{"id":719,"date":"2017-03-01T10:16:53","date_gmt":"2017-03-01T09:16:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=719"},"modified":"2017-12-11T14:58:20","modified_gmt":"2017-12-11T13:58:20","slug":"orchester-auf-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/03\/01\/orchester-auf-zeit\/","title":{"rendered":"Orchester auf Zeit"},"content":{"rendered":"<strong>Damit sich \u00d6sterreichs musikalische Zukunft im Orchesterbetrieb erproben kann, gibt es immer wieder sogenannte Jugend- und Nachwuchsorchester, die unter realen Bedingungen die M\u00f6glichkeit bieten, die Arbeit in einem Orchester \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg kennenzulernen. Talentschmieden f\u00fcr zuk\u00fcnftige OrchestermusikerInnen sind beispielsweise das Wiener Jeunesse Orchester oder das Gustav Mahler Jugendorchester. An der mdw wurde vor Kurzem die Webern Kammerphilharmonie ins Leben gerufen, die als permanentes Angebot zum\u00a0<\/strong><strong>Berufseinstieg f\u00fcr angehende OrchestermusikerInnen zur Verf\u00fcgung stehen soll.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_864\" aria-describedby=\"caption-attachment-864\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-864\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/junge_philharmonie_dirigent.jpg\" alt=\"Michael Lessky\" width=\"800\" height=\"531\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/junge_philharmonie_dirigent.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/junge_philharmonie_dirigent-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/junge_philharmonie_dirigent-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/junge_philharmonie_dirigent-850x564.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-864\" class=\"wp-caption-text\">Dirigent Michael Lessky \u00a9Junge Philharmonie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Junge Philharmonie Wien bietet diese M\u00f6glichkeit seit 1997 erfolgreich an und diente dabei schon zahlreichen mdw-Studierenden als Basis f\u00fcr eine Karriere in einem Berufsorchester. Dem k\u00fcnstlerischen Leiter Michael Lessky, einem der Gr\u00fcnder, war es von Anfang an ein Anliegen, mit dem Orchester eine Verbindungstelle zwischen Ausbildung und dem Eintritt in ein Berufsorchester zu schaffen, erkl\u00e4rt er im Gespr\u00e4ch mit dem mdw-Magazin. Er selbst studierte Rechtswissenschaften, Kirchenmusik und Jazztheorie, ehe er mit 23 Jahren das Angebot seines Vaters Friedrich Lessky annahm, eine Messe zu dirigieren. Auf den Geschmack gekommen, war er schlie\u00dflich sechs Jahre lang au\u00dferordentlicher H\u00f6rer in der Dirigierklasse von Karl \u00d6sterreicher an der mdw. Durch die Arbeit seines Vaters am Wiener Musikgymnasium und durch Hospitanzen bei Claudio Abbado, konnte er viele Jahre erleben, was junge Leute nach der Ausbildung suchen, woraus schlie\u00dflich die Idee entstand, ein gesamt\u00f6sterreichisches Jugendorchester zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Die\u00a0Junge Philharmonie Wien bewegte sich von Beginn an am freien Markt, denn nur so lerne man, wie es sp\u00e4ter wirklich funktioniere. Recht rasch konnte das Orchester \u00fcberzeugen, und ber\u00fchmte Namen wie Agnes Baltsa oder Ildik\u00f3 Raimondi lie\u00dfen nicht lange auf sich warten, um Konzerte mit den jungen Talenten zu spielen oder CD-Aufnahmen zu machen. \u201eIch halte nicht viel davon, Leute zu fr\u00fch in eine Rolle zu dr\u00e4ngen, und glaube fest an das Entwicklungspotenzial junger Menschen\u201c, so Lessky, der auch schon MusikerInnen von der T\u00e4tigkeit in einem Orchester abgeraten hat. \u201eNicht jede\/jeder eignet sich daf\u00fcr. Neben den musikalischen F\u00e4higkeiten braucht man vor allem die richtige Einstellung.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_725\" aria-describedby=\"caption-attachment-725\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-725\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/junge_philharmonie2.jpg\" alt=\"Junge Philharmonie\" width=\"1000\" height=\"664\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/junge_philharmonie2.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/junge_philharmonie2-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/junge_philharmonie2-768x510.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/junge_philharmonie2-850x564.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-725\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9Junge Philharmonie<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Austausch mit den gro\u00dfen Institutionen funktioniere gut. Lehrende, wie beispielsweise Barbara Gisler-Haase von der mdw (derzeit Vizerektorin), schicken immer wieder Studierende zum Probespiel. Weltweite Engagements sprechen f\u00fcr die Qualit\u00e4t: Der 1983 geborene Geiger Marko Radoni\u010d, der bei Michael Frischenschlager und Johannes Meissl an der mdw studierte, war \u00fcber f\u00fcnf Jahre Konzertmeister bei der Jungen Philharmonie Wien, ehe es ihn nun zum Montenegrin Symphony Orchestra nach Montenegro verschlug. Alina Pinchas, die seit 2013 die 1. Violine bei den Wiener Philharmonikern spielt, war ebenfalls viele Jahre Konzertmeisterin unter Lessky und erhielt bereits fr\u00fch Unterricht an der mdw, ehe sie in Graz Konzertfach Geige studierte. Auch der Cellist Stephan Koncz, der bereits als 8-J\u00e4hriger ein Studium an der mdw belegte, trat im Alter von 14 Jahren der Jungen Philharmonie Wien bei. Er konzertiert aktuell bei den Berliner Philharmonikern.<\/p>\n<p>Seit 2011 studiert Sebastian Efler Schlagwerk an der mdw bei Josef Gumpinger und war bis zuletzt im Orchester aktiv. Er hat 2016 das Probespiel f\u00fcr Solo-Pauke mit Verpflichtung zum Schlagwerk im Hyogo Performing Arts Center Orchestra in Japan gewonnen. Das dritte Horn bei den Wiener Symphonikern spielt Markus Obmann, der 2009 sein Horn-Studium erfolgreich an der mdw abschloss. Es zeigt sich: Der Schritt vom Studium an der mdw, \u00fcber das Nachwuchsorchester zum Einstieg ins Profiorchester, ist bei vielen erfolgreich gelungen.<\/p>\n<p>Wichtig ist im Orchesterbetrieb vor allem die Kontinuit\u00e4t. \u201eMan kann das Zusammenspiel nur lernen, wenn man das auch mehrere Jahre lang macht\u201c, ist Lessky \u00fcberzeugt. Das unterscheidet sein Orchester auch von vielen anderen Jugendorchestern: Die Mannschaft wechselt nicht jedes Jahr komplett und die MusikerInnen spielen etwa sechs Programme im Rahmen von bis zu zw\u00f6lf Konzerten pro Jahr. Dabei wird ein breites Spektrum abgedeckt \u2013 von Symphonien, \u00fcber die Begleitung von Vokal- und InstrumentalsolistInnen bis hin zu Opern und auch Jazz. Durchaus positiv blickt er in die Zukunft von Orchestern, sofern die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so sind, dass junge Leute im k\u00fcnstlerischen Bereich auf breiter Basis gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen und damit eine musikalische Vielfalt m\u00f6glich ist.","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit sich \u00d6sterreichs musikalische Zukunft im Orchesterbetrieb erproben kann, gibt es immer wieder sogenannte Jugend- und Nachwuchsorchester, die unter realen Bedingungen die M\u00f6glichkeit bieten, die Arbeit in einem Orchester \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg kennenzulernen. Talentschmieden f\u00fcr zuk\u00fcnftige OrchestermusikerInnen sind beispielsweise das Wiener Jeunesse Orchester oder das Gustav Mahler Jugendorchester. 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