{"id":7249,"date":"2022-02-28T16:54:37","date_gmt":"2022-02-28T15:54:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=7249"},"modified":"2022-02-28T18:22:24","modified_gmt":"2022-02-28T17:22:24","slug":"mit-dem-abschlussjahrgang-auf-reisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/02\/28\/mit-dem-abschlussjahrgang-auf-reisen\/","title":{"rendered":"Mit dem Abschlussjahrgang auf Reisen"},"content":{"rendered":"<h5>F\u00fcr die Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum werden seit einigen Jahren zentrale Vorsprechen von der St\u00e4ndigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS) organisiert. Dort pr\u00e4sentieren sich die jeweiligen Abschlussjahrg\u00e4nge dem Fachpublikum und hoffen so auf Engagements an unterschiedlichen Theaterh\u00e4usern. W\u00e4hrend dies 2020 digital stattfinden und teilweise abgesagt werden musste, konnte der aktuelle Abschlussjahrgang des Max Reinhardt Seminars 2021 wieder auf Reisen gehen. Die Studierenden des Abschlussjahrgangs 2022 nehmen uns mit auf ihren Kurztrip zu den Absolvent_innen-Vorspielen (AVO) nach Neuss, Berlin und M\u00fcnchen.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_7251\" aria-describedby=\"caption-attachment-7251\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7251 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image0-28-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7251\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 privat zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<h5>Ich packe meinen Koffer und nehme mit:<\/h5>\n<ul>\n<li>Zahnb\u00fcrste<\/li>\n<li>Laptop f\u00fcr Last-Minute-Bewerbungen<\/li>\n<li>Handyladekabel<\/li>\n<li>Kost\u00fcme (wichtig!)<\/li>\n<li>eine Waschmaschine<span id='easy-footnote-1-7249' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/02\/28\/mit-dem-abschlussjahrgang-auf-reisen\/#easy-footnote-bottom-1-7249' title='Die t\u00fcrkise Waschmaschine war unser B\u00fchnenbild und ersetzte auf der B\u00fchne St\u00fchle, Tische, Sofas, Throne, Podeste, WCs, ein Haus, eine Kokaindose und eine Klimakapsel.'><sup>1<\/sup><\/a><\/span><\/li>\n<li>Bierdeckel<span id='easy-footnote-2-7249' class='easy-footnote-margin-adjust'><\/span><span class='easy-footnote'><a href='https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2022\/02\/28\/mit-dem-abschlussjahrgang-auf-reisen\/#easy-footnote-bottom-2-7249' title='Die Bierdeckel waren unser (auf nachhaltigem Papier gedruckter) Flyer-Ersatz und Marketinggag.'><sup>2<\/sup><\/a><\/span><\/li>\n<li>Sedcards und Programmhefte<\/li>\n<li>Unterhosen und Kleidung<\/li>\n<li>kein Shampoo (alle haben ihr Shampoo vergessen)<\/li>\n<li>Handt\u00fccher (sehr wichtig!)<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Die Teams:<\/h5>\n<ul>\n<li>Team Zug: Caro, Pia, Sophie, Kathi, Nils<\/li>\n<li>Team Auto: Lukas (Schauspielregie), Basti, Enzo, Til, Etienne<\/li>\n<li>Team Premiere: Lili<\/li>\n<\/ul>\n<h5>Let\u2019s go!<\/h5>\n<p>Kathi dachte in der Nacht vor der Abreise nur an die Packliste. Sie hasste Kofferpacken, umso schlimmer war es, wenn man als Gruppe verreiste und jemand anderer etwas verga\u00df. Deshalb erinnerte sie ihren Jahrgang noch einmal an eigene Handt\u00fccher. Die Vorstellung, dass eine Person ihr Handtuch vergessen haben k\u00f6nnte und sich eine Woche lang mit einem alten Shirt abtrocknen musste, raubte ihr den Schlaf. Mit einem nett gemeinten \u201eDanke Muddi &lt;3\u201c befreite sie ein Kommilitone dann endlich von ihren Sorgen, und Kathi konnte friedlich einschlafen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen verlief unheimlich reibungslos. Die gesamte Reisegruppe teilte sich in zwei Teams \u2013 Team Zug und Team Auto \u2013 auf. Unbeabsichtigt waren im Team Auto ausschlie\u00dflich Jungs \u2013 ein Zufall, den man aufgrund der Stereotypisierung vielleicht lieber verschweigen sollte. Allerdings hatten wir festgestellt, dass die f\u00fcnf ge\u00fcbtere Gangschaltungsfahrer waren.<\/p>\n<p>Niemand hatte verschlafen, alle waren guter Laune und fuhren p\u00fcnktlich ab. Fast ein bisschen langweilig. Um das Team Auto zu \u00e4rgern, t\u00e4uschte Team Zug in der Jahrgangs-WhatsApp-Gruppe vor, dass Caro den Zug nicht rechtzeitig erwischt h\u00e4tte. Abwechselnd beratschlagten wir \u00fcber die n\u00e4chste Zugverbindung und baten Team Auto (das bereits seit zwei Stunden unterwegs war) zur\u00fcckzufahren, um Caro in Wien abzuholen, wor\u00fcber dieses nicht besonders erfreut war. Der Spa\u00df wurde schlie\u00dflich aufgel\u00f6st mit einem Foto der im Zug sitzenden Caro. Team Auto war erleichtert. Team Zug am\u00fcsiert. Die Reise ging weiter.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7253\" aria-describedby=\"caption-attachment-7253\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-7253 size-large\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image2-20-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7253\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 privat zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<p>In einem Vorort von Neuss erreichten wir schlie\u00dflich unsere erste Unterkunft. Eine kleine Jugendherberge, die neben einem alten Ehepaar ausschlie\u00dflich uns beherbergte. Erst einmal war Abendessen angesagt, und wir lie\u00dfen uns in einem griechischen Restaurant mit dem einladenden Namen \u201eMarias Grill-Imbiss\u201c nieder (die Sterne haben uns dorthin gef\u00fchrt, und die Sterne l\u00fcgen nicht). Es war einer von drei Orten, an denen man zu unserer Ankunftszeit sp\u00e4tabends noch warmes Essen bekam, und wir waren probierfreudig! Nachdem wir uns auf einen fast leeren Magen und hungrig von der Reise Gyrosteller, Pita, Pommes und K\u00f6lsch geg\u00f6nnt hatten (danke nochmals an Maria und ihre Mitarbeiterinnen, die superfreundlich zu uns verlorenen, hungrigen Reisenden waren!), war uns allen erst einmal ein bisschen \u00fcbel \u2013 zu viel des Guten. Mit vollen B\u00e4uchen verteilten wir uns alle in unseren Pyjamas auf den drei Hochbetten des Nilpferd-Schlafzimmers und erinnerten uns an Erlebtes der vergangenen Jahre an der Schauspielschule. Es wurde viel gelacht, geschwiegen und nachgedacht, vor allem wurde <i>Welcome to St.\u00a0Tropez (DJ Antoine vs. Mad Mark Radio Edit)<\/i> als Motivationshymne gespielt. Wir waren bereit!<\/p>\n<p>Am 16.\u00a0November um 15\u00a0Uhr hatten wir auf der Probeb\u00fchne des Rheinischen Landestheaters in Neuss unser erstes Absolvent_innen-Vorspiel. Zuvor hatten wir eine Stunde Zeit, uns auf der B\u00fchne und in den Garderoben einzurichten und vorzubereiten. Florian Reiners, unser Sprachgestaltungsprofessor, der mit uns nach Neuss gereist war, gab uns ein paar letzte Tipps zur Akustik des Raumes. Nach einem kurzen technischen Durchlauf ging es dann endlich los! Etwa hundert schwitzige Minuten sp\u00e4ter waren wir fertig. Zum Durchschnaufen blieb allerdings keine Zeit. Das Programm war eng getaktet, damit innerhalb einer Woche rund 24\u00a0Schauspielschulen in allen drei St\u00e4dten die Gelegenheit zum Vorsprechen bekamen. So kam es jedes Mal nur im Foyer des Theaters beim Ein- oder Ausr\u00e4umen der Koffer zu Begegnungen mit den Jahrg\u00e4ngen aus einer der anderen Schauspielschulen.<\/p>\n<p>Da das zweite Vorsprechen bereits am n\u00e4chsten Tag um 18\u00a0Uhr im sechs Autostunden entfernten Berlin stattfinden sollte, d\u00fcsten wir, wieder in zwei Gruppen aufgeteilt, weiter in die Bundeshauptstadt. In der Rushhour des Ruhrpotts gestaltete sich die Autofahrt nicht so z\u00fcgig wie erhofft. Da der Zug, in dem nun Pia, Caro, Sophie, Kathi und Nils sa\u00dfen, einen unerwarteten mehrst\u00fcndigen Aufenthalt vor Hannover machte, kamen beide Teams erst sp\u00e4tnachts in Berlin an. Zum Gl\u00fcck stand dem Ausschlafen nichts im Wege.<\/p>\n<p>In Berlin spielten wir im BAT-Studiotheater der Hochschule f\u00fcr Schauspielkunst Ernst Busch. Das Vorspielen machte uns allen sehr viel Spa\u00df, denn der Raum war wunderbar und die Uhrzeit f\u00fcr unsere Nachteulenseelen perfekt.<\/p>\n<p>Was uns dennoch \u00fcberraschte, war, wie sehr uns die Reise bereits in den Knochen sa\u00df. Die Fahrt einmal durch ganz Deutschland mit all der Anspannung und dem Stress hatten wir vor lauter Vorfreude vielleicht ein wenig untersch\u00e4tzt. Dennoch hielten wir uns damit nicht lange auf und gingen nach dem Vorspiel in Berlin etwas essen und trinken. Der n\u00e4chste Tag war wieder ein Reisetag, es sollte weitergehen nach M\u00fcnchen. Pia und Kathi stellten in dieser Nacht fest, dass der erstbeste D\u00f6ner um 4\u00a0Uhr nachts in Berlin besser war als der beste D\u00f6ner in Wien. Am n\u00e4chsten Tag h\u00e4tten die beiden dann wirklich fast den Zug verschlafen, und ihnen wurde in der Berliner U-Bahn bewusst, wie schlimm es ist, dort zu sitzen und zu wissen, dass es noch vier Stationen zu fahren gibt und die Zeit langsam knapp wird. Als sich die T\u00fcren \u00f6ffneten, legten sie den Sprint des Jahres hin. Auch dieses Hindernis wurde erfolgreich gemeistert, die beiden rannten und kamen verschwitzt, aber gerade noch rechtzeitig im ICE an.<\/p>\n<p>Der ICE l\u00f6ste mittlerweile eine Art Heimatgef\u00fchl in uns aus, dieselben Vierersitze mit Tisch in denselben Z\u00fcgen und dieselbe Bordbistrokarte. Team Auto schickte Team Zug w\u00e4hrenddessen sch\u00f6ne Fotos von seinem Brunch in Berlin und fuhr anschlie\u00dfend auch los.<\/p>\n<p>Alle waren nun auf dem Weg von Berlin nach M\u00fcnchen, und die gut gelaunte Autogruppe tuckerte nach stundenlangem Rollen im Stau zu einer wohlverdienten Snackpause an eine Raststation. Nachdem alle ausgestiegen waren, bekam der Wagen hinter Team Auto, liebevoll wie es eben ist, noch einen gro\u00dfen, freundlichen Grinser durch die Scheibe. Bl\u00f6d nur, dass das eine Polizeistreife war, die das als unumg\u00e4ngliche Aufforderung f\u00fcr eine Ausweis- und Drogenkontrolle bei den f\u00fcnf hippen Boys auffasste. Nach einer Probenabgabe hinter der n\u00e4chsten Ecke, kurzem Unwohlsein und einem schnellen Snack (steinharte Brezel) ging es weiter im Stau Richtung S\u00fcden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7258\" aria-describedby=\"caption-attachment-7258\" style=\"width: 683px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7258\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-683x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"683\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-200x300.jpg 200w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-768x1151.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-1025x1536.jpg 1025w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-1366x2048.jpg 1366w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5-850x1274.jpg 850w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image6-5.jpg 1423w\" sizes=\"auto, (max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7258\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 privat zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach vier Reisetagen und zwei Vorsprechen kamen alle v\u00f6llig \u00fcbern\u00e4chtigt in der M\u00fcnchner Jugendherberge an, die wir uns mit an die 50 Achtkl\u00e4sslern teilten. Am Abend vor dem Vorspiel, das, obwohl in Bayern, zu einer sehr unchristlichen Uhrzeit\u00a0\u2013 10\u00a0Uhr\u00a0(!) \u2013 stattfinden sollte, sa\u00dfen wir in einem urigen italienischen Restaurant zusammen. Der Abend ging schnell vor\u00fcber, und kurz vor 24\u00a0Uhr lagen wir alle im Bett. Doch als die Uhr Mitternacht schlug, versammelten wir uns um Lukas und feierten mit ihm in seinen Geburtstag hinein. Er war es auch, der mit uns die vielen unterschiedlichen Szenen und Monologe zu einem runden Abend zusammengesetzt hatte und uns w\u00e4hrend der Reise mit sch\u00fctzender Regiehand begleitete. Wir schlichen uns auf ein begr\u00fcntes Vordach, das unsere Zimmer miteinander verband, z\u00fcndeten Teelichter an und sangen ganz leise <i>Happy Birthday <\/i>(um die Jugendlichen nicht zu wecken und um nicht allzu viel Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen, denn das Betreten des Dachs war vermutlich eine Grauzone).<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen klingelte der Wecker (nicht bei allen) bereits um 6\u00a0Uhr. Bei der Spielst\u00e4tte angekommen, versuchten wir, uns durch intensives Aufw\u00e4rmen wach zu bekommen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_7254\" aria-describedby=\"caption-attachment-7254\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7254\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image3-13-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-7254\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 privat zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>\n<p>Lili konnte aufgrund einer Theaterpremiere am Vorabend in Wien erst an diesem Tag nach M\u00fcnchen dazukommen: \u201eNach 3\u00bd\u00a0Jahren endlich. Das AVO. Damals im ersten Jahr, ich erinnere mich noch gut, wir tollten im Garten herum und genossen stolz in hei\u00dfer Sommerluft unser sich dem Ende neigendes erstes Jahr, da br\u00fcllte ein Kommilitone vom Balkon herunter: \u201aHeute spielt ihr Frisbee, aber morgen ist AVO!\u2018 Damals lachten wir noch, aber im Grunde hatte er recht. Die Zeit ist rasant verflogen. Pl\u00f6tzlich war also AVO, aber dann doch anders, zumindest f\u00fcr mich. Ende des Sommers war klar, ich w\u00fcrde nur bei einer Station dabei sein k\u00f6nnen: M\u00fcnchen.\u201c Neuss und Berlin hatte sie nur mit einigen Fotos und WhatsApp-Nachrichten im Jahrgangschat miterlebt. Zw\u00f6lf Stunden nach der Premiere in Wien stolperte Lili nach nur etwa zwei Stunden Schlaf mit knurrendem Magen und trockenem Mund auf die Probeb\u00fchne des Residenztheaters: \u201eTrotz M\u00fcdigkeit und zunehmenden Lampenfiebers freute ich mich riesig, da hockte die Bande, die eine Woche durch Deutschland getourt und jetzt am letzten Tag der Reise angekommen war. Nun war ich auch dabei. Nach dem Vorspiel alle ersch\u00f6pft, stie\u00dfen wir auf Lukas\u2019 Geburtstag an. Auch wenn ich nur f\u00fcnf Stunden dabei war, ich f\u00fchlte mich, als h\u00e4tte ich ein wichtiges Kapitel mit dem Jahrgang zusammen abgeschlossen.\u201c<\/p>\n<p>Nach dem letzten Vorspiel war es f\u00fcr unser Gef\u00fchl immer noch recht fr\u00fch am Morgen, obwohl wir bereits eine Achterbahnfahrt hinter uns hatten. Wir setzten uns in die Kantine der Kammerspiele und nach einem Spaziergang durch die M\u00fcnchner Innenstadt in ein Caf\u00e9, a\u00dfen und tranken zusammen. Schlie\u00dflich waren wir bereit f\u00fcr die Abschiedsumarmungen, denn die Gruppe teilte sich f\u00fcr die R\u00fcckfahrt wieder auf.<\/p>\n<p>Das Kapitel AVO-Reise war geschafft. Ersch\u00f6pft, aber gl\u00fccklich, dass wir diese Reise zusammen durchlebt hatten, machten wir uns auf den Weg zur\u00fcck nach Wien in den Lockdown.<\/p>\n<p>Autor_innen: Caroline Baas, Pia Zimmermann, Sophie Juliana Pollack, Katharina Rose, Nils Arztmann, Lukas Michelitsch, Sebastian Egger, Enzo Brumm, Tilman Tuppy, Etienne Halsdorf, Lili Winderlich<\/p>\n<figure id=\"attachment_7260\" aria-describedby=\"caption-attachment-7260\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5.jpg\" rel=\"lightbox-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-7260\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-1024x683.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"567\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/post-1_image8-5-850x567.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-7260\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 privat zur Verf\u00fcgung gestellt<\/figcaption><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Schauspielschulen im deutschsprachigen Raum werden seit einigen Jahren zentrale Vorsprechen von der St\u00e4ndigen Konferenz Schauspielausbildung (SKS) organisiert. 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