund_innen, die bereits an der mdw studierten, es auch zu probieren und sich zu bewerben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9104\" aria-describedby=\"caption-attachment-9104\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9104 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image3-1-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9104\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>An die erste Bewerbungsphase erinnert er sich noch gut: \u201eMan muss sich wirklich hinsetzen und sich Zeit nehmen, Notizen machen und vor allem Fristen genau notieren. Grunds\u00e4tzlich ist aber alles online zu finden.\u201c Wenn er doch einmal nicht weiterwusste, kontaktierte er zum Beispiel das StudienCenter der mdw oder erkundigte sich bei anderen Bewerber_innen. \u201eIch hatte das Gl\u00fcck, schon Leute an der mdw zu kennen. Das hat sehr geholfen. Diese M\u00f6glichkeit haben sicher nicht alle. Ich wei\u00df, dass ich da sehr privilegiert war. Wer noch niemanden kennt, k\u00f6nnte zum Beispiel via Social Media erste Kontakte suchen.\u201c Im M\u00e4rz 2022 schickte Norbert die ersten Bewerbungsunterlagen samt den n\u00f6tigen Dokumenten und Formularen sowie seine Programmauswahl f\u00fcr die Zulassungspr\u00fcfung ab. Nach dem Versenden begann vorerst das gro\u00dfe Warten, denn die eigentliche Aufnahmepr\u00fcfung startete erst rund zwei Monate sp\u00e4ter. Anfang Juni reichte Norbert seine Bewerbungsvideos ein. Mit diesen haderte er ein wenig, da diese ihm die M\u00f6glichkeit boten, so viele Aufnahmen wie m\u00f6glich anzufertigen. \u201eDas klingt im ersten Moment verlockend, aber wenn man 50-mal dasselbe aufnimmt, f\u00e4llt die Leistung irgendwann ab und es wird statt besser eher schlechter.\u201c R\u00fcckblickend wei\u00df der 20-J\u00e4hrige heute, dass er die Zeit zwischen dem administrativen und dem eigentlichen k\u00fcnstlerischen Teil samt Pr\u00fcfungen besser h\u00e4tte n\u00fctzen k\u00f6nnen. \u201eDurch den zeitlichen Abstand vergisst man irgendwie, dass man sich vorbereiten sollte. Zumindest war es bei mir so.\u201c Im Idealfall, ist er sich sicher, sollte direkt nach dem Absenden aller Unterlagen die zeitliche Struktur festgelegt und gekl\u00e4rt werden, wann man was \u00fcbt und vor allem wem man etwas vorspielen kann. \u201eAuch hier hilft wieder der Austausch mit anderen. Denn man unterst\u00fctzt sich gegenseitig bei der Vorbereitung, nimmt sich den Druck und beruhigt sich dadurch.\u201c Er hatte Gl\u00fcck, denn schlussendlich konnten \u00dcbungsr\u00e4ume gemeinsam organisiert werden und dank Freund_innen konnte er sich auch in R\u00e4umlichkeiten an der mdw vorbereiten. Besonders geholfen hat ihm, dass er durch den Kontakt einer Freundin direkt bei einem Professor vorspielen und sich dadurch zus\u00e4tzliches Feedback holen konnte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9102\" aria-describedby=\"caption-attachment-9102\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9102 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image1-7-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9102\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Corona-bedingt fanden f\u00fcr Norbert die theoretischen Pr\u00fcfungen Mitte Juni 2022 auschlie\u00dflich online statt. Das Vorsingen f\u00fcr die Klassik konnte er dann dank bereits gelockerter Corona-Ma\u00dfnahmen vor Ort im Alten Konzertsaal am Rennweg absolvieren. Im Vergleich zum Aufnehmen und Einreichen der Videos musste er seine Leistung hier auf einmal abrufen. \u201eDas Schlimmste ist immer das, was man sich vorher alles vorstellt\u201c, ist er \u00fcberzeugt. Die gr\u00f6\u00dfte \u00dcberwindung im gesamten Prozess war f\u00fcr ihn das Vorsingen, das auch bei einem Instrument als k\u00fcnstlerisches Hauptfach Pflicht ist. F\u00fcr die Zulassungspr\u00fcfung musste er drei klassische St\u00fccke ausw\u00e4hlen, die dann vorgetragen werden mussten. \u201eIch habe vorher noch nie gesungen. F\u00fcr mich war das am Anfang sehr bizarr. Ich als S\u00e4nger? Das konnte ich mir \u00fcberhaupt nicht vorstellen.\u201c Besonders gerne denkt er deshalb an die positive Resonanz der Kommission zur\u00fcck, die Bewerber_innen bestm\u00f6glich beruhigte und mit gutem Zureden half, den Druck der Pr\u00fcfungssituation abzubauen. Die Erleichterung nach dem Aufnahmeprozess war gro\u00df. \u00dcbertroffen wurde dieses Hochgef\u00fchl rund zwei Wochen sp\u00e4ter mitten im Unterricht mit einer seiner Sch\u00fclerinnen, als die erl\u00f6sende Nachricht kam, dass er an der mdw aufgenommen worden war.<\/p>\n<figure id=\"attachment_9103\" aria-describedby=\"caption-attachment-9103\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9103 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image2-4-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9103\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Seine Bilanz nach einem Jahr Studium an der mdw: \u201eDer Unterricht ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Es ist nicht wie an anderen Universit\u00e4ten, wo man nur eine Matrikelnummer ist. Die Professor_innen nehmen sich an der mdw Zeit f\u00fcr ihre Studierenden. Man merkt schnell, dass die Lehrenden auch P\u00e4dagog_innen sind und ihr Wissen weitergeben m\u00f6chten.\u201c Den Gro\u00dfteil seiner Studienzeit verbringt er am Standort Rennweg, seinen Hauptfachunterricht in Jazzklavier hat er wiederum am ipop, dem Institut f\u00fcr Popularmusik am Campus der mdw. Nach dem Studium will er auf jeden Fall selbst unterrichten, aber trotzdem weiterhin als Ausgleich zum Beispiel einen Chor leiten. \u201eDas Sch\u00f6ne ist, dass man an der mdw mit einem musikp\u00e4dagogischen Studium nicht nur zu P\u00e4dagog_innen ausgebildet wird, sondern auch zu K\u00fcnstler_innen. Dadurch kann man sehr viele verschiedene Dinge im k\u00fcnstlerischen wie im p\u00e4dagogischen Bereich machen.\u201c<\/p>\n<p>Sein Tipp f\u00fcr all jene, die ebenfalls \u00fcberlegen sich f\u00fcr ein musikp\u00e4dagogisches Studium zu bewerben: \u201eMan sollte sich einfach auf die Situation einlassen und Personen suchen, die den Aufnahmeprozess bereits absolviert haben oder es auch vorhaben, denn das hilft ungemein. Und ganz wichtig ist, alles ernst nehmen, aber nicht zu ernst und sich nicht zu viele Sorgen machen.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlerweile studiert Norbert Polek seit einem Jahr an der mdw \ufeffdas Hauptfach Taste\ufeffninstrumente Popularmusik (Musikerziehung \u2013 ME). 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