{"id":8016,"date":"2022-09-25T21:43:14","date_gmt":"2022-09-25T19:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=8016"},"modified":"2022-09-29T09:26:01","modified_gmt":"2022-09-29T07:26:01","slug":"alumna-im-fokus-iva-zabkar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/09\/25\/alumna-im-fokus-iva-zabkar\/","title":{"rendered":"Alumna im Fokus: Iva Zabkar"},"content":{"rendered":"Bereits w\u00e4hrend ihrer Schulzeit komponiert Iva Zabkar ihre ersten Werke\u00a0\u2013 mittlerweile ist sie seit 16\u00a0Jahren als Komponistin f\u00fcr Film und Medien sowie als Sounddesignerin t\u00e4tig und hat damit ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.<\/p>\n<p>\u201eBei einem Klassenabend an meiner Schule, an dem ich eine meiner Kompositionen gespielt habe, wurde mir gesagt, dass meine Musik wie Filmmusik klingt. Damals wusste ich noch nichts damit anzufangen, aber es war wohl Schicksal.\u201c Iva Zabkar besucht die HIB Boerhaavegasse in Wien, ein Gymnasium mit Schwerpunkt Musik\/Klavier. Die musikalische Laufbahn scheint ihr vorbestimmt, und so entscheidet sie sich nach reiflicher \u00dcberlegung f\u00fcr das Studium Instrumental- und Gesangsp\u00e4dagogik (IGP)\/Tasteninstrumente Popularmusik. \u201eMir war klar, dass ich etwas mit Musik machen m\u00f6chte; Lehrerin zu werden war auch f\u00fcr meine Eltern ein guter Kompromiss\u201c, schmunzelt die vielseitige Musikerin. \u201eZu Beginn meines P\u00e4dagogikstudiums konnte ich mich noch nicht richtig mit meinem sp\u00e4teren Beruf identifizieren, heute bin ich aber sehr froh und dankbar, dass es sich so ergeben hat. Das Unterrichten ist mir sehr wichtig, denn es ist eine Art Ausgleich f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_8020\" aria-describedby=\"caption-attachment-8020\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8020\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-11-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8020\" class=\"wp-caption-text\">Neben ihrer Kompositionst\u00e4tigkeit unterrichtet Iva Zabkar an der Popakademie der Johann Sebastian Bach Musikschule. Zwischen April 2021 und Juni 2022 war sie Assistentin bei Judit Varga f\u00fcr das Fach Medienkomposition mit besonderem Schwerpunkt Filmmusik an der mdw. \u00a9 Julia Wesely<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bereits w\u00e4hrend ihres IGP-Studiums engagiert sie sich f\u00fcr erste Kompositionsprojekte. Als einschneidend beschreibt sie die Fotoausstellung <i>Mustografie\u00a0\u2013 die vier Elemente<\/i> ihrer Freundin Julia Wesely im Jahr 2002, zu der sie die Musik komponierte. Es sollte der erste Ber\u00fchrungspunkt von Musik und Bild sein. \u201eBei diesem Projekt habe ich das erste Mal gemerkt, dass mir die Verbindung von Musik und Bildern gef\u00e4llt, dass es mich ber\u00fchrt. Wenn ich Musik h\u00f6re, habe ich automatisch Bilder im Kopf.\u201c<\/p>\n<p>2005\u00a0\u2013 noch vor Beginn ihres Kompositionsstudiums\u00a0\u2013 schreibt sie ihre erste Filmmusik f\u00fcr das Studierendenprojekt <i>AOEO<\/i>. Ein Jahr sp\u00e4ter besucht sie den Vorbereitungslehrgang f\u00fcr Komposition und Musiktheorie und wird das Jahr darauf zum Kompositionsstudium an der mdw zugelassen. Bereits zu diesem Zeitpunkt wei\u00df Iva Zabkar, dass ihr Schwerpunkt in der Medienkomposition liegt.<\/p>\n<blockquote><p>Filmmusik ist vielf\u00e4ltig und flexibel. Sie kann zeitgen\u00f6ssisch sein, ein Kinderlied oder ein Popsong\u00a0\u2013 einfach alles. Das finde ich so sch\u00f6n daran.<\/p><\/blockquote>\n<p>Am liebsten komponiert sie f\u00fcr den Film, besonders gerne erinnert sie sich dabei an ihre ersten Projekte. \u201eIch k\u00f6nnte nicht behaupten, dass ich eine Rangliste h\u00e4tte, welcher Film mir am meisten bedeutet hat, aber es sind wohl immer die \u201aFirst\u2019s\u2018, die mich besonders ber\u00fchren. Wie etwa mein erster Film \u00fcberhaupt <i>AOEO<\/i> oder der erste Wiener <i>Tatort\u00a0\u2013 Verschw\u00f6rung<\/i>. Das ist ein spezielles Projekt f\u00fcr mich, weil es der erste Wiener <i>Tatort<\/i> war, der von einer Frau vertont wurde.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_8019\" aria-describedby=\"caption-attachment-8019\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-8019\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-2048x1152.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-15-850x478.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-8019\" class=\"wp-caption-text\">Filmstill aus Tatort Verschw\u00f6rung (2021), Regie: Claudia J\u00fcptner-Jonstorff \u00a9 ORF\/ARD Degeto<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine besondere Verbindung hat Iva Zabkar zu Regisseur und mdw-Absolvent Umut Da\u011f. Gemeinsam geben sie mit <i>Kuma<\/i> im Jahr 2012 ihr Kinofilmdeb\u00fct. \u201eEs war ein gro\u00dfer Zufall, dass ich zu diesem Projekt gekommen bin, und ich bin noch heute dankbar daf\u00fcr. Wir haben schon viele Projekte gemeinsam gemacht, und es entsteht immer eine eigene Dynamik, weil wir uns schon so lange kennen.\u201c Auf <i>Kuma<\/i> folgten zahlreiche weitere gemeinsame Projekte, darunter ihr erster <i>Tatort<\/i>, <i>Rebecca<\/i> (2016), der bei der Erstausstrahlung knapp elf Millionen Zuseher_innen erreicht, sowie die TV-Serie <i>Die Macht der Kr\u00e4nkung<\/i> (2021).<\/p>\n<p>Als zentralen Aspekt ihrer Arbeit sieht die erfolgreiche Komponistin unter anderem die Kommunikation mit ihren Auftraggeber_innen. Ihr P\u00e4dagogikstudium hat ihr dabei schon oft geholfen. \u201eIch bin f\u00fcr meine p\u00e4dagogische Ausbildung sehr dankbar, weil ich gelernt habe, mich darum zu bem\u00fchen, mein Gegen\u00fcber dort abzuholen, wo es steht. Nicht jeder hat Musik studiert und kann in Fachbegriffen beschreiben, was er sich genau vorstellt. Und das ist auch v\u00f6llig in Ordnung.\u201c Eine der wichtigsten Aufgaben ihres Jobs ist f\u00fcr sie daher, zu erfragen, was sich das Gegen\u00fcber vorstellt, und es in die Musik zu \u00fcbersetzen. Als Tipp empfiehlt sie etwa die Verwendung von H\u00f6rbeispielen, anhand derer die Auftraggeber_innen ihre Vorstellungen konkretisieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Angehenden Komponist_innen r\u00e4t sie, bereits w\u00e4hrend der Ausbildung so viele Projekte wie m\u00f6glich zu machen. \u201eIch habe die Projekte w\u00e4hrend meines Studiums immer als zus\u00e4tzliche Ausbildungsschritte gesehen. Das sind wichtige Erfahrungen, die man nicht im Unterrichtszimmer machen kann. Man muss die Dinge ausprobieren und auch Fehler machen d\u00fcrfen.\u201c Auch das Netzwerken ist von gro\u00dfer Bedeutung, wie die erfolgreiche Filmmusikkomponistin heute wei\u00df. \u201eIch war ein paar Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Nat\u00fcrlich ist Talent wichtig, aber es braucht auch diese zwei, drei richtigen Momente.\u201c<\/p>\n<blockquote><p>Ich habe bisher mit allen Regisseur_innen gute Erfahrungen gemacht und w\u00fcrde gerne wieder mit jeder\/jedem Einzelnen zusammenarbeiten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Mitbegr\u00fcnderin des Komponistinnen-Kollektivs <i>Track15\u00a0\u2013 Female Composers Collective <\/i>setzt sich Iva Zabkar zudem f\u00fcr die Sichtbarkeit von Frauen in der Filmmusikbranche ein. \u201eAls Kollektiv wird man im Vergleich zur einzelnen K\u00fcnstlerin besser wahrgenommen. In diesem Netzwerk unterst\u00fctzen wir uns gegenseitig, geben Feedback und nutzen unsere unterschiedlichen Skills. Wir haben auch bereits gemeinsame Alben produziert und spannende Kooperationen geschlossen.\u201c<\/p>\n<p>Aktuell arbeitet Iva Zabkar an einer ZDF-Produktion, gefolgt von einer ORF-Stadtkom\u00f6die mit Kollege Sebastian Watzinger. Damit ist zumindest eines sichergestellt, n\u00e4mlich dass wir noch viel von der erfolgreichen mdw-Absolventin h\u00f6ren werden\u00a0\u2013 im wahrsten Sinne des Wortes.<\/p>\n<div id=\"gtx-trans\">\n<div class=\"gtx-trans-icon\"><\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits w\u00e4hrend ihrer Schulzeit komponiert Iva Zabkar ihre ersten Werke\u00a0\u2013 mittlerweile ist sie seit 16\u00a0Jahren als Komponistin f\u00fcr Film und Medien sowie als Sounddesignerin t\u00e4tig und hat damit ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.<\/p>\n","protected":false},"author":86,"featured_media":8018,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[1293,1161,1297],"class_list":["post-8016","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-music","tag-2022-3","tag-alumnaimfokus","tag-filmmusik"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8016","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/86"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8016"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8016\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8111,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8016\/revisions\/8111"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8018"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8016"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8016"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8016"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}