{"id":6468,"date":"2021-09-30T12:48:15","date_gmt":"2021-09-30T10:48:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/?p=6468"},"modified":"2021-09-30T12:48:27","modified_gmt":"2021-09-30T10:48:27","slug":"in-der-musik-habe-ich-die-kraft-gefunden-die-pandemie-zu-bewaeltigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/2021\/09\/30\/in-der-musik-habe-ich-die-kraft-gefunden-die-pandemie-zu-bewaeltigen\/","title":{"rendered":"\u201eIn der Musik habe ich die Kraft gefunden, die Pandemie zu bew\u00e4ltigen\u201c"},"content":{"rendered":"<h5>W\u00e4hrend eines Auslandssemesters lernen Studierende f\u00fcr gew\u00f6hnlich viele neue Menschen aus aller Welt kennen, erkunden ihre Gastuniversit\u00e4t, genie\u00dfen das Kulturleben der Stadt, machen Ausfl\u00fcge, gehen auf Partys \u2013 kurzum: sammeln neue und einpr\u00e4gsame Eindr\u00fccke und Erlebnisse. Trotz Pandemie fanden an der mdw Studierendenmobilit\u00e4ten statt. Wie war es f\u00fcr die Studierenden, ihr Auslandssemester w\u00e4hrend einer globalen Pandemie zu verbringen? Was half ihnen, die Lockdowns und Einschr\u00e4nkungen allein in einer fremden Stadt zu \u00fcberstehen? Drei Incoming-Studierende erz\u00e4hlen \u00fcber ihre Erfahrungen.<\/h5>\n<figure id=\"attachment_6471\" aria-describedby=\"caption-attachment-6471\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6471\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image1-21-850x637.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6471\" class=\"wp-caption-text\">Francesco Appollonio \u00a9 privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Francesco Appollonio absolvierte bereits zwei Auslandssemester an der mdw, sein letztes im Wintersemester 2020\/21. Der Klavierstudent aus Capua, Italien, macht derzeit seinen Master am Konservatorium San Pietro a Majella in Neapel. \u201eDurch meinen Auslandsaufenthalt w\u00e4hrend der Pandemie ist mir klar geworden, wie sehr ich Freunde und Familie brauche, um Schwierigkeiten zu \u00fcberwinden. Ich musste viel allein sein w\u00e4hrend dieser Zeit, aber schon ein kurzes Telefonat mit ihnen konnte helfen\u201c, erz\u00e4hlt er. \u201eMir ist vor allem die Wichtigkeit und Bedeutung einer Umarmung von Familienmitgliedern und Freunden bewusst geworden und wie viele Emotionen dadurch ausgedr\u00fcckt werden\u201c, sagt Appollonio. \u201eEs mag trivial klingen, aber ich habe in der Musik die Kraft gefunden, die Pandemie und ihre Auswirkungen Tag f\u00fcr Tag zu bew\u00e4ltigen\u201c, so der Studierende, \u201eauch lange Spazierg\u00e4nge und das Erkunden jeder Ecke der Stadt waren hilfreich.\u201c Wie viele andere hat Appollonio erst durch die Pandemie begonnen, \u00fcber vieles als selbstverst\u00e4ndlich Angenommene zu reflektieren: \u201eIch habe gelernt, jeden Moment mehr zu genie\u00dfen, und sei es nur ein Kaffee im Lokal. Ohne Pandemie h\u00e4tte ich wohl nicht die gro\u00dfe Relevanz des Beisammenseins mit anderen, ob im Konzert, im Restaurant oder an der Uni, verstanden. Erst wenn uns das vermeintlich Selbstverst\u00e4ndliche und Gewohnte verwehrt wird, beginnen wir, es wirklich zu sch\u00e4tzen.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_6421\" aria-describedby=\"caption-attachment-6421\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6421\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image4-1-850x637.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6421\" class=\"wp-caption-text\">Sauli Saarinen \u00a9 Auran Kuva<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sauli Saarinen, Dirigierstudent an der Sibelius Academy in Helsinki und gegenw\u00e4rtig in seinem Abschlussjahr, verbrachte das Wintersemester 2020\/21 an der mdw. \u201eMein Studium an der mdw verlief gut. Mein Professor in Dirigieren gab mir viel Neues zum Nachdenken. Aber nat\u00fcrlich war die Pandemie eine gro\u00dfe Herausforderung w\u00e4hrend meiner Zeit in Wien\u201c, sagt er. Dabei die Kraft zu behalten oder wiederzufinden, schaffte Sauli Saarinen, indem er wieder anfing, B\u00fccher zu lesen; aber auch Spazierengehen und Filmeschauen halfen ihm. \u201eWenn sich die Pl\u00e4ne st\u00e4ndig \u00e4ndern, gibt einem das die M\u00f6glichkeit, sich mehr auf sich selbst und die Dinge, die man gerne macht, zu konzentrieren\u201c, meint Sauli Saarinen. \u201eIch habe auch gemerkt, wie karriereorientiert ich war. Nun habe ich gelernt, mich mehr zu entspannen\u201c, sagt der Dirigierstudent.<\/p>\n<figure id=\"attachment_6470\" aria-describedby=\"caption-attachment-6470\" style=\"width: 850px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-6470\" src=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-1024x768.jpg\" alt=\"\" width=\"850\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/post-1_image0-21-850x637.jpg 850w\" sizes=\"auto, (max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-6470\" class=\"wp-caption-text\">Pia Rossi \u00a9 privat<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das ganze Studienjahr 2020\/21 studierte Pia Rossi an der mdw. F\u00fcr die italienische Orgelstudentin, die momentan ihren Abschluss am Nicola Sala Conservatory of Music in Benevento macht, hatte die Pandemie durchaus Lerneffekte: \u201eIn meinem Alltag vor der Pandemie habe ich immer versucht, das Unm\u00f6gliche zu schaffen. Durch die Pandemie habe ich begriffen, dass ich immer mal wieder eine Pause machen und herausfinden muss, was wichtig ist. Man soll das tun, woran man wirklich glaubt.\u201c Die pandemiebedingte erschwerte Planbarkeit verhalf ihr zu so manchen Einsichten: \u201eIch habe verstanden, dass nichts im Leben sicher ist, von einem auf den anderen Moment kann sich alles \u00e4ndern.\u201c Die Kraft der Musik half auch Pia Rossi durch die Pandemie: \u201eIch glaube, dass wir Musiker_innen in einer gl\u00fccklichen Lage sind, weil wir diese wunderbare Kunst an unserer Seite haben. Sie bef\u00e4higt uns, jeder Herausforderung im Leben mit Entschlossenheit zu begegnen.\u201c Die Pandemie und ihre Auswirkungen haben ihr auch mehr Zeit verschafft: \u201eIch hatte mehr Zeit zum \u00dcben, die ich normalerweise nicht hatte. Zudem konnte ich viele Filme schauen und B\u00fccher lesen.\u201c<\/p>\n<p>Un\u00fcbersehbar ist, welche Reflexionen durch die Ver\u00e4nderungen unseres Alltags ausgel\u00f6st wurden und welche Einsichten binnen kurzer Zeit gewonnen werden konnten. Ein Studienaufenthalt an einer Universit\u00e4t im Ausland erfordert von den Studierenden viel Mut und Kraft, sich auf etwas Neues einzulassen. Durch die Pandemie waren die Incoming-Studierenden noch mehr gefordert. Umso wichtiger und sch\u00f6ner ist es zu sehen, was ein Anker in unsicheren Zeiten sein kann: die Musik und die Bezugnahme auf das f\u00fcr sich definierte Wesentliche.<\/p>\n<p>Im International Blog der mdw finden Sie Interviews mit den Studierenden: <a href=\"http:\/\/mdw.ac.at\/internationalblog\">mdw.ac.at\/internationalblog<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend eines Auslandssemesters lernen Studierende f\u00fcr gew\u00f6hnlich viele neue Menschen aus aller Welt kennen, erkunden ihre Gastuniversit\u00e4t, genie\u00dfen das Kulturleben der Stadt, machen Ausfl\u00fcge, gehen auf Partys \u2013 kurzum: sammeln neue und einpr\u00e4gsame Eindr\u00fccke und Erlebnisse. Trotz Pandemie fanden an der mdw Studierendenmobilit\u00e4ten statt.<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":6473,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[1192,1213,1212,1196,854],"class_list":["post-6468","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-special","tag-2021-3","tag-internationalstudents","tag-mobility","tag-resilienz","tag-special"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6468"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6468\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6643,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6468\/revisions\/6643"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6473"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.mdw.ac.at\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}