{"id":76,"date":"2016-12-01T09:45:46","date_gmt":"2016-12-01T08:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=76"},"modified":"2017-12-11T14:48:26","modified_gmt":"2017-12-11T13:48:26","slug":"sich-selbst-spueren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2016\/12\/01\/sich-selbst-spueren\/","title":{"rendered":"Sich selbst sp\u00fcren"},"content":{"rendered":"<strong>So heterogen die Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Studium an der mdw, so vielf\u00e4ltig auch die Orte, an die es Studierende und AbsolventInnen verschl\u00e4gt. Drei davon sprachen mit dem <em>mdw-Magazin<\/em> \u00fcber ihre Zeit an der mdw, wie sie mit R\u00fcckschl\u00e4gen umgehen und welche Bedeutung Erfolg f\u00fcr sie pers\u00f6nlich hat.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_77\" aria-describedby=\"caption-attachment-77\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-77\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_daniela_fally.jpg\" alt=\"Daniela Fally\" width=\"400\" height=\"339\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_daniela_fally.jpg 800w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_daniela_fally-300x254.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_daniela_fally-768x651.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-77\" class=\"wp-caption-text\">Daniela Fally \u00a9Philipp Jelenski<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Sopranistin <strong>Daniela Fally<\/strong> studierte bis 2005 an der mdw Gesang. Zus\u00e4tzlich absolvierte die Nieder\u00f6sterreicherin noch drei weitere Studien. Ein Studium der Theaterwissenschaften, eine Musicalausbildung und eine Schauspielausbildung waren Teil eines Plan B, der bis jetzt aber nicht notwendig war. Eine gewisse Sicherheit im Leben sei ihr immer wichtig gewesen: \u201eOb man in der Kunst Erfolg hat, kann oft auch einfach nur Gl\u00fcck sein\u201c, erkl\u00e4rt sie ihren st\u00e4ndigen Drang danach, hart zu arbeiten und sich laufend weiterzubilden. Einen Gradmesser f\u00fcr Erfolg zu finden, ist schwer. F\u00fcr Fally hat dies vor allem mit einem Gl\u00fccksgef\u00fchl zu tun, das sich objektiv nicht messen l\u00e4sst. \u201eWenn ich das tue, bei dem ich nicht merke, wie die Zeit verfliegt und bei dem ich jeden Morgen frisch fr\u00f6hlich und voll motiviert aus dem Bett springe \u2212 das ist das Richtige f\u00fcr mich.\u201c<\/p>\n<p>Von R\u00fcckschl\u00e4gen ist die junge Sopranistin bisher gl\u00fccklicherweise relativ verschont geblieben, sieht diese aber eher als Herausforderungen, f\u00fcr die es L\u00f6sungen zu finden gilt. \u201eIch habe einen Dicksch\u00e4del. Wenn ich etwas will, k\u00e4mpfe ich daf\u00fcr.\u201c Ohne die Musikschule, die es in ihrem Heimatort gab, w\u00e4re ihr Talent vielleicht unentdeckt geblieben. \u201eBasisbildungsst\u00e4tten sind extrem wichtig und ich setze mich sehr f\u00fcr deren Erhalt ein.\u201c<\/p>\n<p>An die Zeit an der mdw denkt die junge Mutter gerne zur\u00fcck. Es sei ein Privileg, solch fundierte Kenntnisse vermittelt und solch attraktive Spielst\u00e4tten, wie beispielsweise das Sch\u00f6nbrunner Schlosstheater, zur Verf\u00fcgung gestellt zu bekommen. Obwohl sie w\u00e4hrend des Studiums schon auch einmal \u201egemotzt\u201c habe, so sagt sie heute selbst, sei sie dank\u00a0der Ausbildung \u201eein gesegneter junger Mensch gewesen, mit besten Aussichten, in der realen Kunst- und Kulturwelt gut zu \u00fcberleben\u201c.<\/p>\n<p>Einen h\u00f6chst abwechslungsreichen beruflichen Lebensweg hat <strong>Bernhard Kerres<\/strong> bereits hinter sich. Von der Opernb\u00fchne \u00fcber das Vorstandsb\u00fcro und den Intendantensessel bis hin zum Start-Up. Das Gesangsstudium an der mdw von 1987 bis 1992 hat er zwar nicht abgeschlossen, trotzdem hat er aus dieser Zeit viel f\u00fcr sich mitnehmen k\u00f6nnen. \u201eIch habe vor allem ein konsequentes und diszipliniertes Arbeiten gelernt, was unerl\u00e4sslich ist, wenn man eine Musikerkarriere einschlagen will\u201c, so Kerres. Als Gesangsstudierende genossen er und seine KollegInnen \u201eden gro\u00dfen Luxus unserer kleinen Welt\u201c am Institut f\u00fcr Gesang und Musiktheater in Penzing. R\u00fcckblickend sieht er aber auch einiges durchaus kritisch: \u201eIch frage mich, ob der Fokus auf die musikalische Ausbildung einerseits das Musizieren eingeschr\u00e4nkt hat und andererseits auch die Vorbereitung auf die gesch\u00e4ftlichen Seiten des beruflichen Alltags vernachl\u00e4ssigt wurden.\u201c F\u00fcr den Gr\u00fcnder von Hello Stage, einer Plattform zur Vernetzung von K\u00fcnstlerInnen aus dem Klassik-Bereich mit AgentInnen, PromotorInnen, VeranstalterInnen und weiteren ist der Faktor Zufriedenheit ein ebenso wichtiger Aspekt. Auch seine St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu kennen sowie ehrlich zu sich selbst zu sein, ist zentral: \u201eWichtig war mir immer auch, auf meine innere Stimme zu h\u00f6ren \u2212 was ich \u00fcber die Jahre erst lernen musste.\u201c Leonhard Leeb, Autor, Komponist und Trompeter, unterrichtet seit vielen Jahren \u201eMusikmanagement\u201c an der mdw, unterstreicht dies noch: \u201eMan muss ein Gesp\u00fcr f\u00fcr sich selbst entwickeln. Sich Verst\u00e4ndnis und Respekt vor der Leistung der anderen erarbeiten, um sein eigenes Tun verorten und seine eigene k\u00fcnstlerische Leistung einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.\u201c Er kennt die Fragen, die Studierende an Kunst- und Musikuniversit\u00e4ten begleiten gut und versucht durch seine Vorlesungen, Klarheit in den einen oder anderen Aspekt zu bringen.<\/p>\n<p>Um seine Pl\u00e4ne verwirklichen zu k\u00f6nnen, solle man sich nicht zu viele Alternativen \u00fcberlegen, glaubt Bernhard Kerres, denn die w\u00fcrden einen nur ablenken von dem, was man wirklich tun will.<\/p>\n<figure id=\"attachment_78\" aria-describedby=\"caption-attachment-78\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-78\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_raffaele_giannotti.jpg\" alt=\"Raffaele Giannotti\" width=\"400\" height=\"424\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_raffaele_giannotti.jpg 800w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_raffaele_giannotti-283x300.jpg 283w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/16_12_raffaele_giannotti-768x814.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-78\" class=\"wp-caption-text\">Raffaele Giannotti \u00a9Mike Ranz<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der 1995 in Italien geborene <strong>Raffaele Giannotti<\/strong> scheint genau zu wissen, was er will. Er befindet sich noch mitten im Studium bei Richard Galler am Leonard Bernstein Institut f\u00fcr Konzertfach Blas- und Schlaginstrumente der mdw. Bis vor Kurzem spielte er parallel zum Studium in Wien als 1. Fagottist des Orchesters des Maggio Musicale in Florenz. Au\u00dferdem hat er das Probespiel f\u00fcr Solo-Fagott im Orchester der M\u00fcnchner Philharmoniker gewonnen und trat die Stelle k\u00fcrzlich an. Das, was MusikerInnen bewerkstelligen m\u00fcssen, vergleicht er mit der Leistung von AthletInnen. \u201eAm liebsten h\u00e4tte ich schon mit drei Jahren Fagott gespielt, aber da war ich nat\u00fcrlich noch zu jung\u201c, erz\u00e4hlt er von seiner fr\u00fchen Liebe zu seinem Instrument, das er in einem Kinderbuch entdeckt hatte. Motiviert durch seine musikalische Familie, begann er schlie\u00dflich mit zehn Jahren Fagott zu lernen und sch\u00e4tzt die Unterst\u00fctzung durch das pers\u00f6nliche Umfeld bis heute als enorm wichtig ein. \u201eVor Publikum zu spielen, ist niemals leicht\u201c, \u00e4u\u00dfert er \u00c4ngste, mit denen auch Talente wie er konfrontiert sind. \u00dcber Erfolg macht er sich in seinem jungen Alter noch nicht so viele Gedanken, sondern ist vor allem dankbar, dass er die M\u00f6glichkeit hat, in einer Stadt wie Wien mit so vielen anderen begabten MusikerInnen studieren zu d\u00fcrfen.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So heterogen die Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Studium an der mdw, so vielf\u00e4ltig auch die Orte, an die es Studierende und AbsolventInnen verschl\u00e4gt. Drei davon sprachen mit dem mdw-Magazin \u00fcber ihre Zeit an der mdw, wie sie mit R\u00fcckschl\u00e4gen umgehen und welche Bedeutung Erfolg f\u00fcr sie pers\u00f6nlich hat. 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