{"id":7796,"date":"2022-09-05T16:41:27","date_gmt":"2022-09-05T14:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=7796"},"modified":"2022-09-06T09:54:13","modified_gmt":"2022-09-06T07:54:13","slug":"lets-play-connection-loading","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/09\/05\/lets-play-connection-loading\/","title":{"rendered":"Let\u2019s play: Connection loading\u00a0\u2026"},"content":{"rendered":"Kurz vor Semesterbeginn, am 29. September, feiert im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses ein neues Konzertformat sein Deb\u00fct. Ein genre-\u00fcbergreifendes und interaktives Konzerterlebnis aus klassischer Musik und elektronischen Soundscapes verbindet erstmals die analoge Welt mit der digitalen.<\/p>\n<blockquote><p>Die mdw und das Wiener Konzerthaus haben sich mit <em>Let\u2019s play<\/em> auf ein Experiment eingelassen, dar\u00fcber sind wir sehr froh.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Hannah Baumann, Godot Komplex<\/em><\/p>\n<p>Lange Zeit waren digitale Konzertformate in der Musikvermittlung kein Thema. Das Konzertkollektiv <a href=\"https:\/\/www.godotkomplex.de\/\">Godot Komplex<\/a> liefert nun mit <em>Let\u2019s play: Connection loading<\/em> ein innovatives Konzept, das R\u00e4ume jenseits der Frontalbespielung erfahrbar macht und analoge sowie digitale Elemente miteinander verbindet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7801\" aria-describedby=\"caption-attachment-7801\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7801\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-684x1024.jpg 684w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-768x1150.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-850x1273.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/GodotKomplex-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7801\" class=\"wp-caption-text\">Godot Komplex \u00a9 Thi Thuy Nhi Tran<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ursprung des Konzepts stellt der Wettbewerb f\u00fcr hybride Konzertformate <a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/letsgetdigital\/\"><em>Let\u2019s Get Digital<\/em><\/a> aus dem Jahr 2021 dar. Axel Petri-Preis vom Institut f\u00fcr musikp\u00e4dagogische Forschung, Musikdidaktik und Elementares Musizieren (IMP) ist Initiator des Wettbewerbs: \u201eDie Idee kam mir w\u00e4hrend der Pandemie, als sich die Frage gestellt hat, wie man w\u00e4hrend der zahlreichen Lockdowns die Verbindung zum Publikum halten kann. Die Digitalisierung schien in vielen anderen Bereichen schon weiter fortgeschritten als im klassischen Konzertbetrieb und damit auch der Musikvermittlung. Uns hat interessiert, welcher Mehrwert bzw. welche M\u00f6glichkeiten in der Digitalit\u00e4t stecken und wie analoge und digitale Elemente ineinanderflie\u00dfen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Die Wettbewerbsausschreibung wurde als Nachwuchsf\u00f6rderung konzipiert \u2013 eine Motivation f\u00fcr junge Musiker_innen, sich mit neuen Formaten auseinanderzusetzen. Mit dem Preisgeld in der H\u00f6he von 5.000 Euro soll nicht nur die eigene Arbeit abgegolten werden, sondern auch die M\u00f6glichkeit bestehen, auf die Unterst\u00fctzung von Expert_innen zur\u00fcckzugreifen. Das Konzertkollektiv Godot Komplex, das den Wettbewerb f\u00fcr sich entscheiden konnte, wei\u00df diese Initiative zu sch\u00e4tzen. \u201eDiese Ausschreibung ist in unserer Branche bisher noch einmalig. Wir sind froh, dass sich die mdw auf dieses Experiment eingelassen hat. Diese Chance bedeutet uns viel.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_7800\" aria-describedby=\"caption-attachment-7800\" style=\"width: 200px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7800\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-684x1024.jpg 684w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-768x1150.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-1367x2048.jpg 1367w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-850x1273.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EllaEstrella-scaled.jpg 1709w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7800\" class=\"wp-caption-text\">Ella Estrella \u00a9 Thi Thuy Nhi Tran<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Kooperationspartner konnte das Wiener Konzerthaus gewonnen werden \u2013 ein Gl\u00fccksfall f\u00fcr die Gewinner_innen, da es den zweiten Teil des Preises stellt: die Auff\u00fchrung des Siegerkonzepts im Rahmen eines Zyklus des Wiener Konzerthauses. \u201eWir glauben, dass es f\u00fcr ein junges Ensemble sehr wichtig ist, durch die Beteiligung eines gro\u00dfen Konzertveranstalters die entsprechende Sichtbarkeit zu erhalten. Zudem wird es durch die organisatorischen und technischen Abteilungen in der Umsetzung des Projekts unterst\u00fctzt\u201c, erkl\u00e4rt Axel Petri-Preis. F\u00fcr das Wiener Konzerthaus ergibt sich mit <em>Let\u2019s play<\/em> die M\u00f6glichkeit, dem Anspruch seiner erkl\u00e4rten Ziele gerecht zu werden: der F\u00f6rderung des musikalischen Nachwuchses und der Entwicklung sowie Umsetzung zeitgem\u00e4\u00dfer partizipativer Formate. \u201eWir freuen uns sehr, mit dem Kollektiv Godot Komplex und der Produktion <em>Let\u2019s play: Connection loading<\/em> ein einzigartiges, innovatives Format gewonnen zu haben. Durch die Integration von Digitalit\u00e4t in ein performatives Klangkonzept wird eine v\u00f6llig neue Dimension des partizipativen Musikerlebnisses f\u00fcr junge Erwachsene erm\u00f6glicht\u201c, freut sich Education Manager Mira Possert vom K\u00fcnstlerischen Betriebsb\u00fcro im Wiener Konzerthaus.<\/p>\n<p>Das zentrale Thema des Abends ist die Verbindung: Wie gelangt der analoge Raum ins Digitale, und wie k\u00f6nnen die St\u00e4rken des Digitalen ins Analoge \u00fcbersetzt werden? Performt werden drei klassische Werke auf drei B\u00fchnen im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses. \u201eWir haben unser gro\u00dfes Thema, die Verbindungen, auch in die Musik einflie\u00dfen lassen und dementsprechend die St\u00fccke ausgew\u00e4hlt. Wie etwa <em>Ber\u00fchrungen<\/em> von P\u0113teris Vasks\u201c, beschreibt Johannes Worms von Godot Komplex das musikalische Konzept. \u201eDas Publikum bewegt sich von B\u00fchne zu B\u00fchne. Mit relativ kurzen Einheiten von etwa zehn bis zwanzig Minuten und interaktiven Elementen m\u00f6chten wir die Aufmerksamkeit immer wieder anregen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_7802\" aria-describedby=\"caption-attachment-7802\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7802 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95-1024x689.jpeg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"572\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95-1024x689.jpeg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95-300x202.jpeg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95-768x517.jpeg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95-850x572.jpeg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/Metapolis_Transit-95.jpeg 1225w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7802\" class=\"wp-caption-text\">Vom Publikum gef\u00fchrte Handkameras kreieren ein Konzerterlebnis f\u00fcr das digitale Publikum auf gather.town sowie vor Ort und erm\u00f6glichen die Einnahme von unterschiedlichen Perspektiven. \u00a9 Lea R\u00f6wer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das digitale Publikum befindet sich gleichzeitig in gather.town, einer Onlineplattform f\u00fcr Videokonferenzen, in der man sich in Gaming-Optik virtuelle R\u00e4ume bauen kann \u2013 in diesem Fall wird eine digitale Version des Berio-Saals nachempfunden. Die Teilnehmer_innen k\u00f6nnen sich in gather.town ihren eigenen Avatar bauen, sich mit ihm stellvertretend durch R\u00e4ume bewegen und so am Konzert teilnehmen. Ein_e Moderator_in steht dem digitalen Publikum dabei zur Seite und gibt Orientierung sowie Informationen, was der Abend beinhaltet. \u201eWir m\u00f6chten das digitale Publikum nicht nur via Livestream an dem Konzert teilhaben lassen, sondern den digitalen Raum ersp\u00fcr- und erfahrbar machen\u201c, erkl\u00e4rt Hannah Baumann von Godot Komplex den Grundgedanken von <em>Let\u2019s play<\/em>. Gleichzeitig sollen interaktive Elemente, St\u00e4rken des Digitalen, den analogen Konzertbesuch bereichern.<\/p>\n<blockquote><p>Wir m\u00f6chten die Angst vor diesem neuen Format nehmen und beweisen, dass es funktioniert \u2013 sinnlich, intuitiv und spielerisch.<\/p><\/blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Johannes Worms, Godot Komplex<\/em><\/p>\n<p>\u201eWir haben auf gather.town die M\u00f6glichkeit, Umbauzeiten mit Minigames zu verk\u00fcrzen. Diese Interaktionen m\u00f6chten wir auch auf den analogen Konzertsaal \u00fcbertragen, wie etwa durch den Einsatz von audiogenerativen Visuals \u2013 das ist Musik, die im Konzertsaal \u00fcber Greenscreen-Keys generiert wird\u201c, beschreibt Franziska Hiller von Godot Komplex die Verschmelzung der beiden Welten. Eine weitere Verbindung entsteht etwa durch den Einsatz von Handkameras, mittels derer das Publikum vor Ort eine Konzerterfahrung f\u00fcr das digitale Publikum kreieren soll. Diese Live-Videos werden sowohl vor Ort \u00fcber Leinw\u00e4nde zu sehen sein als auch digital in gather.town. \u201eMit den Handkameras kann man erstmals wirklich nahe an die K\u00fcnstler_innen herankommen und zudem unterschiedliche Perspektiven einnehmen\u201c, freut sich die Multimedia-K\u00fcnstlerin und Musikerin Ella Estrella, die in Zusammenarbeit mit Godot Komplex dieses neue Format entwickelt hat.<br \/>\n\u201eEs war zu Beginn schwer vorstellbar, wie zwei Publika gleichzeitig an einer Konzerterfahrung teilnehmen k\u00f6nnen und wir f\u00fcr beide Spannung erzeugen sollen\u201c, erinnert sich Johannes Worms. \u201eAber es gilt, genau mit diesen Aspekten umzugehen, die Angst zu nehmen und zu beweisen, dass es funktioniert \u2013 sinnlich, intuitiv und spielerisch. Damit m\u00f6chten wir auch anderen Veranstalter_innen und Festivals Mut machen, neue Formate und Konzertnarrative auszuprobieren.\u201c<\/p>\n<p>Die Teilnahme ist sowohl vor Ort als auch online m\u00f6glich. <a href=\"https:\/\/konzerthaus.at\/konzert\/eventid\/59706\">Tickets<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz vor Semesterbeginn, am 29. September, feiert im Berio-Saal des Wiener Konzerthauses ein neues Konzertformat sein Deb\u00fct. Ein genre-\u00fcbergreifendes und interaktives Konzerterlebnis aus klassischer Musik und elektronischen Soundscapes verbindet erstmals die analoge Welt mit der digitalen.<\/p>\n","protected":false},"author":86,"featured_media":7799,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[1288,1290,1291,1289,1127,837],"class_list":["post-7796","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-music","tag-godotkomplex","tag-hybrid","tag-konzert","tag-letsplay","tag-webonly","tag-music"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/86"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7796"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7796\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7825,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7796\/revisions\/7825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}