{"id":9069,"date":"2023-09-25T17:51:04","date_gmt":"2023-09-25T15:51:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=9069"},"modified":"2023-09-29T11:04:14","modified_gmt":"2023-09-29T09:04:14","slug":"mit-selbstmanagement-zum-grossen-buehnenerfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/09\/25\/mit-selbstmanagement-zum-grossen-buehnenerfolg\/","title":{"rendered":"Mit Selbstmanagement zum gro\u00dfen B\u00fchnenerfolg"},"content":{"rendered":"<h5>Seit dem Fr\u00fchjahr kooperiert die mdw mit dem neu gegr\u00fcndeten Korea Kulturzentrum in der Wiener Innenstadt. Sun Ok Lee, Artistic Director des Kulturzentrums und selbst Absolventin der mdw, spricht \u00fcber kulturelle \u00c4hnlichkeiten, die Bedeutung von Selbstmanagement und die F\u00f6rderung junger Musiker_innen.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_9071\" aria-describedby=\"caption-attachment-9071\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-9071 size-medium\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4-850x1133.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/post-1_image0-4.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-9071\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Korea Kulturzentrum<\/figcaption><\/figure>\n<p>Schon bei der feierlichen Er\u00f6ffnung des Korea Kulturzentrums in der Wiener K\u00e4rntnerstra\u00dfe im Mai stand die Musik im Vordergrund: In Anwesenheit des koreanischen Premierministers Han Duck-soo wurde ein facettenreiches Konzertprogramm geboten, das einen Bogen von traditioneller koreanischer Musik \u00fcber Klassik zu Crossover schlug. Auch auf der B\u00fchne stand die Violinistin Sun Ok Lee, die im Trio mit Gerald Schuller und Johannes Kretz eine klassisch-koreanische Klangfusion performte.<\/p>\n<p>Als Artistic Director des Kulturzentrums kuratiert Sun Ok Lee eine Konzertreihe in Kooperation mit der mdw, bei der 2023 und 2024 entweder Musikstudierende koreanischer Herkunft auftreten werden oder ein Teil des Musikprogramms von koreanischen Komponist_innen sein soll. Dabei stehen Konzerte, After-Work-Konzerte und Kinderkonzerte unter Mitwirkung zahlreicher Institute der mdw auf dem Programm. \u201eWie der Direktor des Korea Kulturzentrums Jin Hong Rim schon bei der Bekanntgabe der Kooperation mit der mdw gesagt hat, ist das Korea Kulturzentrum zun\u00e4chst Botschafter der koreanischen Kultur in \u00d6sterreich\u201c, so Sun Ok Lee. \u201eZugleich m\u00f6chten wir uns aber zum Hotspot hochqualitativer Musik in Wien entwickeln und ein breites Publikum ansprechen. Drittens ist es uns ein gro\u00dfes Anliegen, ein interessanter Spielort f\u00fcr herausragende Musiker_innen zu werden.\u201c Dabei verfolgen Jin Hong Rim und Sun Ok Lee konkrete Ziele zur F\u00f6rderung junger Talente auf dem Weg vom Studium in eine professionelle Konzertkarriere. Ihnen m\u00f6chten sie im Kulturzentrum attraktive Auftrittsm\u00f6glichkeiten bieten und sie mit einem interessierten Publikum ebenso wie mit potenziellen zuk\u00fcnftigen Auftraggeber_innen zusammenbringen. \u201eDie Musiker_innen, die im Korea Kulturzentrum auftreten, sollen erstens die M\u00f6glichkeit haben, ihr Netzwerk auszubauen, und zweitens f\u00fcr ihre Leistung fair und gut bezahlt werden. Leider ist das gerade mit Blick auf junge K\u00fcnstler_innen keine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Dabei m\u00f6chten wir sowohl koreanischen Studierenden die M\u00f6glichkeit geben, sich zu pr\u00e4sentieren, als auch \u00f6sterreichische Studierende mit koreanischer Musik in Kontakt bringen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Man muss sich schon w\u00e4hrend des Studiums damit besch\u00e4ftigen, wie der Musikmarkt aussieht und wie man sich darin positionieren m\u00f6chte.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dass Sun Ok Lee ein besonderes Augenmerk auf die F\u00f6rderung von Musikstudierenden richtet, hat sich aus ihrem eigenen k\u00fcnstlerischen Werdegang entwickelt: Bereits im Alter von 14 Jahren begann sie ihr k\u00fcnstlerisches Studium der Violine an der mdw, sp\u00e4ter kehrte sie f\u00fcr ein Doktoratsstudium an die Universit\u00e4t zur\u00fcck, um Karrierewege von Musiker_innen zu analysieren. \u201eZu Beginn meines ersten Studiums habe ich nat\u00fcrlich eine Solokarriere angestrebt\u201c, erz\u00e4hlt Sun Ok Lee. \u201eLange habe ich nur den klassischen Weg gekannt und bin mit der Unterst\u00fctzung von Riccardo Muti und Wladimir Spiwakow auch auf gro\u00dfe B\u00fchnen gekommen. Erst sp\u00e4ter habe ich Crossover-Konzepte kennengelernt. Das musikalische Profil von etwa Nigel Kennedy hat mich enorm fasziniert \u2013 und auch die Gagen-Spanne, die in diesem Bereich um ein Vielfaches h\u00f6her ist als in der Klassik.\u201c Im Zuge ihres Doktorats besch\u00e4ftigte sie sich intensiv mit Aspekten des Selbstmanagements und der Entwicklung eines k\u00fcnstlerischen Profils. \u201eMan muss sich schon w\u00e4hrend des Studiums damit besch\u00e4ftigen, wie der Musikmarkt aussieht und wie man sich darin positionieren m\u00f6chte. Auch f\u00fcr K\u00fcnstler_innen ist es wichtig, so etwas wie eine Marke zu entwickeln. Gerade an einer Weltklasse-Universit\u00e4t wie der mdw sieht man, wie stark der Konkurrenzdruck ganz oben ist, wo alle auf h\u00f6chstem Niveau spielen. Um hier hervorzustechen, ist es notwendig, seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen gut zu reflektieren, um m\u00f6gliche Karrierewege zu erkennen und entsprechend verfolgen zu k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Die koreanische Kultur erfreut sich weltweit vor allem durch die Popkultur steigender Beliebtheit, \u00d6sterreich hingegen ist das klassische Musikland schlechthin.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Phase zwischen Studium und Beruf erachtet Sun Ok Lee daher als zentrale Schl\u00fcsselstelle. Sie selbst hat neben der klassischen Karriere, unter dem K\u00fcnstlernamen \u201eKorea Lee\u201c ein erfolgreiches Profil im Crossover-Bereich geformt und daf\u00fcr ein zielgruppenspezifisches Programm gestaltet. \u201eHier trete ich etwa bei gro\u00dfen Veranstaltungen von Luxuskonzernen auf.\u201c Ein breites Publikum m\u00f6chte Sun Ok Lee auch mit dem Konzertprogramm im Korea Kulturzentrum ansprechen \u2013 Klassik-Liebhaber_innen und etablierte Vertreter_innen aus Kunst und Wirtschaft ebenso wie neues und besonders junges Musikpublikum. \u201eDie koreanische Kultur erfreut sich weltweit vor allem durch die Popkultur steigender Beliebtheit, \u00d6sterreich hingegen ist das klassische Musikland schlechthin. Obwohl beide L\u00e4nder kulturell sehr weit voneinander entfernt sind, sehe ich auch viele \u00c4hnlichkeiten, etwa in der Mentalit\u00e4t oder in wirtschaftlichen Entwicklungen. Das wollen wir am Korea Kulturzentrum gerne in der Musik widerspiegeln. Wir wollen hochtalentierte Studierende aus \u00d6sterreich und Korea gemeinsam auf die B\u00fchne bringen und freuen uns nat\u00fcrlich auch, wenn wir das koreanische Musikrepertoire in Wien bekannter machen k\u00f6nnen. Es gibt viele K-Pop-Fans in Wien \u2013 aber in der Zeit der Wiener Klassik wurden auch in Korea klassische Werke komponiert \u2026\u201c<\/p>\n<p>Weitere Informationen sowie alle Veranstaltungen sind auf der <a href=\"https:\/\/koreaonline.at\/\">Website <\/a>des Korea Kulturzentrums zu finden.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Fr\u00fchjahr kooperiert die mdw mit dem neu gegr\u00fcndeten Korea Kulturzentrum in der Wiener Innenstadt. 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