{"id":6476,"date":"2021-09-30T11:21:47","date_gmt":"2021-09-30T09:21:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=6476"},"modified":"2021-09-30T11:22:16","modified_gmt":"2021-09-30T09:22:16","slug":"kommunikation-partizipation-vertrauen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/kommunikation-partizipation-vertrauen\/","title":{"rendered":"Kommunikation, Partizipation &#038; Vertrauen"},"content":{"rendered":"<h1>Organisationale Resilienz an der mdw<\/h1>\n<p>Organisationale Resilienz ist die F\u00e4higkeit einer Organisation, sich an eine ver\u00e4ndernde Umgebung anzupassen und Krisensituationen aufzufangen. An der mdw ist es im Zuge der Covid-Pandemie gelungen, flexibel auf die neue Situation zu reagieren und die ver\u00e4nderten Gegebenheiten aufzugreifen. Die Zusammenarbeit unterschiedlichster Gremien und Personengruppen sowie ein schnelles Reagieren auf sich st\u00e4ndig wandelnde Umst\u00e4nde waren nicht nur f\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte zentral. Rektorin Ulrike Sych, Senatsvorsitzender Johannes Marian und Universit\u00e4tsratsvorsitzender Stefan Zapotocky erz\u00e4hlen im Gespr\u00e4ch mit dem <i>mdw-Magazin<\/i> \u00fcber die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen und Erfahrungen im Umgang mit der Krise.<\/p>\n<p>Die per se gute Kommunikationskultur an der mdw und die seit jeher partizipative Arbeit des Rektorats mit den Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen sorgten f\u00fcr gute Voraussetzungen in der Krisenbew\u00e4ltigung, berichtet Rektorin Ulrike Sych. \u201eWir waren mit einer gro\u00dfen Diskrepanz konfrontiert zwischen den Verordnungen der Regierung und der Autonomie der Universit\u00e4t. Viele schwerwiegende Entscheidungen mussten in Eigenverantwortung getroffen und getragen werden. Dabei haben sich auch die Rektor_innen der Kunstuniversit\u00e4ten \u00f6sterreichweit intensiv ausgetauscht. An der mdw haben alle Gremien, auch die Hochsch\u00fcler_innenschaft (hmdw), verantwortungsvoll und konsensual zusammengearbeitet. Klarheit in der Vermittlung der Ma\u00dfnahmen war in jedem Schritt enorm wichtig. Nicht zu vergessen die Betriebsr\u00e4te und der Arbeitskreis f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen (AKG) \u2013 wir alle haben mit gemeinsamer Kraft und im uneingeschr\u00e4nkten Vertrauen die Krise bisher gut bew\u00e4ltigt\u201c, fasst Ulrike Sych die vergangenen eineinhalb Jahre zusammen.<\/p>\n<p>Die genannten Gremien mussten sich rasch abstimmen und Entscheidungen treffen, sie standen dazu auch vor jeweils sehr spezifischen Herausforderungen. So beschreibt Senatsvorsitzender Johannes Marian, welche Fragen sich dem Senat zu Beginn der Pandemie gestellt haben: \u201eF\u00fcr den Senat galt es, nicht nur seine eigene Handlungsf\u00e4higkeit, sondern auch jene aller von ihm eingesetzten Kommissionen (wie beispielsweise die Studien-, Berufungs- und Habilitationskommissionen) und Arbeitsgruppen zu erhalten. Unsere Gesch\u00e4ftsordnung sah keine virtuellen Sitzungen und keine Umlaufbeschl\u00fcsse per E-Mail vor. Das Ministerium \u00fcbernahm sehr rasch zentrale Senatsagenden entweder selbst oder \u00fcbertrug diese an das Rektorat. Hier zeigte sich dann aber auch ebenso rasch der Zusammenhalt in unserem Haus. Auf Initiative des Rektorats wurden juristische L\u00f6sungen gefunden, den Senat und seine Kommissionen wieder vollst\u00e4ndig handlungsf\u00e4hig zu machen \u2013 das alles geschah tats\u00e4chlich innerhalb weniger Tage!\u201c<\/p>\n<p>Auch Universit\u00e4tsratsvorsitzender Stefan Zapotocky hebt die Effizienz an der mdw hervor: \u201eLeider waren Hilfestellungen und notwendige Entscheidungen im Kunstbereich im Priorit\u00e4tenkatalog der Bundesregierung lange weit zur\u00fcckgereiht, und es galt, energisch Ma\u00dfnahmen zur Verbesserung der akuten, existenziell bedrohenden Situation f\u00fcr Studierende und aus\u00fcbende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler zu fordern und zu organisieren. Unser Rektorat unter der Leitung von Rektorin Ulrike Sych hat mit den Leitungsorganen, allen betroffenen internen Stellen und unseren Studierenden alles getan, um den Studienbetrieb effizient an die gebotene Rahmensituation anzupassen und m\u00f6glichst umf\u00e4nglich aufrechtzuerhalten.\u201c<\/p>\n<p>Die rasche Umstellung von Pr\u00e4senz- auf digitalen Unterricht hatte oberste Priorit\u00e4t. Ulrike Sych ist nach wie vor begeistert von dem gegenseitigen Vertrauen und dem vorbildhaften Miteinander an der mdw: \u201eWir haben das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass wir an der mdw bereits vor Ausbruch der Pandemie exzellente Fachexpert_innen im Bereich des digitalen Lernens und Arbeitens hatten; seit Jahren sind wir mit dem Thema digitales Lernen und Lehren befasst, und sowohl das Audio-Video-Zentrum als auch der Zentrale Informatikdienst haben hier Gro\u00dfartiges geleistet. Unsere Lehrenden, Forschenden und Verwaltungsmitarbeiter_innen waren bereit, sich innerhalb einer Woche komplett umzustellen und g\u00e4nzlich im Digitalen zu lehren und zu arbeiten.\u201c<\/p>\n<p>Individuellen Unterricht bei gleichzeitigem Schutz der Gesundheit aller Universit\u00e4tsangeh\u00f6rigen zu erm\u00f6glichen, war das Ziel: \u201eAlle erforderlichen Beschl\u00fcsse wurden vom Rektorat zielorientiert erarbeitet und mit allen Betroffenen bestm\u00f6glich umgesetzt. Diese hohe Flexibilit\u00e4t in der Anpassung interner Abl\u00e4ufe und der Einsatz modernster technischer Medien waren und sind gemeinsam mit der positiven Zusammenarbeit von uns allen eine wichtige Grundlage f\u00fcr die bisherige erfolgreiche Arbeit unserer Universit\u00e4t unter diesen extrem einschr\u00e4nkenden Bedingungen\u201c, betont Stefan Zapotocky.<\/p>\n<p>Auch Johannes Marian w\u00fcrdigt das Miteinander: \u201eDie Kolleg_innen des Zentralen Informatikdienstes fanden f\u00fcr jede Schwierigkeit, die sich durch die pl\u00f6tzliche Umstellung auf digitale Sitzungen und Entscheidungen auftat, eine effiziente L\u00f6sung.\u201c Ganz ohne Bedenken lief es trotzdem nicht immer ab: \u201eIch erinnere mich noch gut an die erste virtuelle Dringlichkeitssitzung des Senats, meine Anspannung vor und w\u00e4hrend der gesamten Sitzung, ob alle Senatsmitglieder in Zoom erscheinen und auch bleiben w\u00fcrden, ob Diskussionen und Abstimmungen m\u00f6glich sein w\u00fcrden, und die Erleichterung, als alles planm\u00e4\u00dfig und effizient abgelaufen war.\u201c<\/p>\n<p>Dass eine Organisation aus all diesen Erfahrungen auch ver\u00e4ndert hervorgeht, dar\u00fcber sind sich alle einig. \u201eNach Corona ist nicht vor Corona. So eine gro\u00dfe Krise kann nicht spurlos an uns vor\u00fcbergehen\u201c, ist Ulrike Sych \u00fcberzeugt. \u201eEs werden Themen wie Homeoffice, digitales Lehren, aber auch Arbeitsprozesse und Workflows neu bewertet und diskutiert werden. In vielen Bereichen werden wir neue Richtlinien brauchen. Etwa wenn ich an das Thema Sitzungen denke, besonders an abteilungs\u00fcbergreifende \u2013 hier wird zu entscheiden sein, was zuk\u00fcnftig im Digitalen und was in Pr\u00e4senz stattfindet. Da werden wir auch positive Erfahrungen und vereinfachte Planbarkeit mitbedenken. Die neuen Erkenntnisse aus der Pandemie werden sich im universit\u00e4ren Alltag, aber auch im k\u00fcnstlerischen und wissenschaftlichen Betrieb auf die Diskussionen und Ma\u00dfnahmen rund um Nachhaltigkeit niederschlagen. Die Mobilit\u00e4t wird auch an den Universit\u00e4ten in Zukunft anders aussehen, und es ist unser weltweites Ziel, die Reiset\u00e4tigkeit im Sinne des Klimaschutzes jeweils zu hinterfragen und zu minimieren. Das betrifft nicht nur wissenschaftliche Vortr\u00e4ge und Konferenzen, sondern beispielsweise auch Zulassungspr\u00fcfungen.\u201c<\/p>\n<p>Johannes Marian nimmt aus der Pandemie vor allem die Gewissheit mit, \u201edass man bei uns in einer Krise auf den Zusammenhalt aller vertrauen kann, dass es einen gemeinsamen Schulterschluss gibt und sich alle daf\u00fcr einsetzen, m\u00f6gliche negative Folgen f\u00fcr jede\/n einzelne\/n Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige\/n abzufedern\u201c.<\/p>\n<p>Auch Stefan Zapotocky blickt optimistisch in die Zukunft: \u201eEs geht um baldige R\u00fcckkehr zu einem optimalen Vollbetrieb und ganz besonders um die Wahrung der Interessen und bestm\u00f6gliche F\u00f6rderung unserer Studierenden. Wir wollen die internationale Spitzenstellung unserer mdw wahren und ausbauen!\u201c","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Organisationale Resilienz ist die F\u00e4higkeit einer Organisation, sich an eine ver\u00e4ndernde Umgebung anzupassen und Krisensituationen aufzufangen. 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