{"id":7633,"date":"2022-04-28T12:11:43","date_gmt":"2022-04-28T10:11:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=7633"},"modified":"2022-05-11T15:42:51","modified_gmt":"2022-05-11T13:42:51","slug":"ffk-film-und-medienwissenschaftliches-kolloquium-2022-an-der-filmakademie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/04\/28\/ffk-film-und-medienwissenschaftliches-kolloquium-2022-an-der-filmakademie\/","title":{"rendered":"FFK \u2013 Film- und Medienwissenschaftliches Kolloquium 2022 an der Filmakademie"},"content":{"rendered":"Das Film- und Medienwissenschaftliche Kolloquium, kurz FFK, ist eine Institution der deutschsprachigen Medienwissenschaft. Seit 1988 findet die nicht-institutionalisierte fachwissenschaftliche Tagung jedes Jahr an einer anderen Universit\u00e4t statt. 2022 kam das FFK nun erstmalig nach \u00d6sterreich: Das 35.\u00a0FFK wurde dieses Jahr an der mdw vom Fachbereich Medien- und Filmwissenschaft an der Filmakademie Wien ausgerichtet und fand vom 31.\u00a0M\u00e4rz bis 2.\u00a0April 2022 online statt.<\/p>\n<p>Beim FFK werden aktuelle Forschungstendenzen des akademischen Mittelbaus ins Zentrum gestellt, die zur Weiterentwicklung film- und medienwissenschaftlicher Themenstellungen beitragen sollen. Eingeladen werden insbesondere Masterstudierende, Promovierende und Postdocs, ihre Projekte und Forschungsthemen vorzustellen, darunter auch Masterarbeiten, Dissertationen, Drittmittelprojekte etc.<\/p>\n<p>Das FFK ist offen f\u00fcr neue und bew\u00e4hrte Denk- und Arbeitsweisen und inkludiert auch jene, die sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und audiovisueller Kunst bewegen und wissenschaftlich-k\u00fcnstlerisch oder k\u00fcnstlerisch forschend arbeiten. Das 35.\u00a0FFK in Wien fand bewusst ohne thematische Bindung statt, um den interdisziplin\u00e4ren Austausch zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge des Kolloquiums deckten ein breites Spektrum der Film- und Medienwissenschaft ab. Die filmwissenschaftlichen Beitr\u00e4ge in diesem Jahr reichten von filmhistorischer Forschung zum fr\u00fchen Kino bis hin zu verschiedenen aktuellen Facetten des au\u00dfereurop\u00e4ischen und postmigrantischen Kinos. Dokumentarische Formen und k\u00fcnstlerische Forschung sowie Filmpraxis waren weitere Schwerpunkte. Wie schon in den letzten Jahren lag bei vielen Beitr\u00e4gen ein Fokus auf den Repr\u00e4sentationen von Gender und Geschlecht. Mit der mdw als Gastgeberin des FFK war es nicht \u00fcberraschend, aber doch ein Unterschied zu den vorangegangenen Kolloquien, dass eine Reihe von Beitr\u00e4gen einen expliziten \u00f6sterreichischen Bezug herausstellte. Hervorzuheben ist hier auch eine Paneldiskussion, die sich der \u00f6sterreichischen Film- und Medienwissenschaft widmete. Auch der Fachbereich stellte seine Forschungs- und Publikationsprojekte, unter anderem aus dem Bereich Artistic Research, vor.<\/p>\n<p>Neben den filmwissenschaftlichen nahmen auch die medienwissenschaftlichen Beitr\u00e4ge gro\u00dfen Raum im Programm ein, die sich u.\u2009a. mit den Rollen von Smartphones in Migrationsbewegungen, YouTube-Genres oder auf theoretischer Ebene mit visueller Kommunikation auseinandersetzten. Workshops, klassische Einzelbeitr\u00e4ge, beispielsweise zu neueren Plattformen wie TikTok oder Gamification in der Wissensvermittlung, und eine Lecture Performance komplettierten das Programm.<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zum fachlichen Austausch gab es auch online ein reichhaltiges Rahmenprogramm, das zur interdisziplin\u00e4ren Vernetzung einlud.<\/p>\n<p>Abends bat das diesj\u00e4hrige FFK-Team \u2013 Barbara Wolfram, Christina Wintersteiger und Bianca Jasmina Rauch von der Filmakademie Wien, Daniel G\u00f6nitzer vom Institut f\u00fcr Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universit\u00e4t Wien sowie Melanie Mika vom Institut f\u00fcr Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main\u00a0\u2013 zum virtuellen Zusammenkommen. Ein abendlicher Programmpunkt bestand im Austausch \u00fcber Open Science und Wissenschaftskommunikation mit Alena Strohmaier, Franzis Kabisch und Julia Grillmayr. Wissenschaftliche Podcasts, Websites und Blogs sowie Instagram als m\u00f6gliche Formen der Vermittlung eigener Arbeiten und Erkenntnisse an ein gr\u00f6\u00dferes Publikum standen im Fokus des Austausches und sollten zu Open-Science-Praktiken und zur gegenseitigen Vernetzung anregen.<\/p>\n<p>Auch am folgenden Abend lie\u00df ein Gespr\u00e4ch mit G\u00e4sten den Tag ausklingen. Das FFK lud drei Filmemacher_innen der Filmakademie Wien dazu ein, \u00fcber ihre Kurzdokumentationen zu sprechen. Aktivismus in Aktion, die Reflexion \u00fcber den eigenen K\u00f6rper und Dynamiken innerhalb der Familie zeigten, wie unterschiedlich dokumentarische Ans\u00e4tze realisiert werden k\u00f6nnen und dass das Private stets von politischer Bedeutung ist: <i>Gleichschritt<\/i> von Marie-Th\u00e9r\u00e8se Zumtobel, <i>The Gallery<\/i> von Cordula Rieger und <i>Me paso los dias<\/i> von Lukas Sch\u00f6ffel.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Film- und Medienwissenschaftliche Kolloquium, kurz FFK, ist eine Institution der deutschsprachigen Medienwissenschaft. 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