{"id":7933,"date":"2022-09-29T09:34:52","date_gmt":"2022-09-29T07:34:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=7933"},"modified":"2022-09-29T09:35:19","modified_gmt":"2022-09-29T07:35:19","slug":"vielfalt-der-musiksprachen-an-der-mdw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/09\/29\/vielfalt-der-musiksprachen-an-der-mdw\/","title":{"rendered":"Vielfalt der Musiksprachen an der mdw"},"content":{"rendered":"<h1>Ein Jahreskonzert der Studierenden des Masterstudiums Ethnomusikologie<\/h1>\n<p>Es war ein Meilenstein in der Entwicklung des <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/ive\/\">Instituts f\u00fcr Volksmusikforschung und Ethnomusikologie<\/a>, aber auch der mdw, als am 24. Mai die B\u00fchne des Joseph Haydn-Saals f\u00fcr ein Fest der musikalischen Diversit\u00e4t gen\u00fctzt wurde. Das Institut hat in seiner nunmehr 57-j\u00e4hrigen Geschichte zwar immer wieder sehr unterschiedliche Musikstile \u2013 von der \u00f6sterreichischen Volksmusik bis zum indonesischen Gamelan \u2013 in die Universit\u00e4t hineingetragen und in unterschiedlichen Locations zur Auff\u00fchrung gebracht. Aber diese Musiken wurden von au\u00dfen geholt, die Meister_innen kamen aus unterschiedlichen L\u00e4ndern oder Communities. Diesmal waren es Studierende der mdw, die in einem Jahreskonzert eine faszinierende Vielfalt an Musiksprachen pr\u00e4sentierten. Die Voraussetzung daf\u00fcr war die Etablierung des wissenschaftlich-k\u00fcnstlerischen <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/ive\/studium\/masterstudium-ethnomusikologie\/\">Masterstudiums Ethnomusikologie<\/a> im Wintersemester 2019\/20. Es ist seither m\u00f6glich, eine k\u00fcnstlerische Zulassungspr\u00fcfung in jedem Musikstil abseits westeurop\u00e4ischer Klassik oder westlicher Popularmusik zu machen und jenen im Laufe des Studiums zu vertiefen. Diese an der mdw au\u00dfergew\u00f6hnliche Offenheit wurde anfangs mit Skepsis betrachtet: Wie soll der musikpraktische Unterricht funktionieren? Wie finden wir Lehrende, Expert_innen? Das Konzert hat gezeigt, dass es wunderbar funktioniert.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7936\" aria-describedby=\"caption-attachment-7936\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7936\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image1-5-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7936\" class=\"wp-caption-text\">Lukas Seifried (Wiener Knopfharmonika), Peter Plessas (Kontragitarre), Roland Neuwirth (Gesang) \u00a9 Ioannis Christidis<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der Praxis ist es nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe Herausforderung, k\u00fcnstlerischen Schwerpunktunterricht in traditionellen Musik- und Tanzstilen ohne jegliche stilistische Einschr\u00e4nkung anzubieten. Ein Blick auf die internationale Universit\u00e4tenlandschaft zeigt, dass jene wenigen Universit\u00e4ten, Musikhochschulen und Konservatorien, die in der k\u00fcnstlerischen Lehre \u00fcber das angestammte musikalische Lehrangebot in westlich klassischer Kunstmusik und (schon durchaus seltener) westlich gepr\u00e4gter Popularmusik hinausgehen, oftmals eine feststehende Auswahl bieten und damit einen neuen Kanon kreieren. Dieser Kanon an traditionellen Musikstilen umfasst oft gr\u00f6\u00dfer gefasste Regionalstilistiken und h\u00e4ngt nicht selten von den musikalischen Expertisen der fix angestellten Lehrenden ab. Studierende haben dann beispielsweise zwischen Balkanchor, Gamelanorchester und indischer Sitar zu w\u00e4hlen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7937\" aria-describedby=\"caption-attachment-7937\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7937\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image2-3-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7937\" class=\"wp-caption-text\">Salah Ammo (Bouzouk und Gesang) \u00a9 Ioannis Christidis<\/figcaption><\/figure>\n<p>Genau dieses festgelegte Angebot hat die mdw in der Konzeption des k\u00fcnstlerischen Studienbereichs im neuen Masterstudium Ethnomusikologie vermieden. Studierende k\u00f6nnen ihren eigenen k\u00fcnstlerischen Interessen nachgehen und ihre spezifischen musikstilistischen Erfahrungen einbringen. F\u00fcr den k\u00fcnstlerischen Schwerpunktunterricht wird demnach individuell mit den Studierenden nach geeigneten Lehrpersonen gesucht. Alternativ k\u00f6nnen Studierende au\u00dferhalb der Universit\u00e4t k\u00fcnstlerische Lernerfahrungen sammeln, die ihnen dann f\u00fcr den Schwerpunktunterricht angerechnet werden. Gerade im Bereich der traditionellen Musik ist diese M\u00f6glichkeit sehr wichtig, da sich viele Musik- und Tanzstile nur schwer in ein institutionalisiertes und akademisches Vermittlungssetting pressen lassen.<\/p>\n<p>Dieses flexible System f\u00fchrt zu einer beeindruckenden Diversit\u00e4t an musikalischen Stilen am Institut. So waren beim Jahreskonzert der Studierenden Wienerlieder neben burgenlandkroatischen Volksliedern zu h\u00f6ren; die persische Santur traf auf das Tiroler Hackbrett, mexikanische Son-Jarocho-Lieder folgten auf ein Tango-Argentino-Streichensemble und bosnische Balladen; mazedonische Liebeslieder, Klezmerklarinette mit Akkordeon, Jodler und L\u00e4ndler in alpenl\u00e4ndischer Instrumentaltradition f\u00fcgten sich in ein fulminantes Programm. Ein gro\u00dfes Ensemble von Spieler_innen der persischen Rahmentrommel Daf, ein Wiener Schrammelquartett, irische und schottische Instrumentalmusik und Plena aus San Juan waren ebenso zu h\u00f6ren wie von der Bouzouk begleitete kurdische Lieder aus Syrien.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7938\" aria-describedby=\"caption-attachment-7938\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7938\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/post-1_image3-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7938\" class=\"wp-caption-text\">Aleida Ram\u00edrez Corona (Gesang und Tanz) \u00a9 Ioannis Christidis<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Jahreskonzert 2022 war f\u00fcr viele Studierende der allererste Auftritt an dieser Universit\u00e4t. Es war nicht nur das erste Konzert seit Bestehen des Studiengangs, sondern auch der erste \u00f6ffentliche Auftritt seit der mehr als zwei Jahre andauernden Pandemie. Der mitrei\u00dfende Abend war ein Beweis f\u00fcr die Resilienz und Ausdauer unserer Studierenden bei der \u00dcberwindung der Herausforderungen des Lernens in Zeiten von Lockdowns und Fernunterricht. F\u00fcr viele war es der Anreiz, wieder vor einem Livepublikum aufzutreten, der diesen Abend zu einem Erfolg machte. Das Institut bedankt sich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der \u00fcber 120 Besucher_innen, die diesen Abend begleitet haben, sowie bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Wir hoffen, sie bei der zweiten Auflage des Jahreskonzerts im Fr\u00fchjahr 2023 wiederzusehen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war ein Meilenstein in der Entwicklung des Instituts f\u00fcr Volksmusikforschung und Ethnomusikologie, aber auch der mdw, als am 24. 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