{"id":651,"date":"2017-03-01T10:09:29","date_gmt":"2017-03-01T09:09:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=651"},"modified":"2018-11-29T12:06:44","modified_gmt":"2018-11-29T11:06:44","slug":"alumni-im-fokus-daniela-ivanova","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2017\/03\/01\/alumni-im-fokus-daniela-ivanova\/","title":{"rendered":"Alumni im Fokus \u2013 Daniela Ivanova"},"content":{"rendered":"<strong>Daniela Ivanovas Leben wird bestimmt von der Liebe zur Musik. Die Bratschistin und mdw-Alumna ist leidenschaftliche P\u00e4dagogin und Dirigentin und tritt sowohl solistisch als auch als Kammermusikerin auf und hat zudem geschafft, was nur wenigen Frauen bisher gelungen ist: Sie ist Wiener Philharmonikerin.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_652\" aria-describedby=\"caption-attachment-652\" style=\"width: 1000px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-652\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/daniela_ivanova.jpg\" alt=\"Daniela Ivanova\" width=\"1000\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/daniela_ivanova.jpg 1000w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/daniela_ivanova-300x196.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/daniela_ivanova-768x502.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/daniela_ivanova-850x556.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-652\" class=\"wp-caption-text\">Daniela Ivanova kennt als Wiener Philharmonikerin keinen &#8222;normalen&#8220; Arbeitstag. \u00a9Lammerhuber<\/figcaption><\/figure>\n<p>Einen \u201enormalen\u201c Arbeitstag kennt Daniela Ivanova nicht. Seit 2010 ist sie fixes Mitglied im Verein der Wiener Philharmoniker und geh\u00f6rt damit zu insgesamt zehn Frauen, die dem traditionsreichen Wiener Orchester angeh\u00f6ren. \u201eIn Summe sind schon au\u00dfergew\u00f6hnliche Anforderungen gefragt, da die Qualit\u00e4t jede Minute stimmen muss\u201c, erz\u00e4hlt die Bratschistin. Das Repertoire sei riesig, manchmal spiele man bis zu drei Dienste pro Tag oder auch einmal rund f\u00fcnf Stunden vor Publikum, beispielsweise ein Nachmittagskonzert im Musikverein und am Abend eine Oper. Man brauche eine sehr gute Konzentrationsf\u00e4higkeit und gleichzeitig Flexibilit\u00e4t, man m\u00fcsse schnell lernen und sich rasch anpassen.<\/p>\n<p>Trotzdem wusste die Bratschistin schon nach dem ersten Mal, als sie an der Staatsoper als Substitut war, dass dieses Orchester das einzige war, wo sie sich \u00fcberhaupt vorstellen konnte zu arbeiten. \u201eIch wollte nicht einmal mehr woanders vorspielen. Ich habe das Orchester und besonders das Solo von Konzertmeister Rainer Honeck so sehr genossen!\u201c Das war 2001 bei einer Vorstellung von <em>Schwanensee<\/em>.\u00a0Der Bratschist und Philharmoniker Walter Blovsky habe sie\u00a0nach einem Vorspiel f\u00fcr ein Stipendium der Herbert-von- Karajan-Stiftung gefragt, ob sie substituieren wolle. Ivanova war damals \u201ebei ihrem ersten Dienst\u201c die einzige Frau im Orchester, dies habe sie aber erst nach dem Applaus bemerkt. \u201eStellen Sie sich vor, ich habe das nicht einmal gemerkt. Weil ich von diesem Frauenthema nichts geh\u00f6rt hatte und mein Deutsch auch noch nicht so gut war. Klingt komisch, ist aber die Wahrheit\u201c, erinnert sich die Bratschistin. Ihr einziges Ziel lag darin, ihre Sache gut zu machen. Die Musik habe alles andere unwichtig gemacht.<\/p>\n<p>Obwohl seit 1997 offiziell Frauen bei den Wiener Philharmonikern zugelassen wurden, dauerte es noch ein paar Jahre, bis Frauen auch fix engagiert wurden. Bei Daniela Ivanova war es 2007 so weit: Zuerst bekam sie ein dauerhaftes Engagement im Orchester der Wiener Staatsoper und drei Jahre sp\u00e4ter erfolgte die Aufnahme in den Verein. \u201eAls Frau musste ich schon sehr viel beweisen, vielleicht mehr als die M\u00e4nner. In k\u00fcnstlerischer Hinsicht ein Vorteil, weil ich eine herausragende Leistung bringen musste\u201c, erz\u00e4hlt die mdw-Absolventin. Es sei aber auch sehr anstrengend, diesem Druck standzuhalten. Jedoch k\u00f6nne man auch aus schwierigen Situationen Kraft sch\u00f6pfen. Die Frauenquote der Wiener Philharmoniker liegt derzeit bei knapp acht Prozent, nach wie vor deutlich unter den Quoten anderer \u00f6sterreichischer Orchester. \u201eEs k\u00f6nnte sein, dass unser Alltag abschreckend wirkt, Familienleben ist sicher komplexer als in anderen Orchestern\u201c, so Ivanova weiter. Durch den Generationenwechsel sei die Situation jetzt aber anders als fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Daniela Ivanova ist aber nicht nur Wiener Philharmonikerin, sondern auch als Kammermusikerin, P\u00e4dagogin und seit ihrem 25. Lebensjahr auch als Dirigentin \u2013 \u201eeine erf\u00fcllende Aufgabe\u201c \u2013 t\u00e4tig. Die Vollblutmusikerin wurde in Bulgarien geboren und konnte bereits Noten lesen, bevor sie schreiben konnte. Mit viereinhalb Jahren erhielt sie ihren ersten Klavier- und Violinunterricht. Ihre Mutter wollte \u00fcber Daniela die Musik in die Familie bringen. \u201eMein Vater hat sofort zugestimmt und innerhalb einer Stunde eine Geige gekauft.\u201c Sp\u00e4ter sattelte sie auf Bratsche um und studierte an der Bulgarischen Nationalakademie. Im Rahmen einer Masterclass lernte sie dort den Geiger Michael Frischenschlager kennen, der an der mdw lehrte und ihr riet nach Wien zu kommen. \u201eIch war an der mdw in der Bratschenklasse von Hans Peter Ochsenhofer. Er war wirklich sehr begeisternd und hat mir so viel beigebracht\u201c, erinnert sich Ivanova an die sch\u00f6nste Seite ihrer Studienzeit. Obwohl sie unter existenziell schwierigen finanziellen Bedingungen in Wien studierte, hat sie sehr gute Erinnerungen an die mdw. \u201eDie Musik hat mir geholfen.\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daniela Ivanovas Leben wird bestimmt von der Liebe zur Musik. Die Bratschistin und mdw-Alumna ist leidenschaftliche P\u00e4dagogin und Dirigentin und tritt sowohl solistisch als auch als Kammermusikerin auf und hat zudem geschafft, was nur wenigen Frauen bisher gelungen ist: Sie ist Wiener Philharmonikerin. Einen \u201enormalen\u201c Arbeitstag kennt Daniela Ivanova nicht. 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