{"id":8460,"date":"2023-02-27T12:49:51","date_gmt":"2023-02-27T11:49:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=8460"},"modified":"2023-02-27T12:50:46","modified_gmt":"2023-02-27T11:50:46","slug":"morestringsfestival2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2023\/02\/27\/morestringsfestival2022\/","title":{"rendered":"Das more strings \u2013 Festival 2022 des \ufeffFritz Kreisler Instituts"},"content":{"rendered":"Nach f\u00fcnf Tagen ging am 21. November mit dem <i>more strings<\/i> die gr\u00f6\u00dfte Veranstaltung des Fritz Kreisler Instituts der mdw f\u00fcr 2022 zu Ende. Das Pensum f\u00fcr Besuchende und Teilnehmende war beachtlich: Acht Konzerte, zwei Meisterkurse, dazu wissenschaftliche Vortr\u00e4ge, Workshops und Diskussionsrunden wollten bew\u00e4ltigt werden, jede einzelne Veranstaltung eine F\u00fclle an Input, neuer Ideen und Anregungen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8463\" aria-describedby=\"caption-attachment-8463\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8463\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image1-1-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8463\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eGute Musik machen, wollen wir alle\u201c, erl\u00e4utert Mirjam Schr\u00f6der-Feldhoff, Festival-Initiatorin und k\u00fcnstlerische Leiterin. \u201eWas gutes Musizieren in der Gegenwart beinhaltet, wie man es erlernt, vermittelt und beurteilt, ist ungeheuer komplex und bedarf des st\u00e4ndigen Diskurses.\u201c Unter dem Motto \u201eWissen \u2013 Austausch \u2013 Musik\u201c begriffen sich daher alle Aktionen zwischen Wissenschaft, Dialog, \u00dcben und Pr\u00e4sentation als ausgew\u00e4hlte Aspekte guten Musizierens:<\/p>\n<ul>\n<li>Das richtige \u00dcben \u2013 im Workshop von Claudia Sch\u00f6nauer.<\/li>\n<li>Das richtige Material \u2013 in einer erl\u00e4uternden Pr\u00e4sentation von Thomastik-Infeld.<\/li>\n<li>Die historische Spielpraxis \u2013 im Meisterkurs von Gottlieb Wallisch.<\/li>\n<li>Die regionale Kontextualisierung \u2013 im \u201eWiener Klang\u201c und dem Wiener Lied.<\/li>\n<li>Die Bewertbarkeit musikalischer Leistungen \u2013 im Vortrag von Rosa Reitsamer.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nachdenken \u00fcber \u201erichtiges \u00dcben\u201c erfordert Kenntnisse \u00fcber das wechselhafte Zusammenspiel von Gehirn und K\u00f6rper, von neuronaler Vernetzung und Bewegungstraining. Nur so lassen sich mentale Strategien zum Zusammenspiel von Informationsverarbeitung, K\u00f6rperbewusstsein und Muskelbewegungen entwickeln. F\u00fcr die komplexen Bewegungsabl\u00e4ufe beim Musizieren muss das Gehirn \u201eL\u00f6sungspakete\u201c bilden, die automatisch in Gang gesetzt werden k\u00f6nnen, ohne dass das Gehirn \u00fcberfordert wird. Die im Workshop vorgestellten \u00dcbungen k\u00f6nnen die eigene \u00dcbepraxis nachhaltig verbessern.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8465\" aria-describedby=\"caption-attachment-8465\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8465\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image3-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8465\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Suche nach dem \u201erichtigen Material\u201c verschreiben sich die Saiten- und Produktentwickler von Thomastik-Infeld. \u201eKlangentstehung ist verkn\u00fcpft mit physikalischen Prozessen\u201c, erkl\u00e4ren Franz Klanner und Bernhard Rieger und veranschaulichen das Wechselspiel von Saite und Instrument anhand von Messungen zu Klangfarbe, Volumen, Tragf\u00e4higkeit und Balance. \u00dcber das Aufziehen der Saite, die Saitenspannung oder den Aufliegwinkel k\u00f6nnen Musiker_innen den Klang weiter optimieren und Wolft\u00f6ne eind\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Gute Musik wei\u00df um die Hintergr\u00fcnde ihrer Entstehungszeit und ihrer musikalischen Tradition. Der Meisterkurs von Gottlieb Wallisch (UdK Berlin) widmete sich daher Schuberts Klaviermusik am Original-Hammerfl\u00fcgel von 1830. \u201eDie Interpretation von Klavierwerken der Klassik und fr\u00fchen Romantik auf dem Hammerfl\u00fcgel er\u00f6ffnet erstaunliche Einsichten in die Struktur der Komposition und stellt einen starken Bezug zwischen der Kompositionsweise und den klanglichen M\u00f6glichkeiten dieses Instruments her\u201c, erl\u00e4utert Wallisch.<\/p>\n<p>Schuberts Musik entstand im engen Kontext der regionalen Wiener Musiktradition seiner Zeit. Dem H\u00f6rbarmachen dieser Zusammenh\u00e4nge verschrieb sich das Konzert der Lehrenden. Kammermusik von Schubert wurde zusammen mit traditionellen Wiener Liedern vorgetragen; der \u201eWiener Klang\u201c \u00fcbertrug sich sofort. F\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit wurde Schubert auch hier auf dem historischen Hammerfl\u00fcgel von 1830 gespielt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8467\" aria-describedby=\"caption-attachment-8467\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8467\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image5-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8467\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nachwuchs zu gewinnen und Talente zu f\u00f6rdern ist selbstverst\u00e4ndlich die Aufgabe jeder Generation, die ihre Musik lebendig halten will. Im Rahmen des Festivals wurde am <i>Tag der Violine<\/i> in diesem Zusammenhang erstmals das Kooperationsprojekt Special Strings vorgestellt. Ziel dieser neugestalteten Zusammenarbeit zwischen dem Hochbegabtenkurs des Fritz Kreisler Instituts und der Johann Sebastian Bach Musikschule ist es, talentiertem Nachwuchs fr\u00fchzeitigen Einblick und Zugang zur Musikuniversit\u00e4t zu erm\u00f6glichen. Das gemeinsame Nachmittagskonzert gestalteten f\u00fcnfzehn junge Talente im Alter ab acht Jahren aus der Johann Sebastian Bach Musikschule und dem mdw-Hochbegabtenkurs in vielversprechendster Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Weiterer H\u00f6hepunkt des Festivals waren das Preistr\u00e4ger_innenkonzert zum Stefanie-Hohl-Wettbewerb f\u00fcr Studierende des Faches Violine. Nach zwei Wettbewerbsrunden im April \u00fcberzeugten hier Arevik Ivanyan, Sabina Islam und Jiaqi Lu mit dem Violinkonzert von Jean Sibelius.<\/p>\n<p>Nicht erst im modernen \u201eMusik-Wettbewerb\u201c stellt sich die Frage nach der Bewertbarkeit musikalischer Leistungen junger Musiker_innen. Rosa Reitsamer und Rainer Prokop vom Institut f\u00fcr Musiksoziologie der mdw stellten hierzu die Ergebnisse der QUART-Studie vor, welche seit 2015 Leistungsbewertungen an deutschsprachigen Musikhochschulen untersucht. Viele tats\u00e4chliche Kriterien Beurteilender lassen sich nur schwer in Worte fassen, manche folgen auch unbewussten Mechanismen. Hier offenbarte die Studie auch Rassismen oder Benachteiligungen aufgrund von Alter und Geschlecht. Die Frage, inwieweit in einer neoliberalisierten Gesellschaft, die alles \u00fcber Quantifizierung messbar machen muss, \u201eweiche\u201c Beurteilungskriterien einen Platz haben, war auch pr\u00e4gend f\u00fcr die anschlie\u00dfende Diskussionsrunde.<\/p>\n<figure id=\"attachment_8468\" aria-describedby=\"caption-attachment-8468\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8468\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/post-1_image6-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8468\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Rundweg begeistern konnte die Studierenden des Faches Violine der mehrt\u00e4gige Meisterkurs von Mihaela Martin (HfM K\u00f6ln). In das Festival integriert war auch das Antrittskonzert von Margarita Escarpa, seit 2021 Professorin f\u00fcr Gitarre und Nachfolgerin von Alvaro Pierri. Christoph Wimmer-Schenkel, seit Oktober 2022 neuer Professor f\u00fcr Kontrabass, war im Lehrendenkonzert mit Franz Schuberts <i>Arpeggione-Sonate<\/i> zu h\u00f6ren. Studierende des Fritz Kreisler Instituts gestalteten f\u00fcnf weitere durchweg h\u00f6renswerte und durchdacht konzipierte Festival-Konzerte f\u00fcr Streichinstrumente, Harfe und Gitarre. Das Musikhaus Kerschbaum bereicherte das Festival durch thematisch angepasste Verkaufsausstellungen.<\/p>\n<h5>Videos und Links<\/h5>\n<p>Das Konzert der Lehrenden in der mdwMediahek:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mediathek.mdw.ac.at\/morestrings22\">www.mediathek.mdw.ac.at\/morestrings22<\/a><\/p>\n<p>Hilfreiche Tipps zur Handhabung von Saiten, aber auch zur ersten \u201eSelbstreparatur\u201c erh\u00e4lt man auf der Website von Thomastik-Infeld:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.thomastik-infeld.com\/en\/video-library\">www.thomastik-infeld.com\/en\/video-library<\/a><\/p>\n<div id=\"gtx-trans\">\n<div class=\"gtx-trans-icon\"><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach f\u00fcnf Tagen ging am 21. 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