{"id":8476,"date":"2023-02-27T12:37:06","date_gmt":"2023-02-27T11:37:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=8476"},"modified":"2023-02-27T12:37:31","modified_gmt":"2023-02-27T11:37:31","slug":"sich-nicht-zurueckhalten-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/02\/27\/sich-nicht-zurueckhalten-lassen\/","title":{"rendered":"Sich nicht zur\u00fcckhalten lassen"},"content":{"rendered":"<h1>\u00dcber den zweiten Durchlauf von Reach higher, reach beyond. Mentoring-Programm f\u00fcr K\u00fcnstler_innen der mdw, die eine universit\u00e4re Karriere anstreben (Frauen, inter* und nicht-bin\u00e4re Personen).<\/h1>\n<p>Schon vor etwa einem Jahr wurde an dieser Stelle der Frauenanteil bei den Universit\u00e4ts- und Vertragsprofessor_innen der mdw referiert, Anlass war ein Bericht \u00fcber das erstmals stattfindende Mentoring-Programm f\u00fcr Prae und Post Docs der mdw (Frauen, inter* und nicht-bin\u00e4re Personen). Ende 2021 lag dieser Anteil bei 33,5 Prozent, die Statistik zur Geschlechterverteilung an der mdw weist aber auf eine besondere Schieflage bei der Geschlechterrepr\u00e4sentation auf Professor_innen-Ebene hin: W\u00e4hrend bei den wissenschaftlichen Professuren die Frauen mit einem Anteil von 45 Prozent schon recht gut aufgeholt haben, liegt der Anteil bei der gro\u00dfen Mehrheit der Professuren an der mdw \u2013 n\u00e4mlich den k\u00fcnstlerischen \u2013 bei vergleichsweise mageren 32 Prozent.<\/p>\n<p>Das zweite Pilotprojekt unter dem Titel <i>Reach higher, reach beyond. Mentoring-Programm f\u00fcr K\u00fcnstler_innen der mdw, die eine universit\u00e4re Karriere anstreben (Frauen, inter* und nicht-bin\u00e4re Personen)<\/i>, entwickelt von der Stabstelle Gleichstellung, Gender Studies und Diversit\u00e4t (GGD) gemeinsam mit Vizerektorin Gerda M\u00fcller, Barbara Strack-Hanisch und der Personalentwicklung \u2013 Zentrum f\u00fcr Weiterbildung (ZfW), versuchte im vergangenen Jahr, einen Beitrag zum Gerader\u00fccken dieser ern\u00fcchternden Zahlen zu leisten.<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Absolvent_innen, Lehrbeauftragte und Senior Lecturer der mdw in einem k\u00fcnstlerischen oder k\u00fcnstlerisch-p\u00e4dagogischen Fach stellten sowohl individuell als auch in Mentoring-Kleingruppen und der gr\u00f6\u00dferen Peer-Gruppe Fragen zu ihren universit\u00e4ren Karrieren und arbeiteten (gemeinsam) an deren strategischer Weiterentwicklung. W\u00e4hrend eines dreiteiligen Kompetenztrainings, das 2022 endlich in Pr\u00e4senz stattfinden konnte, setzten sie sich mit dem Spannungsfeld von Konkurrenz und Kooperation im Kunstbetrieb auseinander, lernten universit\u00e4re Strukturen besser zu verstehen und aktiv zu nutzen und erlebten, was \u201eganzheitliche Pr\u00e4senz\u201c in der Kommunikation bedeuten kann.<\/p>\n<p>In einem eigenen Austauschformat teilten einige Lehrende an der mdw \u2013 Professorinnen genauso wie Senior Lecturers \u2013 auf sehr offene und pers\u00f6nliche Weise ihre Erfahrungen und (Karriere-)Entscheidungen im k\u00fcnstlerischen Universit\u00e4tsbetrieb mit den Mentees und Barbara Strack-Hanisch f\u00fchrte detailliert durch den Ablauf eines Ausschreibungs- und Bewerbungsprozesses an der mdw.<\/p>\n<p>Ein Experiment war f\u00fcr das Programm das Mentoring in Kleingruppen: Jeweils drei K\u00fcnstlerinnen\/Mentees arbeiteten \u00fcber mehrere Monate hinweg regelm\u00e4\u00dfig mit jeweils einer Mentorin, die sie sich als Gruppe selbst gew\u00e4hlt hatten. Die Dirigentin und seit Oktober 2022 mdw-Professorin Sian Edwards, die US-amerikanische Tubaistin und Universit\u00e4tsmanagerin Joanna Hersey, die Filmemacherin Ula St\u00f6ckl und die ehemalige Konzertgeigerin, T\u00e4nzerin und emeritierte Mozarteum-Professorin (Lab Inter Arts) Helmi Vent teilten gro\u00dfz\u00fcgig ihre Erfahrungen, Erkenntnisse und Ratschl\u00e4ge mit den Mentees: \u201eHelmi hat uns einen interessanten Blick hinter die Kulissen gew\u00e4hrt, andererseits sehr fundiert k\u00fcnstlerisch mit uns gearbeitet. Weiters hat sie mit uns vieles kritisch hinterfragt und somit auch viel Unsicherheit in Bezug auf das komplexe universit\u00e4re System genommen\u201c, erz\u00e4hlt Marlene Lacherstorfer.<\/p>\n<p>Zum zentralen Thema f\u00fcr die Teilnehmenden und das Programm \u2013 und zwar deutlich \u00fcber das urspr\u00fcnglich Geplante hinausgehend \u2013 entwickelte sich aber die wiederkehrende Auseinandersetzung mit Doing Gender im Kontext von Doing Art. Nicht nur der Input von Ulli Mayer im Rahmen des Programms gab Anlass zu intensiven Gespr\u00e4chen, sondern auch die im Sommer an der mdw sehr pr\u00e4sente Diskussion zum Thema Machtmissbrauch: In eigens daf\u00fcr organisierten Gespr\u00e4chsrunden tauschten sich Vizerektorin Gerda M\u00fcller und die Vorsitzende des Arbeitskreises f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen Angelika Silberbauer sehr offen mit den Mentees dar\u00fcber aus. \u201eIch bin dankbar, dass mich \u201aReach higher, reach beyond\u2018 dazu inspiriert hat, dass ich Machtmechanismen und Geschlechterverh\u00e4ltnisse, die ich vor meiner Teilnahme kaum je hinterfragt habe, nun kritischer betrachte\u201c, meint die Oboistin Katharina H\u00f6rmann dazu. Ganz allgemein war die Auseinandersetzung mit Geschlechter- und Machtverh\u00e4ltnissen von Anfang an innerhalb der Mentee-Gruppe wichtig. F\u00fcr Dorothy Khadem-Missagh \u201ewar es sehr wertvoll, in den vertrauensvollen Austausch mit anderen Mentees aus \u00e4hnlichen, aber auch ganz unterschiedlichen Bereichen zu treten. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich mit gewissen pers\u00f6nlichen Erlebnissen und Herausforderungen nicht alleine bin. Der Austausch hat den Blick auf eine gr\u00f6\u00dfere Ebene gehoben und oft blo\u00df als subjektiv wahrgenommene Erfahrungen in einen breiteren Kontext gestellt\u201c.<\/p>\n<p>Informationen zum Programm, den Mentees und Mentorinnen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mdw.ac.at\/ggd\/reachhigher-reachbeyond-kunst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.mdw.ac.at\/ggd\/reachhigher-reachbeyond-kunst<\/a><\/p>\n<h1><\/h1>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber den zweiten Durchlauf von Reach higher, reach beyond. 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