{"id":886,"date":"2017-05-02T11:02:17","date_gmt":"2017-05-02T09:02:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=886"},"modified":"2020-03-10T12:23:42","modified_gmt":"2020-03-10T11:23:42","slug":"alumni-im-fokus-khatia-buniatishvili","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/05\/02\/alumni-im-fokus-khatia-buniatishvili\/","title":{"rendered":"Alumni im Fokus \u2013 Khatia Buniatishvili"},"content":{"rendered":"<strong>Die georgische Pianistin und mdw-Alumna Khatia Buniatishvili wird am 6. Juni beim Festakt anl\u00e4sslich des 200-Jahr-Jubil\u00e4ums der mdw im Gro\u00dfen Musikvereinssaal auftreten. Mit dem <em>mdw-Magazin<\/em> sprach Sie vorab \u00fcber Kindheits- und Studienerinnerungen sowie Vergleiche mit Popstars.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_889\" aria-describedby=\"caption-attachment-889\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-889\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Khatia_Buniatishvili_c_Gavin_Evans.jpg\" alt=\"Khatia Buniatishvili\" width=\"400\" height=\"599\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Khatia_Buniatishvili_c_Gavin_Evans.jpg 600w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Khatia_Buniatishvili_c_Gavin_Evans-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-889\" class=\"wp-caption-text\">Khatia Buniatishvili \u00a9Gavin Evans<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nicht nur die mdw hat 2017 etwas zu feiern. Auch Khatia Buniatishvili wird im Juni dieses Jahres einen runden Geburtstag begehen, ihren drei\u00dfigsten. Dabei blickt die junge Ausnahmepianistin bereits auf eine \u00fcberaus erfolgreiche Karriere, zahlreiche Auszeichnungen und f\u00fcnf ver\u00f6ffentlichte Alben zur\u00fcck. Ihr Orchesterdeb\u00fct als Solistin gab sie im zarten Alter von sechs Jahren, seit ihrem zehnten Lebensjahr gibt sie weltweit Konzerte. \u201eW\u00e4hrend dieser Zeit erfuhr ich, was wahre Disziplin bedeutet und wie ein Mensch seine Fantasiewelt in einen physisch und psychisch herausfordernden und realen Plan weiterentwickeln kann. Dieser Lebensabschnitt hat mich zu der gemacht, die ich heute bin.\u201c Ihre Mutter erkannte ihr Talent schon sehr fr\u00fch und f\u00fchrte sie in die Welt der Musik ein. Daf\u00fcr sei sie heute sehr dankbar. Sie zeigte ihr auch, dass neben der Musikalit\u00e4t ebenso Verantwortungsbewusstsein und Freiheit unabdingbar seien, um Musik machen zu k\u00f6nnen. Bei einem Wettbewerb in Tiflis lernte die Pianistin schlie\u00dflich Oleg Maisenberg kennen, der sie \u00fcberzeugte nach Wien zu kommen und bei ihm an der mdw zu studieren. Sie sei damals voller Enthusiasmus nach Wien gekommen und eine sehr gute Studentin gewesen, erz\u00e4hlt Buniatishvili. \u201eIch wollte so viel wie m\u00f6glich aufsaugen und die Universit\u00e4t gab mir die Chance auf grenzenloses Wissen.\u201c W\u00e4hrend dieser Zeit habe sie sich zum ersten Mal als selbstst\u00e4ndiger und unabh\u00e4ngiger Mensch gef\u00fchlt. \u00dcber Oleg Maisenberg spricht sie nur Worte des Lobes: Sie habe sehr viel von ihm gelernt. Er sei ein gro\u00dfartiger Musiker mit unbegrenzter Fantasie und Tiefe. \u201eJede Stunde war ein Kunstwerk und ist tief in meinem Ged\u00e4chtnis eingebettet.\u201c<\/p>\n<p>Die Wahl-Pariserin gewann 2012 den ECHO Klassik in der Sparte <em>Nachwuchsk\u00fcnstlerin<\/em> f\u00fcr ihr erstes Album <em>Franz Liszt<\/em>; 2016 gewann sie den ECHO Klassik in der Sparte <em>Solistische\u00a0Einspielung des Jahres<\/em> f\u00fcr ihr viertes Album <em>Kaleidoscope<\/em> (mit St\u00fccken von Mussorgsky, Ravel und Strawinsky). Das Repertoire f\u00fcr ihre mittlerweile f\u00fcnf Alben stimme immer mit ihrem jeweiligen Lebensabschnitt und Seelenzustand \u00fcberein. Sie wolle damit aufrichtig gegen\u00fcber den Komponist-Innen, dem Publikum und auch gegen\u00fcber sich selbst sein. Von MusikkritikerInnen wird Buniatishvili gerne mit Popstars wie Katy Perry oder Beyonc\u00e9 verglichen. Sie selbst schenkt derartigen Vergleichen keine Beachtung. Meint in einem Nachsatz aber, es k\u00f6nne daran liegen, dass ein junges, nicht unbedingt Klassik-affines Publikum begonnen habe, sich f\u00fcr sie und dadurch in weiterer Folge auch f\u00fcr die klassische Musik zu interessieren. Vielleicht liegt es aber auch an ihrer expressiven und emotionsgeladenen K\u00f6rpersprache auf der B\u00fchne? \u201eMeistens vergesse ich, dass das Publikum da ist. Ebenso vergesse ich mein Ego. Meine Energie sowie die des Publikums verbinden sich und etwas Gro\u00dfartiges entsteht. Ich habe das Gef\u00fchl unk\u00f6rperlich zu werden.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_887\" aria-describedby=\"caption-attachment-887\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-887\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/khatia_buniatishvili_beitragsbild.jpg\" alt=\"Khatia Buniatishvili\" width=\"800\" height=\"462\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/khatia_buniatishvili_beitragsbild.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/khatia_buniatishvili_beitragsbild-300x173.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/khatia_buniatishvili_beitragsbild-768x444.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-887\" class=\"wp-caption-text\">Khatia Buniatishvili \u00a9Gavin Evans<\/figcaption><\/figure>\n<p>F\u00fcr junge MusikerInnen hat der Profi einige Ratschl\u00e4ge parat: Man m\u00fcsse hart arbeiten, aber ebenso die Spontanit\u00e4t des Lebens und der Musik genie\u00dfen. Man m\u00fcsse andere Meinungen respektieren und die Verantwortung gegen\u00fcber den KomponistInnen, den Menschen, der Musik und der Welt sp\u00fcren, aber zur gleichen Zeit frei und sich selbst treu bleiben. \u201eFinde deine eigene Stimme und dich selbst in der Musik, der Kunst und im Leben\u201c, so Buniatishvili. Am 6. Juni haben die mdw-Studierenden die Gelegenheit, die Pianistin live zu erleben. Der Auftritt beim Festakt des 200-Jahr-Jubil\u00e4ums der mdw bedeute ihr sehr viel. Ihr Zeitplan h\u00e4tte den Auftritt eigentlich nicht erlaubt, aber sie habe es m\u00f6glich gemacht. \u201eEs ist eine gro\u00dfe Ehre.\u201c<\/p>\n<ul>\n<li>Livestream des Festakts am 6.6. um 19.30 Uhr unter <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/mdwmediathek\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.mdw.ac.at\/mdwmediathek<\/a><\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die georgische Pianistin und mdw-Alumna Khatia Buniatishvili wird am 6. 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