{"id":7274,"date":"2022-02-28T15:41:19","date_gmt":"2022-02-28T14:41:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=7274"},"modified":"2022-02-28T18:22:52","modified_gmt":"2022-02-28T17:22:52","slug":"queering-identity-in-music-die-mmrc-lecture-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/02\/28\/queering-identity-in-music-die-mmrc-lecture-2021\/","title":{"rendered":"Queering Identity in Music \u2013 Die MMRC Lecture 2021"},"content":{"rendered":"Die MMRC Lecture ist eine j\u00e4hrlich stattfindende Veranstaltung des Music and Minorities Research Center (MMRC). Aufgrund ihrer hybriden Abhaltung in diesem Jahr konnte das Publikum (insgesamt etwa 130 Besucher_innen) sowohl im Joseph Haydn-Saal der mdw als auch online \u00fcber Zoom daran teilnehmen. Zus\u00e4tzlich war es m\u00f6glich, die MMRC Lecture \u00fcber Livestream zu verfolgen. Durch den Abend f\u00fchrte MMRC-Leiterin Ursula Hemetek, Begr\u00fc\u00dfungsworte kamen von Rektorin Ulrike Sych.<\/p>\n<h5>Minderheitenbegriff und Identit\u00e4t<\/h5>\n<figure id=\"attachment_7279\" aria-describedby=\"caption-attachment-7279\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7279\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-15-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7279\" class=\"wp-caption-text\">Ursula Hemetek \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das MMRC wurde 2019 von Ursula Hemetek an der mdw gegr\u00fcndet und ist der ethnomusikologischen Minderheitenforschung gewidmet. Die Schwerpunkte der drei aktuellen Forschungsprojekte am MMRC sind Musik im Kontext von Migration und Flucht sowie die musikalische Vielfalt Wiens. Mit der diesj\u00e4hrigen MMRC Lecture trat ein weiteres Desideratum in den Vordergrund: die kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Minderheitenbegriff und dessen Beleuchtung unter verschiedenen Gesichtspunkten. Ausgangspunkt f\u00fcr diese Themenwahl war die Beobachtung, dass der politische Aktivismus verschiedener marginalisierter Communities zunehmend von der Infragestellung starrer Identit\u00e4tskonzepte gepr\u00e4gt ist. So werden unweigerlich politische K\u00e4mpfe hinterfragt, die auf traditionelleren Vorstellungen von Identit\u00e4t beruhen. Dies schl\u00e4gt sich auch in verschiedenen musikalischen Praktiken nieder.<\/p>\n<h5>Identit\u00e4t und gesellschaftliche Machtverh\u00e4ltnisse<\/h5>\n<p>Gesellschaftlich benachteiligte Gruppen sehen sich mit folgender Problematik konfrontiert: Um f\u00fcr die \u201eeigenen\u201c Rechte zu k\u00e4mpfen, ist es notwendig, \u201edas Eigene\u201c zu definieren, ein \u201eWir\u201c zu schaffen, gemeinsam geteilte Anliegen zu finden und zu vertreten. Solche Definitionsvorg\u00e4nge k\u00f6nnen jedoch nur in Abgrenzung zum \u201eAnderen\u201c vor sich gehen, es werden also Ausschl\u00fcsse produziert. Dies f\u00fchrt oft fr\u00fcher oder sp\u00e4ter dazu, dass innerhalb einer gesellschaftlich benachteiligten Gruppe einzelne Mitglieder beginnen, die Selbstdefinition der Gruppe zu hinterfragen und auf Anliegen hinzuweisen, die innerhalb der Gruppe selbst wiederum marginalisiert werden \u2013 wie etwa lesbische Anliegen in Frauenbewegungen oder Anliegen von Trans-, Inter- und nicht-bin\u00e4ren Personen in schwul-lesbischen Bewegungen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7283\" aria-describedby=\"caption-attachment-7283\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7283\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image7-7-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7283\" class=\"wp-caption-text\">Kiki House of Dive \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Queer-theoretische Zug\u00e4nge besch\u00e4ftigen sich zentral mit den Ein- und Ausschl\u00fcssen, die von gesellschaftlichen Machtverh\u00e4ltnissen erzeugt werden, wenn sie darauf verweisen, dass gesellschaftliche Normen, die in einer Gesellschaft auf Basis von Machtverh\u00e4ltnissen vorherrschen, dar\u00fcber entscheiden, welche Formen von Identit\u00e4t \u00fcberhaupt denkbar, sichtbar sind: In einer Gesellschaft beispielsweise, in der Geschlecht bin\u00e4r \u2013 also in den Kategorien m\u00e4nnlich und weiblich \u2013 gedacht wird, sind Personen, die sich jenseits dieser Binarit\u00e4t verorten, damit konfrontiert, dass ihre Identit\u00e4t in vielen Bereichen des t\u00e4glichen Lebens \u2013 vom Ausf\u00fcllen von Formularen bis hin zum Gang auf \u00f6ffentliche Toiletten \u2013 nicht anerkannt wird. Um dergestalt marginalisierten Identit\u00e4ten Geltung zu verschaffen, wird ein \u201eQueeren\u201c\u00a0\u2013 also ein machtkritisches Hinterfragen, \u201eVeruneindeutigen\u201c und Erweitern\u00a0\u2013 von Identit\u00e4t vorgeschlagen, das jene Formen, sich zu identifizieren, die in genormten Vorstellungen von Identit\u00e4t nicht vorkommen, denkm\u00f6glich macht, ihnen Sichtbarkeit verleiht und Personen somit best\u00e4rkt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7281\" aria-describedby=\"caption-attachment-7281\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7281\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image5-10-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7281\" class=\"wp-caption-text\">Kiki House of Dive \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>\u201eDo you feel seen?\u201c, war die zentrale Frage der ersten Performance des <i>Kiki House of Dive<\/i>, die den Abend er\u00f6ffnete. Anhand von pers\u00f6nlichen Erfahrungen von Mitgliedern des Houses setzten sich die Performenden textlich und t\u00e4nzerisch damit auseinander, welche unterschiedlichen Voraussetzungen Menschen auf Basis gesellschaftlicher Gegebenheiten und damit verbundener Unterdr\u00fcckung dabei vorfinden, gesehen zu werden; wie viel Repr\u00e4sentation welchen Formen des Seins zugestanden wird, und dass der Tanz und ihr House ihnen den Raum bieten, um sich angenommen und frei zu f\u00fchlen.<\/p>\n<h5>Politische K\u00e4mpfe und Sorgetragen f\u00fcreinander durch Musik<\/h5>\n<figure id=\"attachment_7276\" aria-describedby=\"caption-attachment-7276\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-7276\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-30-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7276\" class=\"wp-caption-text\">Thomas Hilder \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<p>Thomas Hilder verflocht in seinem Vortrag sein eigenes Engagement in LGBTQ-Ch\u00f6ren mit einem historischen \u00dcberblick \u00fcber die schwul\/lesbische bzw. LGBTQ-Geschichte in Europa und den USA im Laufe der letzten hundert Jahre. Er thematisierte dabei zentrale Musikst\u00fccke, die in verschiedenen Kontexten f\u00fcr die jeweiligen Communities eine Rolle spielten. Diese spiegeln auch die unterschiedlichen Formen der Unterdr\u00fcckung bzw. die unterschiedlichen Herausforderungen wider, vor die LGBTQ+ Communities gestellt waren und \u2013 in unterschiedlichen Regionen und L\u00e4ndern der Welt sehr unterschiedlich \u2013 immer noch sind. Anhand seiner aktuellen Forschung f\u00fchrte der Vortragende vor Augen, wie die Gemeinschaft, die Ch\u00f6re zu schaffen imstande sind, dazu dienen kann, gemeinsam zu k\u00e4mpfen und f\u00fcreinander Sorge zu tragen. Daf\u00fcr ist es notwendig, Traditionen und Praktiken kritisch zu hinterfragen und zu erweitern: etwa musikinh\u00e4rente, wie die verbreitete\u00a0und transfeindliche Aufteilung in Frauen- und M\u00e4nnerstimmen in Ch\u00f6ren oder gar in ganze Frauen- und M\u00e4nnerch\u00f6re, oder die Tatsache, dass in LGBTQ-K\u00e4mpfen h\u00e4ufig \u201ewei\u00dfe, m\u00e4nnliche Mittelklasse-Anliegen\u201c im Vordergrund stehen, also soziale Positionen, die innerhalb einer marginalisierten Community f\u00fcr Einzelne zu Privilegien f\u00fchren.<\/p>\n<h5>Musik und soziale Gerechtigkeit<\/h5>\n<p>Die Universalisierung solcher privilegierten Positionen nahm einen wichtigen Stellenwert in Rasika Ajotikars Respondenz auf Thomas Hilders Vortrag ein. Sie verwies in diesem Kontext darauf, dass die verbreitete Praxis, US-amerikanische Theoretisierungen von <i>race<\/i> dem Verst\u00e4ndnis des indischen Kastensystems zugrunde zu legen, diesem nicht gerecht w\u00fcrde, da sie den \u00f6konomischen Aspekt von Kaste v\u00f6llig ausklammere. In ihrem Vortrag schlug sie daher vor, dem Aspekt des sozialen Status und der materiellen Ausbeutung im Kontext von sozialer Ungleichheit verst\u00e4rkt Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, da diese in neoliberalen Gesellschaften von besonderer Bedeutung seien. Anhand ihrer Zusammenarbeit mit Aktivist_innen und Musiker_innen einer Anti-Kasten-Bewegung in der westindischen Provinz Maharashtra zeichnete die Vortragende dann die Wandlung der Bedeutung der Parai nach, einer Rahmentrommel, die lange als unrein betrachtet wurde und die zu spielen Dalit\u00a0\u2013 die fr\u00fcheren \u201eUnber\u00fchrbaren\u201c, die im nun offiziell abgeschafften Kastensystem Indiens auf der untersten Stufe standen\u00a0\u2013 h\u00e4ufig gezwungen wurden. Sie f\u00fchrte vor Augen, wie das Instrument, ein einstiges Symbol der Unterdr\u00fcckung, durch verschiedene aktuelle Praktiken seines Spiels f\u00fcr manche gar ein Zeichen des Widerstandes wurde und dazu verwendet wird, musikalischen Widerstand gegen Unterdr\u00fcckung zu formulieren. Dieser Bedeutungswandel geschieht jedoch oft um den Preis der Entpolitisierung des Instruments, also des Nichtbeachtens seiner Geschichte, oder der nachtr\u00e4glichen Romantisierung des Kastenwesens und geht somit nicht notwendigerweise mit mehr sozialer Gerechtigkeit und einer wirklichen Verbesserung der Situation der Dalit einher. In der Anti-Kasten-Bewegung ist diese Form der Umdeutung daher umstritten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7284\" aria-describedby=\"caption-attachment-7284\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7284\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-7-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7284\" class=\"wp-caption-text\">Kiki House of Dive \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Solidarit\u00e4t \u00fcber Identit\u00e4tspolitiken hinweg<\/h5>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Diskussion wurden M\u00f6glichkeiten angedacht, \u00fcber separate Identit\u00e4tspolitiken hinweg Allianzen zu bilden, die \u00fcber ein essentialistisches Verst\u00e4ndnis von Identit\u00e4t hinausgehen, aber dennoch Erfahrungen von Diskriminierung auf Basis gewisser regionaler und historischer Gegebenheiten anerkennen\u00a0\u2013 damit emanzipatorische K\u00e4mpfe, wie beispielsweise anti-rassistische und anti-sexistische Anliegen, nicht gegeneinander verwendet werden, sondern zu einem gemeinsamen und gegenseitig verst\u00e4ndnisvollen Bem\u00fchen um mehr soziale Gerechtigkeit werden.<\/p>\n<p>Zum Abschluss der Veranstaltung stellten die Mitglieder des <i>Kiki House of Dive <\/i>in einer weiteren Performance zentrale Elemente des Voguing in Zusammenhang mit ihren politischen Kontexten vor.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/mediathek.mdw.ac.at\/mmrclecture2021\">mediathek.mdw.ac.at\/mmrclecture2021<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_7282\" aria-describedby=\"caption-attachment-7282\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7.jpg\" rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7282\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-7-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7282\" class=\"wp-caption-text\">Kiki House of Dive \u00a9 Stephan Polzer<\/figcaption><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die MMRC Lecture ist eine j\u00e4hrlich stattfindende Veranstaltung des Music and Minorities Research Center (MMRC). 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