{"id":8498,"date":"2023-02-27T13:12:34","date_gmt":"2023-02-27T12:12:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=8498"},"modified":"2023-02-27T13:13:02","modified_gmt":"2023-02-27T12:13:02","slug":"ligeti-in-budapest-und-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/02\/27\/ligeti-in-budapest-und-wien\/","title":{"rendered":"Ligeti in Budapest und Wien"},"content":{"rendered":"Zum 100. Geburtstag Gy\u00f6rgy Ligetis veranstalten Musikschaffenden sowie Liebhaber_innen zeitgen\u00f6ssischer Musik rund um den Globus zahlreiche Events. Obwohl sich die zweite H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts durch viele herausragende Komponist_innen und Werke auszeichnet, sticht Ligeti hervor \u2013 nicht nur wegen seiner genialen Kompositionen, sondern auch weil er und sein Schaffen seine Zeitgenoss_innen entscheidend pr\u00e4gten. Nur wenige Komponist_innen werden weltweit so gesch\u00e4tzt wie Ligeti, seine Werke werden regelm\u00e4\u00dfig aufgef\u00fchrt und seine Kompositionstechniken machen bis heute Schule.<\/p>\n<p>Ligetis Zeitgenoss_innen und Sch\u00fcler_innen haben stets seinen brillanten Verstand, seine Analyse-, Synthese- und Erkenntnisf\u00e4higkeit sowie sein musikalisches Gesp\u00fcr, seine \u00fcberbordende Kreativit\u00e4t und Vorstellungskraft hervorgehoben und betont. Er war ein so au\u00dfergew\u00f6hnlicher Geist, dass er sogar mit Hirnforscher_innen und Mikrobiolog_innen ausf\u00fchrliche Fachgespr\u00e4che f\u00fchrte und mit aufrichtigem Interesse die Entdeckungen und Entwicklungen von Disziplinen, die scheinbar weit von der Musik entfernt waren, verfolgte. Ligeti war selbst ein musikalischer Entdecker und Pionier, der stetig musikalisches Neuland erforschte. Nicht selten \u00fcbertrug er Forschungsfelder anderer Disziplinen auf seine eigenen kompositorischen Forschungen und Kompositionen. Einmal erkl\u00e4rte er, dass dann, wenn seine musikalische Sprache von anderen \u00fcbernommen \u2013 also quasi nachgeahmt \u2013 werde, er bereits ganz woanders sei. Ligeti war ein Komponist, der auf neuen unbeschrittenen Pfaden wandelte \u2013 allen anderen voraus.<\/p>\n<p>Um diesen Ausnahmek\u00fcnstler geb\u00fchrend zu feiern, werden Studierende unterschiedlicher Musikhochschulen, an denen Ligeti gelehrt und gewirkt hat, gemeinsam ein ikonisches Werk Ligetis auff\u00fchren sowie neue innovative musikalische Kompositionen schaffen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Erasmus+ Blended Intensive Programme treffen sich Studierende der Musikhochschulen aus Budapest, Wien, Hamburg und Stockholm in Budapest (5\u20135 Instrumentalstudent_innen, 1\u20131 Dirigent_in und 1 Kompositionsstudent_in), wo nach einem einw\u00f6chigen Workshop- und Probenprozess das in den Jahren 1998\/99 und 2002 komponierte <i>Hamburger Concerto<\/i> zusammen mit vier neuen, von Kompositionsstudierenden f\u00fcr diesen Anlass geschaffenen Kammermusikwerken aufgef\u00fchrt werden soll. Am Pult stehen Dirigierstudenten der beteiligten Institutionen, die sowohl die sieben S\u00e4tze des <i>Hamburger Concerto<\/i> als auch die neu komponierten Werke dirigieren werden. Das Konzert, das live \u00fcbertragen wird, findet am 29. April im Gro\u00dfen Saal der Budapester Franz-Liszt-Musikakademie statt. Da Budapest der Ausgangspunkt von Gy\u00f6rgy Ligetis Lehrt\u00e4tigkeit war, schien es uns angebracht, den Workshop in dieser Stadt abzuhalten.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 100. 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